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Mit Bio-Lebensmittel auf der sicheren Seite

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© Africa Studio | stock.adobe.com

(28.07.2021) Konventionelles Obst ist im Durchschnitt 100-fach höher mit Pestizidrückständen belastet als Bio-Obst. Zu diesem und weiteren Ergebnissen kommt das aktuelle Ökomonitoring des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts in Stuttgart (CVUAS), bei dem Bio-Produkte auf Inhaltsstoffe, Rückstände und Belastungen untersucht werden. Wie bereits in den letzten Jahren zeigen die Ergebnisse, dass Bio-Lebensmittel den hohen qualitativen Ansprüchen gerecht werden. Das Ökomonitoring ist eine ergänzende Maßnahme zu den Öko-Kontrollen, die mindestens einmal im Jahr vor Ort auf den Bio-Höfen durchgeführt werden.

Untersuchungen zu Pestizidrückständen

Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden ist in der ökologischen Landwirtschaft verboten. Das CVUAS hat 66 Proben Bio-Obst und 139 Proben Bio-Gemüse auf Pestizidbelastungen untersucht und den mittleren Pestizidgehalt von Bio-Proben mit dem von konventionellen Proben verglichen. Im Durchschnitt lag die Pestizidbelastung bei konventionellem Gemüse um ein 70-faches, bei konventionellem Obst sogar um ein 100-faches höher als bei Bioprodukten. Nur bei insgesamt fünf Proben (Bananen aus Ecuador, Bananen aus der Dom. Republik, Knoblauch aus Spanien, Petersilien- und Korianderblätter aus Deutschland) wurde die Bezeichnung „Bio“ aufgrund zu hoher Pestizid-Rückstände als irreführend beurteilt. Bei den anderen 200 Proben konnten entweder keine Rückstände oder nur Spuren im Bereich von unter 0,01 mg/kg nachgewiesen werden.

Diese Spuren sind allerdings nicht auf eine illegale Anwendung von Pestiziden beim Anbau zurückzuführen. In der konventionellen Landwirtschaft werden große Mengen an chemisch-synthetischen Pestiziden auf die Felder ausgebracht. Doch die Wirkstoffe landen durch Wind und Verdunstung auch auf benachbarten Feldern und können dort die Ernte belasten. Man spricht dann von sogenannter Abdrift. Abdrift stellt viele Bio-Bäuerinnen und -Bauern vor ein großes Problem: Manchmal ist die Ernte so stark verunreinigt, dass sie nicht mehr als ökologisch hergestelltes Produkt vermarktet werden kann. Auf den finanziellen Einbußen, die dadurch entstehen, bleiben die Öko-Landwirt:innen meist sitzen, da es nur sehr schwer nachzuweisen ist, woher genau die Pestizide stammen.

Bio-Lebensmittel sind frei von Gentechnik

Im Rahmen des Ökomonitorings wurden im aktuellen Jahr Bio-Produkte mit Mais und Soja sowie Bio-Honige auf genmanipulierte Bestandteile untersucht. Bei den Maisprodukten und Honigen konnten wie auch in den letzten Jahren keine Spuren von Gentechnik nachgewiesen werden. Einzig bei Soja gab es unter den 84 Öko-Proben einen Fall, bei dem eine Kleinstmenge nachgewiesen werden konnte. Diese lag mit einem GVO-Anteil von weniger als 0,05 Prozent jedoch weit unter dem Schwellenwert von 0,9 Prozent. Denn grundsätzlich ist der Einsatz von Gentechnik in der ökologischen Landwirtschaft verboten: Bio-Lebensmittel müssen laut Gesetz frei von genmanipulierten Bestandteilen sein. Bei der Lagerung und der Verarbeitung kann es jedoch zu zufälligen und technisch unvermeidbaren Verunreinigungen kommen, weshalb ein Anteil von 0,9 Prozent der jeweiligen Zutat toleriert wird. Das Ökomonitoring zeigt, dass dies aber nur sehr selten vorkommt.

Auch 74 konventionelle Sojaprodukte wurden auf genmanipulierte Bestandteile untersucht. Hier sind diese zwar erlaubt, müssen aber bei einem Anteil von über 0,9 Prozent für Verbraucher:innen erkennbar auf dem Lebensmittel gekennzeichnet werden. Bei insgesamt 14 Proben konnten Spuren von Gentechnik nachgewiesen werden. Bei vier Proben lag der Anteil sogar über dem Schwellenwert von 0,9 Prozent. Diese Lebensmittel hätten somit eigentlich gekennzeichnet werden müssen.

Bio-Milch ist gesünder

Ein Teil der Untersuchung des Ökomonitorings bezog sich auf die Inhaltsstoffe von Milch. Ein Ergebnis dabei war, dass biologisch erzeugte Milchprodukte im Vergleich zu  konventionellen Produkten deutlich mehr Alpha-Linolensäure enthalten. Diese gehört zu den Omega-3-Fettsäuren, die wichtig für unsere Gesundheit sind, von unserem Körper aber nicht selbst hergestellt werden können. Während konventionell erzeugte Milchprodukte Werte von 0,4 bis maximal 0,8 g Alpha-Linolensäure pro 100g Fett aufwiesen, lagen die Werte für ökologische Produkte bei bis zu 1,4 g pro 100g und damit bis zu dreimal höher.

Ökolandbau: Die Zukunft unserer Lebensmittelproduktion

Auch in diesem Untersuchungsjahr zeigt sich wieder, dass Bio-Produkte die hohen qualitativen Ansprüche erfüllen. Doch die ökologische Landwirtschaft steht nicht nur für sichere und gesunde Lebensmittel. Sie trägt auch maßgeblich zum Schutz von Böden, Gewässer und Artenvielfalt bei.

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Ökolandbau
Die Zukunft unserer Lebensmittelproduktion

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