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Offener Brief: Atomkraftwerke schneller abschalten

Leitungen für Erneuerbare Energien freimachen!
Das Atomkraftwerk Grohnde hat voraussichtlich bereits 2019 seine ihm zugewiesene Strommenge produziert, soll aber dennoch weiterlaufen. Foto: Oliver Hausen - Fotolia

Das Atomkraftwerk Grohnde hat voraussichtlich bereits 2019 seine ihm zugewiesene Strommenge produziert, soll aber dennoch weiterlaufen. Foto: Oliver Hausen - Fotolia

(26. Januar 2018) Die künftige Regierung fasst den Ausbau der Erneuerbaren Energien ins Auge. Doch die laufenden Atomkraftwerke stehen dem im Weg. In einem offenen Brief an CDU, CSU und SPD fordern wir zusammen mit .ausgestrahlt, dem BUND und dem Bundesverband Windenergie: „Leitungen frei für Erneuerbare!“

Sicher ist: Der Klimaschutz müsste von der sich abzeichnenden großen Koalition deutlich größer geschrieben werden. Während CDU, CSU und SPD in ihrem Sondierungspapier das Klimaziel für 2020 kippten, blicken sie nun in erster Linie auf ein neues Ziel: das für 2030. Eine Entschleunigung die einen schlucken lässt, angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen einer globalen Erwärmung um mehr als zwei Grad, auf die wir zusteuern.

Immerhin wollen aber auch die verhandelnden Parteien mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien den Klimaschutz vorantreiben. Damit stehen sie in der Pflicht, auf eine frühere Abschaltung der laufenden Atomkraftwerke hinzuwirken, denn diese erweisen sich mehr und mehr als Hemmschuh für die Erneuerbaren.

Atomkraftwerke blockieren die Energiewende

Schon heute blockieren vor allem die norddeutschen Atomkraftwerke die Weiterleitung erneuerbar erzeugter Energie insbesondere aus Windenergieanlagen. Für jeden weiteren kurzfristigen Ausbau der Erneuerbaren in Norddeutschland sind die Atomkraftwerke ein Hindernis.

Jedem Atomkraftwerk wurden ursprünglich bestimmte Stromproduktionsrechte zugeteilt. Gerade die Meiler im Norden sollen jedoch, durch Übertragung von Produktionsrechten aus bereits stillgelegten AKW, weiter am Laufen gehalten werden – Tricksereien der Atomlobby, unter der gerade die Energiewende zu leiden hat.

Die künftige Bundesregierung hat nun mit der im Sommer 2018 anstehenden Überarbeitung des Atomgesetzes einen Hebel, diesen Missstand zu beheben. Indem sie die Übertragung von Reststrommengen untersagt, kann sie eine frühere Abschaltung der noch laufenden AKW erreichen. Damit würden Leitungskapazitäten insbesondere für Windstrom frei. Der weitere Ausbau dieser Erneuerbaren Energien wäre so möglich.

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