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EU-Parlament fordert strengere Maßnahmen zum Bienenschutz

Foto:Myriam Zilles / pixaby

(19.12.2019) Vergangene Woche stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihren „Green Deal“ vor, der auch in Sachen Pestizid-Reduktion enttäuschte. Als Reaktion darauf forderten die Abgeordneten des EU-Parlaments gestern klare Ziele und einen konkreten Zeitplan. Auch wir fordern Ursula von der Leyen auf, Zahlen zu nennen und ein komplettes EU-weites Pestizidverbot bis spätestens 2035 durchzusetzen. Denn unspezifische Absichtsbekundungen reichen nicht aus, um das dramatische Insektensterben aufzuhalten.

Pestizid-Reduktion im Green Deal abgeschwächt

Vergangene Woche kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrem Green Deal für Europa an, den Pestizideinsatz in der EU signifikant reduzieren zu wollen. Zuvor wurden geleakte Dokumenten öffentlich, in denen noch von einer Halbierung von chemisch-synthetisierten Pestiziden die Rede war. Doch diese Forderung wurde massiv abgeschwächt und nur das Ziel einer „signifikanten Reduktion“ in den Green Deal übernommen. Für diese vage Absicht ohne konkreten Fahrplan hagelte es massive Kritik.

EU-Parlament fordert Maßnahmen zum Schutz der Bienen

Eine Mehrheit der EU-Abgeordneten sieht nun akuten Handlungsbedarf und erwartet von der Kommission eine deutliche Verschärfung der Ziele zur Pestizid-Reduktion. Aus diesem Grund forderten Mitglieder des Umweltausschusses die Kommission dazu auf, die sogenannte „EU Bestäuber-Initiative" zu überarbeiten. Bei dieser Initiative handelt es sich um Maßnahmen zum Schutz von Bienen und anderen Bestäubern, die die Juncker-Kommission im Jahr 2018 vorgelegt hatte.

Bestäuber-Initiative der EU geht nicht weit genug

Die Abgeordneten kritisieren, dass die Initiative wichtige Ursachen für das dramatische Insektensterben nicht ausreichend benennt, darunter den Verlust von Lebensräumen, die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden, aber auch den Klimawandel. Die EU Bestäuber-Initiative präsentiere in ihrem gegenwärtigen Zustand keine hinlänglichen Maßnahmen zur Rettung der Bienen, weswegen das Parlament die Kommission zur Überarbeitung aufforderte. Die Abgeordneten hatten dabei nicht alleinig den Schutz von Biodiversität und Ökosystemen im Blick: Ohne bestäubende Insekten bleiben auch unsere Teller leer. Beispielsweise sind an die 84 Prozent der Getreidesorten von der Bestäubung durch Biene und Co. abhängig.  Um die Bienen zu schützen, muss die Reduktion von Pestiziden ein zentrales Ziel der zukünftigen gemeinsamen europäischen Agrarpolitik werden, so die Abgeordneten. Als konkrete Maßnahme zum Schutz der Bestäuber fordert das Parlament nun EU-weite verpflichtende Zielvorgaben für die Reduktion von Pestiziden.

Werden auch Sie aktiv!

Diese Forderung vertreten wir auch in unserer Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“. Darin appellieren wir an die EU-Kommission, bis 2030 den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide in der EU um 80 Prozent zu reduzieren und bis 2035 komplett einzustellen. Unterschreiben Sie jetzt und senden Sie ein deutliches Signal an die EU-Kommission und an die Kommissionspräsidentin. Die BürgerInnen Europas haben die giftigen Pestizide satt und wollen endlich eine Landwirtschaftspolitik, die zum Erhalt von Artenvielfalt beiträgt und sie nicht weiter zerstört!

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