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Atommüll-Protest 2019 in Ahaus

Anti-Atom-Protest in Ahaus. Credit: Bündnis 90-Die Grünen Nordrhein-Westfalenen

Anti-Atom-Protest in Ahaus. Credit: Bündnis 90-Die Grünen Nordrhein-Westfalenen

(13. Februar 2019) Noch in diesem Jahr sollen Castoren mit waffenfähigem Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching und dem Versuchsreaktor AVR Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus rollen. Das Umweltinstitut ruft gemeinsam mit weiteren Initiativen und Verbänden zum Protest am 9. März in Ahaus auf. Wir fordern ein neues, möglichst sicheres Atommüll-Konzept.

In Garching bei München haben die für 2019 geplanten Castortransporte vom Forschungsreaktor FRM II in das Zwischenlager in Ahaus eine wichtige Hürde genommen: Das Bundesamt für Kerntechnische Entsorgungssicherheit hat die Transportbehälter vom Typ Castor MTR-3 zugelassen. Auch für die 152 Castoren mit verbrauchten Brennelementekugeln des Versuchsreaktors AVR in Jülich steht neben dem Export in die USA die Verbringung nach Ahaus zur Debatte.

In beiden Fällen handelt es sich um Atom-Sondermüll, der hoch angereichertes Uran enthält, welches für Atomwaffen missbraucht werden könnte. Transporte mit solchem Material, wie auch die Einlagerung in Ahaus bilden Angriffsflächen für Diebstahl und Missbrauch.  Eine Möglichkeit zur Abreicherung des Mülls gibt es in Ahaus nicht.

Zwischenlager-Konzept gescheitert

Damit steht Ahaus stellvertretend für das insgesamt gescheiterte Zwischenlagerkonzept in Deutschland: Bereits in den 2030er Jahren werden die ersten Betriebsgenehmigungen – darunter Gorleben und Ahaus – auslaufen, lange bevor ein „Endlager“ in Betrieb gehen kann. Vorausgesetzt, es wird überhaupt eines gefunden. Es steht zu befürchten, dass die bestehenden Atommülllager einfach verlängert werden, ohne dass wichtige Fragen, wie die längerfristige Gebäude- und Behältersicherheit, sowie die nötige Uran-Abreicherung rechtzeitig adressiert werden.

Das Bundesamt für Kerntechnische Entsorgungssicherheit sieht keinen Grund zur Sorge, doch ein breites Bündnis von Initiativen und Umweltverbänden fordert mit einem Positionspapier die Erarbeitung eines neuen Konzepts: Die provisorischen Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden!

Kommen Sie am 9. März zur überregionalen Demo nach Ahaus!

Bevor Castor-Transporte Fakten schaffen ist es jetzt wichtig, unseren Protest auf die Straße zu tragen. Gemeinsam mit weiteren Initiativen und Verbänden rufen wir deshalb am 9. März zur überregionalen Demo in Ahaus auf.

Unsere Forderungen:

  • Keine Verlängerung der bestehenden Genehmigungen für Zwischenlager! Umgehende Entwicklung von tragfähigen neuen Konzepten für eine möglichst sichere, längerfristige Zwischenlagerung unter Einbeziehung internationaler Forschungsergebnisse.
  • Kein Transport von atomwaffenfähigem Material aus Garching nach Ahaus! Stattdessen Lagerung der Brennelemente, Abreicherung und endlagergerechte Verpackung in Garching! Schluss mit dem Einsatz von waffenfähigem Uran im FRM II!
  • Kein Transport der Brennelementbehälter mit unkalkulierbarem Inhalt aus Jülich nach Ahaus! Stattdessen Bau einer erdbebensicheren Lagerhalle in Jülich und Entwicklung von Konzepten zur endlagergerechten Verpackung dieser Elemente in Jülich!
  • Keine weitere Produktion von Atommüll, da alle bisherigen Entsorgungskonzept fehlgeschlagen sind (siehe Asse, Morsleben, Gorleben, Schacht Konrad)!

Ablauf der Demo am 9. März:

12:00 Auftaktkundgebung am Bahnhof in Ahaus (Redebeiträge, Musik, Volxküche)

Anschließend Demonstrationszug zum Rathaus, Abschlusskundgebung (Redebeiträge, Musik, Volxküche)

Danach Fahrt zum Atommüll-Lager (Busse, PKW, Fahrräder). Dort werden gelbe Xe und schwarze Fahnen aufgestellt.

Weitere Infos und Mobi-Material:

www.atommuell-protest.de

Mobilisierung zur Ahaus-Demo

Ahaus-Demo am 9. März 2019

Am Zwischenlager Ahaus zeigt sich exemplarisch das Scheitern des Zwischenlagerkonzepts in Deutschland. Das Umweltinstitut ruft zusammen mit weiteren Initiativen und Verbänden zur Demo am 9. März auf. Seien Sie dabei und bestellen Sie Mobi-Material auf www.atommuell-protest.de

 

 

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