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Der persönliche Kohleausstieg

RWE den Geldhahn abdrehen

Verdrängt Ökostrom RWE? Nutzen wir unseren Einfluss!

(2. Oktober 2018) Das Geschäft von RWE steht für Kohleverstromung und Atomkraft – für den desaströsen Kohletagebau im Rheinland, die Rodung des Hambacher Forstes wie auch den Betrieb der Atomkraftwerke (AKW) in Lingen und Gundremmingen. Wer dieses Geschäftsmodell nicht weiter mittragen will, kann handeln und mit dem Wechsel zu Ökostrom RWE den Geldhahn abdrehen.

Ich beziehe keinen Strom bei RWE, also kein Grund zu handeln? Diese Annahme ist leider oft ein Trugschluss. Denn RWE selbst hat alle seine Stromverträge mit Endkunden an seine Tochterfirma Innogy ausgelagert, an der der Konzern Anteile in Höhe von 76 Prozent hält. Zudem ist eine Vielzahl weiterer Stromanbieter mit dem Energieriesen verflochten: die Bayerischen Elektrizitätswerke, eprimo, Envia-M, die Lechwerke, Rheinenergie, Süwag oder Westnetz – um nur einige zu nennen. RWE hält Aktienanteile an diesen Unternehmen und profitiert damit von deren Dividenden (eine umfassende Übersicht liefert eine Recherche der Bürgerwerke auf Basis des Jahresabschlussbericht von RWE). Sie stärken dem Kohle- und Atomgeschäft des Energiekonzerns den Rücken.

Oft ist auch dort RWE enthalten, wo nicht damit gerechnet wird

Doch genau an dieser Stelle können die EndverbraucherInnen ansetzen und mit dem Wechsel hin zu echten Ökostromanbietern die Energiewende voranbringen. Weniger KundInnen bei RWE-Tochterfirmen bedeutet zugleich eine niedrigere Dividende für den Mutterkonzern. Statt die Verzögerung der Energiewende durch die fossil-nukleare Stromindustrie mitzutragen, wird so der Wechsel zu erneuerbaren Energieträgern beschleunigt.

Und was das bedeutet, bekommt RWE derzeit zu spüren: Mit den Berichten über die geplante Rodung des Hambacher Waldes schnellt die Nachfrage nach Ökostrom in die Höhe. RWE sägt damit buchstäblich am eigenen Ast, da die Empörung über die desaströse Unternehmenspolitik des Konzerns unter den StromkundInnen wächst.

Wohin wechseln? Unsere Empfehlungen

Der Ökostrommarkt ist in den letzten Jahren gewachsen. Doch nicht jeder Ökostromvertrag nutzt der Energiewende, denn allzu oft profitieren auch hier die Kohle- und Atomkonzerne. Empfehlen können wir – anschließend an eine Analyse der Umweltorganisation ROBIN WOOD (vgl. www.oekostrom-report.de) – sieben bundesweit tätige Anbieter.

Diese Ökostromanbieter stehen für

  • keine direkte eigentumsrechtliche Verflechtung mit Atom- und Kohlekonzernen,
  • 100 Prozent Erneuerbare Energien im Strommix und
  • Investitionen in Neuanlagen und Klimaschutzprojekte.

Wichtig: Auch zahlreiche regionale Ökostromanbieter leisten eine empfehlenswerte Arbeit und entsprechen diesen Kriterien. Es lohnt sicherlich gegebenenfalls entsprechende Informationen einzuholen.

Auch das Portal Eco Top Ten des Öko-Instituts bewertet Ökostromanbieter. Die zugrundeliegende Analyse ist dabei jüngeren Datums (August 2018) und umfasst auch deshalb einige Anbieter, die in der Robin Wood-Analyse (von Ende 2016) nicht genannt werden.

Ökostrom-Wechsel? Schnell gemacht!

Der Wechsel des Stromanbieters ist keine aufwändige Sache. Übernommen wird dies meist direkt vom neuen Anbieter, der den Umstieg unproblematisch abwickelt. Eine weitere gute Nachricht: Echter Ökostrom ist in der Regel nicht teurer als konventionelle Angebote. Es gibt also keinen Grund zu zögern!

Die EndverbraucherInnen haben großen Einfluss auf die Energiewende: Nutzen wir ihn!

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