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Explosion im französischen AKW Flamanville

AKW Flamanville

Das Atomkraftwerk Flamanville
Bild: Schoella/Wikimedia

(09. Februar 2017) Im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville an der Atlantikküste hat sich heute Morgen eine Explosion ereignet. Nach ersten Angaben fand sie im nicht-nuklearen Bereich statt, Radioaktivität sei nicht freigesetzt worden. Dennoch wurde ein Reaktor heruntergefahren.

Die Explosion habe im Maschinenhaus stattgefunden, fünf Arbeiter hätten „leichte Vergiftungen“ erlitten. Die Explosion hatte sich ergeben, nachdem ein Feuer ausgebrochen war. Die Ursache ist bislang nicht bekannt. Laut den Behörden handelt es sich um „einen bedeutenden technischen Vorfall, aber nicht um einen Atomunfall“.

Vor Ort herrscht derzeit Nordostwind, mit geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit. Sollte doch Radioaktivität freigesetzt werden, würde sie momentan Richtung Atlantik verfrachtet werden, nicht auf das Festland.

Das Umweltinstitut München untersucht rund um die Uhr die Luftradioaktivität in München. Sollte ein Anstieg der Aktivität zu verzeichnen sein, der von der üblichen Schwankungsbreite deutlich abweicht, werden wir die Öffentlichkeit unverzüglich informieren.

Flamanville liegt im Département Manche in der Normandie, an der Westküste der Halbinsel Cotentin am Ärmelkanal. Der Luftlinienabstand zu München beträgt 1000 km, zum Saarland etwa 640 km. Zum Vergleich: Der Abstand von München zu Tschernobyl beträgt knapp 1400 km. In Flamanville sind zwei Reaktoren in Betrieb, sie gingen 1985 bzw. 1986 ans Netz. Ein weiterer Block, der pannengebeutelte Prototyp des Europäischen Druckwasserreaktors EPR, ist seit 2007 in Bau, Fertigstellung ungewiss.

Geografische Lage von Flamanville. Bild: Eric Gaba, J. Schwerdtfeger

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