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Insektensterben: Mehrheit gegen Zulassung neuer Pestizide

Bild: fotolia; eigene Darstellung

Bild: fotolia; eigene Darstellung

(07.05.2018) 88 Prozent der deutschen Bevölkerung lehnen die Zulassung neuer Pestizide ab, die für Bienen und andere Fluginsekten schädliche Wirkstoffe enthalten. Außerdem sprechen sich 81 Prozent der Deutschen gegen die Zulassung Glyphosat-haltiger Mittel aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Umweltinstituts.

Umfrage stützt Pestizid-Ausstieg

Aktuell laufen in Deutschland mehrere Zulassungsverfahren für Spritzmittel mit den neuen Wirkstoffen Sulfoxaflor und Cyantraniliprol. Wie die erst kürzlich im Freiland verbotenen Neonicotinoide sind auch diese Wirkstoffe hochgiftig für Bienen und andere Insekten. Diese Pestizide dürfen keine Zulassung erhalten.

Das sieht auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung so, wie eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Umweltinstituts ergeben hat. Demnach fordern 88 Prozent der Bevölkerung, keine neuen Insektizide zuzulassen, die für Bienen schädlich sind. 81 Prozent sind außerdem gegen Neuzulassungen für Glyphosat-haltige Spritzmittel. Als Totalherbizid trägt Glyphosat zum Insekten- und Vogelsterben bei, indem es den Tieren die Nahrungsgrundlage entzieht.

Nachbesserungsbedarf beim Aktionsprogramm Insektenschutz

Die deutsche Politik muss also endlich handeln und dem Willen der Bevölkerung nachkommen. In der vergangenen Woche hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze ihre Eckpunkte zum „Aktionsprogramm Insektenschutz“ vorgestellt. Die umfassenden Maßnahmen, mit denen die Umweltministerin das Insektensterben bekämpfen möchte, sind zwar begrüßenswert. Doch es gibt noch Nachbesserungsbedarf.

Denn die Bundesregierung bleibt bisher sehr vage, wenn es um die Reduktion von Pestiziden geht. Dabei ist dies einer der wichtigsten Hebel, um das Insektensterben zu bekämpfen.

Gleichzeitig droht der Plan von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Genehmigungsverfahren für Pestizide künftig zu beschleunigen, das Aktionsprogramm ad absurdum zu führen. Ein Pestizid immer wieder gegen ein anderes auszutauschen, ist keine Lösung. Wir brauchen keine Beschleunigung der Zulassungsverfahren für Pestizide, sondern einen vollständigen Stopp.

Neben einem Zulassungsstopp für neue Pestizide fordert das Umweltinstitut von der Bundesregierung, im angekündigten „Aktionsprogramm Insektenschutz“ konkrete Maßnahmen festzulegen, um den Pestizideinsatz drastisch zurückzufahren. Nur so lässt sich der dramatische Artenverlust stoppen!

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