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Protest bei der Bayer-Hauptversammlung

Foto: Jörg Farys

(29.05.2018) Am Freitag trafen sich die Aktionärinnen und Aktionäre des deutschen Chemiekonzerns Bayer zur Hauptversammlung. Nachdem die Behörden dem Kauf des Agrarmultis Monsanto zugestimmt haben, wird Bayer zum größten Saatgut- und Pestizidhersteller der Welt. Der Konzern hält unbeirrt an einem Geschäftsmodell fest, das auf Gentechnik und Ackergiften basiert.

Deshalb waren wir mit vor Ort, um bei denen zu demonstrieren, die den Konzern besitzen und für seine Geschäftspolitik verantwortlich sind. Dank eines kritischen Kleinaktionärs konnte unser Referent für Agrarpolitik sogar in der Versammlung sprechen. In unserem Video sehen Sie einen Ausschnitt von der Aktionärsversammlung und Bilder von den bunten Protesten davor.

Wir bringen das Insektensterben auf die Hauptversammlung

Bayer kauft gerade nicht nur Monsanto. Der Konzern stellte auch zwei der Insektengifte her, die wegen ihrer Gefährlichkeit für Bestäuber gerade von der EU-Kommission im Freiland verboten werden. Gegen frühere Einschränkungen für die Nutzung dieser Gifte hatte er gemeinsam mit Syngenta und BASF geklagt und erst kürzlich in erster Instanz verloren. Ob Bayer weiter gegen die Kommission klagt, um die Einschränkungen und Verbote zum Schutz der Insekten zu Fall zu kriegen, wollte der Vorstandsvorsitzende Baumann trotz mehrerer Nachfragen auf der Versammlung nicht sagen.

Außerdem bringt Bayer gerade auch ein Nachfolgeprodukt auf den Markt: Flupyradifuron, ein Insektizid, das unter dem Namen Sivanto vermarktet werden soll, gehört zu den neuen Insentekgiften, die die alten Neonicotinoide in den nun verbotenen Einsatzgebieten ersetzen könnten. Mit unserem Beitrag brachten wir Kritik an diesem neuen Gift auf die Hauptversammlung. Zuvor hatten bereits mehrere Imkerinnen und Imker gesprochen, die die Geschäftspolitik von Bayer scharf kritisierten. Der Vorstandsvorsitzende Baumann aber betonte mehrfach, dass Pestizide nicht der Grund für das Insektensterben sein können.

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