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E.ON schafft Bad Bank für seine AKW

Kraftwerke

Mit der Entscheidung von E.ON, sämtliche konventionellen Kraftwerke des Unternehmens in eine neu zu gründende Gesellschaft auszugliedern, sollen die Kosten für den Rückbau und die Atommüllendlagerung den SteuerzahlerInnen aufgebürdet werden...

Der Strategiewechsel von E.ON ist nicht etwa der Einsicht geschuldet, dass wir unsere Stromerzeugung vollständig auf regenerative Energien umstellen müssen. Der Konzern entledigt sich damit nur seiner Verantwortung für alle künftigen Kosten der Atomwirtschaft und lässt seine schmutzigen und gefährlichen Kraftwerke weiter laufen.

Es genügt nicht, dass Umweltministerin Hendricks erklärt, die Industrie müsse selbstverständlich für die Kosten der Stilllegung, den Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung des Atommülls aufkommen. Vielmehr muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Atomkraftwerke und alle damit verbundenen Lasten rechtlich nicht von den Gewinnen der Atomkonzerne abgetrennt werden und am Ende der Steuerzahler der Dumme ist.

Die Verursacher des Atommüllproblems dürfen sich nicht heimlich von der Verantwortung verabschieden, indem sie selbst einen „Käufer“ für ihre AKWs gründen und diese, mit minimalen Rücklagen ausgestattet, mit dem Atommüll allein lassen.

Das Umweltinstitut fordert die Bundesregierung auf, die wiederholten Bestrebungen der Atomwirtschaft zu verhindern, sich aus der Haftung für ihre Atommeiler zu stehlen! Sie muss beispielsweise unverzüglich die Rückstellungen der AKW-Betreiber einfordern und in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einbringen.

Das Umweltinstitut hat vor einigen Monaten zusammen mit der Organisation .ausgestrahlt die Online-Aktion „Wir zahlen nicht für euren Müll“ gestartet. Schon fast 70.000 Menschen unterstützten diese Aktion und forderten, dass die Energiekonzerne selbst für die Folgekosten der Atomenergie aufkommen müssen – und nicht die SteuerzahlerInnen. Unter www.umweltinstitut.org ist eine Beteiligung weiterhin möglich.

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