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Baysanto: USA geben OK für Mega-Deal

Foto: Alfredo Francisco, Fotolia

Foto: Alfredo Francisco / fotolia.com

(12.04.2018) Auch die zuständigen Behörden in den USA haben nun der Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG zugestimmt. Erst vor kurzem hatte die EU-Kommission grünes Licht für die Entstehung des Mega-Konzerns gegeben.

Entstehung des Mega-Konzerns rückt näher

Damit rückt die Entstehung des Mega-Konzerns wieder ein Stück näher. Die Genehmigung in den USA genauso wie die der EU unter dem Vorbehalt gegeben worden, dass Bayer milliardenschwere Geschäftsanteile veräußert. Erst dann geht die Übernahme wirklich über den Tisch. Wirklich ändern wird das an der Konzentration auf dem Agrarmarkt aber nichts. Denn diese Anteile werden wiederum von anderen Big Playern des Agrarmarkts – wie dem deutschen BASF-Konzern – aufgekauft.

Weitere Kartellbehörden stimmen zu

Die Kartellwächter Brasiliens und Chinas haben der Übernahme ebenfalls zugestimmt. Doch noch stehen die Genehmigungen weiterer Staaten aus. Russland etwa hat aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nach wie vor Bedenken, seine Zustimmung zu erteilen. Der Bayer-Konzern ist in Russland deshalb vor Gericht gezogen und will so seine „Rechte wahren“. Auch die Behörden in Kanada, Mexiko und Indien haben dem Deal noch nicht zugestimmt. Die Übernahme ist mit den Entscheidungen der EU und den USA also noch nicht endgültig besiegelt.

Fatale Folgen für Gesellschaft und Umwelt

Die EU-Kommission begründete ihre Entscheidung damit, dass mit den Verkäufen von Geschäftsteilen die wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt seien: Immerhin teilten sich nun noch immer sechs Konzerne den weltweiten Markt für Saatgut, das nicht genmanipuliert ist. Ob BASF als alleiniger Käufer der Marktteile geeignet ist, wird von der Kommission noch geprüft. Bedenken, die nicht in den Bereich des Wettbewerbrechts fallen, werden der Zuständigkeit halber nicht untersucht.

Das ist fatal, denn die Übernahme ist folgenschwer für Umwelt und Gesellschaft, angefangen bei steigenden Preisen für LandwirtInnen und VerbraucherInnen über eine sinkende Vielfalt von Nutzpflanzenarten und -sorten bis hin zu einer Abhängigkeit von wenigen großen Konzernen. Fairer Wettbewerb findet in einer derart konzentrierten Branche nicht mehr statt. Eine weitere Folge ist, dass mit der Marktmacht der Konzerne auch ihr Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit wächst. Und das in einem Industriesektor, der ohnehin für seine aggressive Lobbyarbeit bekannt ist.

Die enorme Konzentration auf dem Agrarmarkt ist eine Katastrophe für die Ernährungssicherheit. Die Macht der Konzerne über unsere Lebensgrundlage muss gebrochen werden!

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