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Alarmierender Zustand der Artenvielfalt in Agrarlandschaften

Braunkehlchen

(21.06 2017) Die biologische Vielfalt in unseren Agrarlandschaften leidet enorm unter den Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft. Praktisch alle Tier- und Pflanzenarten, die in landwirtschaftlich geprägten Gebieten vorkommen sind betroffen: Bestände von Insekten, Ackerwildkräutern und Vögeln gehen dramatisch zurück. Auch bei der Vielfalt der Lebensräume setzt sich dieses Problem fort.

Ursache: Industrielle Landwirtschaft

Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt der Agrar-Report des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zur Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Demnach führt die immer weiter voranschreitende Intensivierung der Landwirtschaft zu „einer immer größeren Biodiversitätskrise“. Wesentliche Auswirkung auf die Artenvielfalt haben unter anderem der großflächige Einsatz von Pestiziden, enge Fruchtfolgen und Überdüngung. Darunter leiden Insekten und Ackerwildkräuter. In Deutschland ist über ein Drittel der Ackerwildkräuter gefährdet. Arten wie Ackerrittersporn, die früher weit verbreitet waren, sind heute kaum noch zu finden. In den letzten 30 Jahren ist in Deutschland der Gesamtbestand der Insekten deutlich gesunken, in Agrarlandschaften ist der Rückgang besonders stark ausgeprägt. So sind zum Beispiel 41 Prozent der 560 hier vorkommenden Wildbienenarten gefährdet.

Nahrungsgrundlage von Vögeln geht verloren

Mit dem Verlust von Ackerwildkräutern und Insekten geht auch die Nahrungsgrundlage von Vogelarten der Agrarlandschaften verloren. Erst kürzlich öffentlich gewordene Zahlen zeigen, dass auch hier die Bestandsrückgänge dramatisch sind: Die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten ist in der EU zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen. Fast drei Viertel der einheimischen Vogelarten der Äcker und Wiesen stehen auf der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands.

Agrarwende längst überfällig

Dieser Bericht macht einmal mehr deutlich: Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden haben gravierende Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Wenn die konventionelle Landwirtschaft weiter betrieben wird wie bisher, gehen immer mehr Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verloren. Dies sieht auch die Präsidentin des BfN so und fordert eine Kehrtwende in der nationalen und europäischen Agrarpolitik.

Jetzt müssen die Verantwortlichen endlich handeln, denn eine Agrarwende ist längst überfällig. Der Einsatz von Ackergiften muss gestoppt werden und Monokulturen dürfen nicht weiter unser Landschaftsbild dominieren. Das die Erzeugung von Lebensmitteln auch anders geht, zeigt uns jeden Tag aufs Neue die ökologische Landwirtschaft.

Beteiligen Sie sich jetzt an unserer Aktion "Rettet die Vögel" und schreiben Sie an Umweltministerin Hendricks und Landwirtschaftsminister Schmidt, damit das Vogel- und Artensterben endlich gestoppt wird!

 

Agrar-Report 2017 - Biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft

Unsere Seiten zum Artensterben

Infomaterial
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Stummer Frühling
Wie wir das Bienensterben verhindern können

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Ackergifte? Nein Danke!

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