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Ende Gelände für die Kohlekraft

(26. August 2015) „Rein in die Grube, raus aus der Kohle!“ So lautete das Motto der Protestaktion „Ende Gelände“, in deren Rahmen Hunderte UmweltaktivistInnen am 15. August für einige Stunden den Betrieb im Braunkohle-Tagebau Garzweiler für eine friedliche Demonstration stoppten. Sie wollten ein Zeichen setzen für den Klimaschutz, den das Rheinische Kohlerevier als größte CO2-Quelle Europas ernsthaft gefährdet, für den Schutz von Umwelt und Gesundheit, denn die bei der Kohleverstromung ausgestoßenen Schadstoffe wie Quecksilber, Arsen oder Feinstaub sorgen jedes Jahr für Tausende Tote, und gegen die Umsiedlung weiterer 3000 Menschen aus 12 Dörfern.

„Garzweiler ist das neue Wendland“

Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu letzte Woche: „Garzweiler ist das neue Wendland. Demonstranten übten jahrelang beim Protest gegen Atomkraft und ziehen nun gegen die Braunkohle zu Felde. Sie haben gute Gründe.“ Auch die Politik hat eigentlich längst eingesehen, dass dem Ausstieg aus der Atomkraft für eine echte Energiewende nun bald der „Kohlekonsens“, also ein Plan für den sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle folgen muss. Allein die Macht der Energielobby hindert sie noch daran, vernünftige Schritte wie den von Sigmar Gabriel vor einigen Wochen vorgeschlagenen „Klimabeitrag“ für alte, ineffiziente Kohlekraftwerke in die Tat umzusetzen. Doch eins ist klar: Inzwischen geht es in der Frage um den Kohleausstieg nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wann und Wie. Das ist der wohl bisher größte Erfolg der erstarkenden Anti-Kohle-Bewegung.

Stillstehende Kohlebagger

Indem sie sich vor die riesigen Kohlebagger stellten, die nach der Abholzung des Waldes der Region nun die Erde über den Kohleflözen abtragen, setzten die DemonstrantInnen von „Ende Gelände“ ein Zeichen. Mit dieser Aktion Zivilen Ungehorsams zeigten sie der Politik, wie dringend es ist, in der Energiepolitik den Worten Taten folgen zu lassen. Um die Energiewende – also den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien – nicht zur Farce werden zu lassen, muss die Bundesregierung schnell einen Plan für den sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung in den nächsten Jahren vorlegen.

Andante an der Kante

Nur zwei Wochen später bekam RWE erneut Besuch, diesmal im Tagebau Hambach. Die mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete Orchestergruppe Lebenslaute gab dort vor der Kulisse der Bagger ein klassisches Konzert. Die FriedensaktivistInnen fordern ebenfalls den Ausstieg aus der Kohle und eine dezentrale, komplett regenerative Energieerzeugung. Beide Protestaktionen schließen an eine Reihe weiterer friedlicher Demonstrationen der immer größer werdenden Anti-Kohle-Bewegung im letzten Jahr an – etwa die Menschenketten in der Lausitz im letzten Sommer und im Rheinischen Kohlerevier diesen Frühling mit Tausenden TeilnehmerInnen.

Infomaterial
1 / n

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Die gefährliche Renaissance der Kohle

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