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Home  trenner  Meldungen  trenner  Weltweite Klimastreiks am 15. März 2019

Größte Klimaproteste aller Zeiten

Die Untätigkeit der Politik bringt eine ganze Generation auf die Straße
Klimastreik in Prag (Foto: @zewlakk_foto/ Twitter)

Klimastreik in Prag (Foto: @zewlakk_foto/ Twitter)

(20. März 2019) „Fridays for Future“: Für ihre Zukunft traten am vergangenen Freitag weltweit über 1,5 Millionen junge Menschen in den Streik. Solange die Politik die Klimakrise ignoriert, wollen sie mit ihrem Protest nicht nachlassen. Bei ihrer Forderung nach ambitionierten Klimaschutz-Maßnahmen haben sie die Wissenschaft auf ihrer Seite.

Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 1,5 Millionen Menschen protestierten beim internationalen Klimastreik von „Fridays for Future“ am vergangenen Freitag an 2.083 Orten in 125 Ländern. Alleine in Deutschland gingen an rund 200 Orten SchülerInnen und Studierende auf die Straße. In zahlreichen Großstädten Europas, Nordamerikas und Australiens waren es jeweils Zehntausende, die sich zusammenfanden. Auf allen Kontinenten wurde gestreikt, darunter in Städten wie Hongkong, Buenos Aires, Lima und Venedig und an Orten in Kenia, Uganda, Japan, Nepal, auf den Philippinen, in Bangladesch und auf Vanuatu. Und sogar in der Antarktis bei der Neumayer-Station gab es eine Solidaritäts-Aktion.

"Die Klimakrise riskiert unsere Zukunft"

In ihrem Anliegen sind sich die Aktiven einig: Die klimapolitische Untätigkeit der Politik wollen sie nicht weiter in Kauf nehmen. Die protestierenden Jugendlichen gehören – insbesondere in den Industrieländern des globalen Nordens – zur ersten Generation, die mit Hitzesommern, Waldbränden und Sturzfluten die deutlichen Folgen der Klimakrise selbst erlebt. Sie sind zugleich die letzte Generation, die eine verschärfte Krise abwenden kann. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wird das Zeitfenster dafür kleiner.

„Fridays for Future“ fordert deshalb von der Politik, endlich die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Dass die bisher ergriffenen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, unterstreichen mehr als 23.000 WissenschaftlerInnen in einer Stellungnahme zu den Protesten. Auf „Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse“, schreiben die ForscherInnen, ist das Anliegen der Klimastreiks „berechtigt und gut begründet“.

Auch in den kommenden Wochen sollen die Klimastreiks fortgesetzt werden. Die Europawahl im Mai will „Fridays for Future“ zur Klimawahl machen. Solange die Politik den Klimaschutz ausbremst, verzögert und vertagt und so die Rechte der jungen Generation mit Füßen tritt, solange bleibt „Fridays for Future“ hartnäckig. Darin gebührt ihnen uneingeschränkte Solidarität.

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