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Stiftung Warentest zeigt: Noch immer Glyphosat im Bier

Foto: Hoda Bogdan, Fotolia

Foto: Hoda Bogdan, Fotolia

(25.05.2018) Sowohl 2016 als auch 2017 fanden wir Glyphosat in den beliebtesten deutschen Bieren. Die Presse berichtete weltweit. Über 22.000 Menschen schlossen sich unserer Forderung an die Brauereien an, den Stoff aus dem Bier zu verbannen. Weniger als ein Jahr später findet nun auch die Stiftung Warentest Glyphosat in deutschem Bier. Was hat sich getan?

Was hat die Stiftung Warentest gefunden?

Die Stiftung Warentest hat 20 alkoholfreie Biere getestet, unter anderem auch auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat. Der höchste Glyphosat-Wert lag bei 28 Mikrogramm pro Kilogramm und damit fast um das 300-fache über dem gesetzlichen Trinkwassergrenzwert. Bei den anderen Bieren lagen die Glyphosat-Gehalte unter 10 Mikrogramm pro Kilogramm. Nur in zwei von drei getesteten Bio-Bieren fand die Stiftung Warentest kein Glyphosat.

Was bedeuten die gefundenen Werte?

Die von der Stiftung Warentest gefundenen Glyphosat-Mengen ähneln denen, die wir in unserer ersten Untersuchung veröffentlicht hatten. Anscheinend fällt es den Bier-Herstellern sehr schwer dieses Ackergift völlig aus ihren Bieren zu verbannen. Dass es aber möglich ist zeigen die beiden Glyphosat-freien Bio-Biere.

In absoluten Zahlen sind die gemessenen Glyphosat-Mengen klein. Dennoch sind die Testergebnisse kein Grund zur Entwarnung: Glyphosat wird von der Weltgesundheitsorganisation als DNA-schädigend und "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Der Stoff steht zudem unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Und bei krebserregenden sowie hormonwirksamen Stoffen gibt es keine Untergrenze, unter der sie sicher sind. Sie können selbst in kleinsten Mengen eine gesundheitsschädigende Wirkung entfalten.

Darüber hinaus wurde der Stoff zum Beispiel bereits in Backwaren, Wein und Linsen nachgewiesen. Der verbreitete Einsatz von Glyphosat führt letztendlich dazu, dass das Pestizid über die Nahrung wieder bei uns Menschen landet.

Glyphosat vom Acker!

Glyphosat schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern trägt auch zum Verlust der Artenvielfalt bei. Da dieses Gift auf unsere Äcker, entlang von Bahngleisen und Gärten gesprüht wird, wundert es uns nicht, dass es bereits in diversen Lebensmitteln nachgewiesen wurde. Durch den massiven Einsatz von Ackergiften wie Glyphosat und deren Abdrift können auch ökologisch erzeugte Lebensmittel damit belastet sein, wie Stiftung Warentest mit dem einen belasteten Bio-Bier gezeigt hat.

Die einzige logische Konsequenz daraus ist: Glyphosat muss vom Acker! Wir fordern von der Politik ein schnelles Umdenken und Handeln, zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Umwelt.

Weitergehende Informationen:

Unser Hintergrundpapier mit den Testergebnissen (pdf)

Fragen und Antworten zu Glyphosat im Bier

Unsere Themenseiten zu Glyphosat

Untersuchung von 2017 herunterladen
1 / n

Laden Sie hier unsere Untersuchung von 2017 herunter.

Download (PDF, 585 kB)

Untersuchung von 2016 herunterladen
1 / n

Hier können Sie unsere Untersuchung aus dem Jahr 2016 herunterladen

Download (PDF, 746 kB)

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