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Großbuchstaben bringen es auf den Punkt: Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten

Großbuchstaben vor dem AKW Gundremmingen bringen es auf den Punkt: „Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten“

Foto: Andreas Conrad

(18.09.2017) Eine Woche vor der Bundestagswahl setzten wir am gestrigen Sonntag am Atomkraftwerk Gundremmingen zusammen mit vielen Aktiven ein klares Zeichen. Unsere Forderung an die aktuelle und zukünftige Bundesregierung ist unübersehbar. Vor der Kulisse des AKW haben wir es mit Großbuchstaben auf den Punkt gebracht: „Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten“.

Das AKW Gundremmingen ist in vielerlei Hinsicht ein Relikt der Geschichte. In Zeiten der Energiewende ist die Atomkraft in jeder Hinsicht überholt. Das reale Potenzial der Erneuerbaren verdeutlicht klar: Versorgungssicherheit kann ohne Atomkraftwerke garantiert werden. Ein tragfähiges Energiesystem ist - entgegen der Mär der Atomlobby - ohne Hochrisikotechnologie zu haben.

Die Reaktoren des AKW in Gundremmingen sind ein besonderes Relikt: Es handelt sich um die letzten Siedewasserreaktoren in Deutschland. Außer den Reaktorblöcken B und C des Kraftwerks wurden alle anderen nach der Atomkatastrophe in Fukushima aus sicherheitstechnischen Gründen für immer abgeschaltet.

Reaktorblock B soll nun Ende dieses Jahres endgültig vom Netz gehen. (K)Ein Grund zu feiern (unser Video ansehen)! Denn die Stimmung wird getrübt: Obwohl Block C baugleich ist und dieselben Schwachstellen hat, soll er noch vier weitere Jahre betrieben werden. Sicherheitstechnisch ist dies ein Skandal!

Die vorzeitige Abschaltung von Block C ist energiepolitisch machbar, der Weiterbetrieb hingegen unverantwortlich. Dies sieht auch die Mehrheit der Bevölkerung in Bayern so. Sie spricht sich laut einer von .ausgestrahlt in Auftrag gegebenen emnid-Umfrage für eine vorzeitige Abschaltung von Block C aus Sicherheitsgründen aus. Darüber hinaus fordern schon über 37.000 Menschen mit ihrer Unterschrift, beide Blöcke des maroden AKW noch in diesem Jahr vom Netz zu nehmen (hier unterzeichnen).

Die bayerische wie auch die Bundes-Atomaufsicht könnten genau das in die Wege leiten. Aber sie sitzen das Risiko aus. Gerade deshalb ist es jetzt wichtig, das Thema weiter im öffentlichen Raum zu halten. Je nach Ergebnis der Bundestagswahl besteht die Möglichkeit, das Thema Gundremmingen zum Gegenstand von Koalitionsverhandlungen zu machen. Wir bleiben dran - denn: Wer B sagt, muss auch C sagen!

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