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Thiacloprid: Kommt das Verbot?

Mike Mareen / stock.adobe.com

Mike Mareen / stock.adobe.com

(05.06.2019) Der Pestizid-Wirkstoff Thiacloprid kann ungeborenen Kindern schaden, hat eine fruchtbarkeitsschädigende Wirkung und ist auch für Tiere und Umwelt gefährlich. Dies sind genügend Gründe, um den Einsatz des Insektengifts zu verbieten. Stattdessen wird die Zulassung des Wirkstoffs aber immer wieder verlängert. Derzeit diskutieren die EU-Mitgliedstaaten über die Zukunft des Gifts.

Wir forderten in einem Brief von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze, sich auf EU-Ebene für ein Verbot des Wirkstoffs einzusetzen. Nun hat sich Landwirtschaftsministerin Klöckner öffentlich zu Thiacloprid geäußert und damit auch auf unsere Forderung reagiert. Sie will sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass die Genehmigung des Wirkstoffs nicht erneuert wird. Als Begründung führt sie an, dass Thiacloprid nach „neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen als gesundheitlich bedenklich und schädlich für den Naturhaushalt, unter anderem auch für Bestäuber“ wirkt. Außerdem spricht sie sich für ein schnellstmögliches Anwendungsverbot des Ackergifts aus, dass noch bis Ende April 2020 auf EU-Ebene zugelassen ist.

Mitgliedstaaten diskutieren über Thiacloprid

Deutschland kommt bei der Zukunft von Thiacloprid besonders große Verantwortung zu: Wenn Pestizid-Wirkstoffe neu auf den Markt kommen oder die Zulassung erneuert werden soll, müssen unter anderem die Gefahren, die von dem Wirkstoff für Umwelt und Gesundheit ausgehen, bewertet werden. Die Bewertung, auf die sich letztlich eine weitere Genehmigung oder ein Verbot von Thiacloprid stützt, übernimmt Deutschland.

Wann es zu einer Abstimmung über die weitere Genehmigung auf EU-Ebene kommt, ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings diskutierten die EU-Mitgliedstaaten bereits Ende Mai im dafür zuständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel darüber, ob das Insektengift weiter zugelassen oder verboten werden soll. In Deutschland sind dafür jeweils VertreterInnen aus dem Landwirtschaftsministerium (BMEL) und dem Umweltministerium (BMU) zuständig.

Wir fordern von den verantwortlichen Bundesministerinnen Julia Klöckner (BMEL) und Svenja Schulze (BMU) weiterhin, sich auf EU-Ebene konsequent gegen die erneute Genehmigung auszusprechen. Dass Julia Klöckner ihre Aussage ernst meint, kann sie nun zeigen, indem in Deutschland Pestizide mit dem umwelt- und gesundheitsgefährlichen Wirkstoff umgehend vom Markt genommen werden.

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