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Home  trenner  Meldungen  trenner  Insektengifte: Zulassung für Sulfoxaflor erteilt

Sulfoxaflor ins Gewächshaus verbannt

© Abigail Lynn / unsplash

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(09.01.2019) Seit zwei Jahren kämpfen wir gegen die Zulassung neuer Insektengifte an, die die im Freiland verbotenen Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide ersetzen sollen. Nun wurde in Deutschland das erste Mittel mit dem neuen Wirkstoff Sulfoxaflor genehmigt. Für die Industrie hält der Zulassungsbescheid allerdings eine Enttäuschung bereit.

In seiner Wirkung ist Sulfoxaflor den Insektengiften aus der Gruppe der Neonicotinoide, sehr ähnlich. Sie können bereits in sehr kleinen Mengen Insekten töten oder ihr Nervensystem schädigen und sind deshalb besonders bienengefährdend. Dies war auch der Grund dafür, weshalb die drei Neonicotinoide Thiamethoxam, Imidacloprid und Clothianidin im April 2018 für den Einsatz im Freiland EU-weit verboten wurden.

Während ImkerInnen, NaturschützerInnen und WissenschaftlerInnen vor Sulfoxaflor warnen, weil seine Wirkung den "Neonics" so ähnlich ist, ist diese Ähnlichkeit auch der Grund, warum die Agrarindustrie große Hoffnungen auf die Zulassung von Mitteln mit dem Wirkstoff gesetzt hatte: Das neue Gift sollte die alten Gifte im Freiland ersetzen.

Doch daraus wird nichts: Denn der Zulassungsbescheid für das Mittel „Closer“ beschränkt die Anwendung auf Gewächshäuser. Für „Closer“ gelten damit die gleichen Einschränkungen wie für die Neonicotionide. Für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge heißt das, dass sie auf den allermeisten Flächen von den verheerenden Auswirkungen des Gifts verschont bleiben. Für DowAgroSciences dürfte der Zulassungsbescheid dank dieser Auflagen dagegen ein herber Rückschlag sein. 

Trotz des Freilandsverbots ist der Genehmigungsbescheid problematisch. Denn Gewächshäuser sind keine komplett geschlossenen Systeme. Insekten finden leicht ihren Weg hinein und sind darin als Bestäuber auch willkommen. Nur ein komplettes Verbot kann unsere Bienen, Hummeln und Schmetterlinge daher wirksam schützen.

Wir kämpfen weiter

Wir werden den Druck auf die Behörden weiter aufrechterhalten. Denn neben „Closer“ sind noch weitere Anträge für Pesitzide mit Sulfoxaflor und den zwei weiteren neuen Insektengiften Flupyradifuron und Cyantraniliprol in Bearbeitung. Unser Ziel bleibt es, den Einsatz der Ackergifte ganz zu verbieten!

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