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Wieder Gen-Pflanzen für den Import zugelassen

Kommission, Flaggen

Genmanipulierter Mais darf in die EU importiert werden. Foto: Fotolia

(06.08.2018) Die EU-Kommission hat vergangenen Freitag den Import als Lebens- und Futtermittel von zwei neuen genmanipulierten Mais-Sorten beschlossen. Außerdem wurden die Zulassungen für zwei weitere Mais- und eine Zuckerrüben-Sorte verlängert.

Die EU-Kommission entscheidet dann im Alleingang über Zulassungen, wenn unter den Mitgliedstaaten keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen die Genehmigung zustande kommt. Für Deutschland stimmen VertreterInnen aus dem Landwirtschafts- (CDU) und dem Umweltministerium (SPD) über diese Zulassungen ab. Gewöhnlich stimmt die CDU (bzw. CSU) für die Zulassungen und die SPD dagegen. So kommt es, dass sich Deutschland in den zuständigen Ausschüssen meist der Stimme enthält.

Um welche Pflanzen geht es?

Die neuzugelassenen Sorten sowie auch die Sorten, deren Genehmigungen verlängert wurden, sind resistent gegen bestimmte Herbizide. Die Pflanzen überstehen die Behandlung mit den Giften also unbeschadet, während alle anderen Pflanzen um sie herum absterben. Einige der Sorten sind außerdem so manipuliert worden, dass sie selbst Insektengifte produzieren. Folgende Sorten wurden neu bzw. sind weiterhin zugelassen:

  • Mais 1507 x 59122 x MON 810 x NK603 (neu zugelassen): Insektenresistenz, Herbizidresistenz gegen Glufosinat und Glyphosat
  • Mais MON87427 x MON89034 x NK603 (neu zugelassen): Insektenresistenz, Herbizidresistenz gegen Glyphosat
  • Mais GA21(verlängert): Herbizidresistenz gegen Glyphosat
  • Mais Herculex DAS-59122-7 (verlängert): Insektenresistenz, Herbizidresistenz gegen Glufosinat
  • Zuckerrübe (verlängert): Herbizidresistenz gegen Glyphosat
Gefährliche Giftcocktails durch Mehrfach-Resistenzen

Eine der neuzugelassenen Maissorten (1507 x 59122 x MON 810 x NK603) ist gentechnisch so verändert, dass die Pflanzen selbst Insektengifte produzieren und gleich gegen zwei Unkrautvernichter resistent sind: Glyphosat und Glufosinat. Glyphosat gilt laut der internationalen Krebsforschungsagentur IARC als wahrscheinlich krebserregend für Menschen. Glufosinat ist als fortpflanzungsschädigend eingestuft und kann Missbildungen bei Ungeborenen verursachen. In Deutschland darf das Gift nicht mehr verwendet werden, in der EU ist die Zulassung von Glufosinat im August ausgelaufen. Und auch in den Anbauländern, die hauptsächlich in Nord- und Südamerika liegen, wird das Gift weiterhin eingesetzt.

Da sich die verschiedenen Stoffe in Kombination gegenseitig beeinflussen können, kann sich ihre gesundheitsschädliche Wirkung noch verstärken oder möglicherweise auch völlig neue Effekte auslösen. Solche Kombinationseffekte werden bei Bewertungs- und Zulassungsverfahren durch die Behörden allerdings nicht ausreichend berücksichtigt.

Auch die verheerenden ökologischen und sozialen Auswirkungen des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen in den jeweiligen Anbauländern werden bei der Zulassung für den Import nicht berücksichtigt. Regenwälder werden großflächig abgeholzt, Menschen, Tiere und die Umwelt durch den massiven Einsatz von Pestiziden vergiftet, Kleinbauern und -bäuerinnen von ihrem Land vertrieben.

Das Umweltinstitut München fordert

Wir fordern einen Importstopp für genmanipulierte Lebens- und Futtermittel. Bis dieses Ziel erreicht ist, muss es übergangsweise eine Kennzeichungspflicht für Fleisch, Eier und Milch von Tieren geben, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden.

Infomaterial
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