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Breiter Widerstand gegen Fracking: Gemeinsame Pressekonferenz von Gewerkschaften, Wasserwirtschaft und Umweltverbänden

Bundespressekonferenz Fracking

Bundespressekonferenz mit DNR, EKD, AöW, NGG und BBU

(Berlin, 23.3.2015) Gemeinsam mit weiteren Umweltorganisationen, der Evangelischen Kirche, der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft, einem Zusammenschluss aus Bürgerinitiativen gegen Fracking sowie der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) hat das Umweltinstitut am heutigen Montag eine Bundespressekonferenz organisiert.

Kurz vor dem geplanten Kabinettsbeschluss wollen wir erneut unsere Kritik am vorliegenden Fracking-Gesetzesentwurf deutlich machen und zeigen, dass sich der Widerstand durch die gesamte Gesellschaft zieht, und durch den Einsatz von Fracking neben der Umwelt auch zahlreiche Wirtschaftsbranchen Schaden nähmen.

Alle beteiligten Organisationen sind sich einig, dass der vorgelegte Gesetzesentwurf die privatwirtschaftlichen Interessen der Erdgasindustrie höher wertet als das Vorsorgeprinzip zum Schutz von Gesundheit und Umwelt. Damit besteht das Risiko schwerer Schäden für Grund- und Trinkwasser, Böden und Luft, deren negative Folgen und volkswirtschaftliche Kosten am Ende die Bürgerinnen und Bürger zu tragen haben. Gemeinsam forderten wir daher noch einmal vehement, Fracking in Deutschland zu verbieten.

Liselotte Unseld, Geschäftsführerin des Deutschen Naturschutzrings, vertrat die Umweltorganisationen auf dem Podium. Sie betonte, dass es sich bei dem geplanten Rechtsrahmen nicht wie vom Bundesumweltministerium behauptet um den schärfsten gesetzlichen Rahmen handelt, den es je gab. Vielmehr handele es sich um ein Gesetzespaket, das nur einige wenige Gebiete vom Einsatz der Fracking-Technik ausschließt und diese ansonsten weiträumig erlaubt. Christa Hecht von der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft forderte, dass die sehr gute Trinkwasserqualität in Deutschland nicht durch Fracking beeinträchtigt werden dürfe. Micha Heilmann von der Gewerkschaft NGG betonte, dass das Trinkwasser die Grundlage jeglicher Lebensmittelproduktion bilde. Die Gewerkschaft fordert daher ebenfalls ein Fracking-Verbot, um die Existenzgrundlage der Arbeitsplätze in der Lebensmittelwirtschaft nicht zu gefährden. Uwe Meinhold von der Evangelischen Kirche wiederum warnte, dass der geplante Fracking-Rechtsrahmen die Erreichung des Zwei-Grad-Ziels und damit die weltweiten Klimaschutzbemühungen torpediere.

Wir werden auch weiterhin dafür eintreten, Fracking in Deutschland zu verbieten und nicht mit einem lückenhaften Flickwerk an Teilregulierungen grundsätzlich zu ermöglichen.

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