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Was steht in den geheimen Studien zu Sulfoxaflor?

© Damien Tupinier | unsplash

(28.11.2018) Wegen ihrer Gefährlichkeit für Bienen und andere Insekten wurde die Verwendung von drei Insektengiften aus der Gruppe der Neonicotinoide Anfang 2018 stark eingeschränkt. Nun sollen neue Pestizide zugelassen werden, die ähnlich gefährlich sind und die Neonicotinoide ersetzen sollen. Einer dieser Wirkstoffe ist Sulfoxaflor.

Sulfoxaflor wurde bereits 2015 auf EU-Ebene zugelassen – und das obwohl der Herstellerkonzern DowAgroSciences wichtige Unterlagen über die Auswirkungen auf Bestäuber wie Hummeln und Bienen noch gar nicht geliefert hatte. Auf Order der Europäischen Kommission reichte der Konzern die fehlenden Informationen zwar inzwischen nach. Über den Inhalt dieser Studien wurde die Öffentlichkeit aber bisher nicht informiert. Das Umweltinstitut bat die EU-Kommission deshalb, die Studien herauszugeben, um die Ergebnisse von einem unabhängigen Experten überprüfen zu lassen. Die Kommission verweigert die Herausgabe jedoch. Die Begründung: Die Inhalte seien Geschäftsgeheimnisse des Herstellerkonzerns.

Mit einer Reportage ist das ZDF-Politmagazin Frontal 21 der Geheimniskrämerei um Sulfoxaflor auf den Grund gegangen:

"Die "Bienenkiller" - Frontal 21 | ZDF"

 

Diese Geheimniskrämerei ist vor allem deshalb brisant, weil Sulfoxaflor schon in mehreren Mitgliedstaaten zur An­wendung kommt – und zwar ohne dass Klarheit darüber herrscht, wie gefährlich das Insektizid für bestäubende Insekten tatsächlich ist. Denn wenn ein Wirkstoff erstmal auf EU-Ebene zugelassen ist, können die einzelnen Mitgliedstaaten fertige Pestizidmischungen mit diesem Wirkstoff genehmigen. Auch in Deutschland liegen mindestens drei Anträge auf Zulassung von sulfoxaflorhaltigen Pestizidmischungen vor.

Intransparenz beenden

Mit ihrem intransparenten Verhalten stellt die Kommission die kommerziellen Interessen der chemischen Industrie über das Recht auf Zugang zu wichtigen Umweltinformationen. Eine unabhängige Überprüfung der Untersuchungen zur Gefährlichkeit von Pestiziden - die von den Herstellern selbst geschriebenen und finanziert werden - ist so schlicht unmöglich. Das muss sich endlich ändern!

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