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Unkrautvernichter Glyphosat: Praktisch jede/r ist belastet

Urinale

Bild: Ackergifte? Nein danke!

(04.03.2016) Heute wurden in Berlin die Ergebnisse der "Urinale" veröffentlicht, der mit über 2000 Probanden bisher größten Datenerhebung zur Glyphosat-Belastung in Deutschland. Demnach sind bei 99,6% der TeilnehmerInnen Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat im Urin nachweisbar.

Bei 75 Prozent der Proben lag die Belastung mit mindestens 0,5 ng/ml um ein Fünffaches höher als der Grenzwert für Trinkwasser mit 0,1 ng/ml zulässt. Am höchsten belastet ist der Urin von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 19 Jahren. Fleischessende StudienteilnehmerInnen wiesen höhere Belastungen als VegetarierInnen und VeganerInnen auf. Zudem konnte bei der Datenerhebung festgestellt werden, dass Bio-EsserInnen weniger belastet sind als Menschen, die sich konventionell ernähren.

Die Urinale-Untersuchung bestätigt damit die Ergebnisse einer Studie des Umweltbundesamtes, wonach ein großer Teil der Bevölkerung Glyphosat im Urin hat.

Meist eingesetztes Herbizid der Welt

Glyphosat ist nach Bewertung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wahrscheinlich krebserregend beim Menschen und erbgutschädigend. Dennoch ist Glyphosat der weltweit und auch in Deutschland meist eingesetzte Herbizidwirkstoff. Jährlich werden allein hierzulande rund 5400 Tonnen davon auf Äckern und in Gärten verspritzt. Das ist eine ungeheure Menge.

Rückstände davon finden sich deshalb auch in unseren Lebensmitteln. In Getreide, Backwaren und Hülsenfrüchten wurden in der Vergangenheit häufig Spuren des Totalherbizids festgestellt. Und wie unsere letzte Woche veröffentlichte Untersuchung zeigt, kann auch Bier mit Glyphosat belastet sein. Über die Lebensmittel, die wir täglich konsumieren, gelangt der Stoff schließlich auch in unseren Körper und in den Urin. Glyphosat wird so zum Bumerang für unsere Gesundheit.

Was folgt daraus?

Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamts, brachte es heute auf den Punkt:

Keine Neuzulassung von Glyphosat!

Die logische Konsequenz daraus kann nur sein, Glyphosat jetzt aus dem Verkehr zu ziehen. Dass das möglich ist, zeigt der ökologische Landbau, der ohne den Unkrautvernichter auskommt.

Das Umweltinstitut fordert die Bundesregierung daher auf, am 7./8. März in Brüssel gegen die Wiederzulassung von Glyphosat zu stimmen!

Infomaterial
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Roundup und Glyphosat
Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

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Gift im Garten
Das Umweltinstitut fordert, den Einsatz glyphosathaltiger Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen. Lesen Sie hier, welche Argumente für ein solches Verbot sprechen.

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Umweltschutz und gesunde Lebensmittel
Broschüre Ökolandbau - Sie können die 24-seitige Broschüre im pdf-Format hier downloaden.

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Ackergifte? Nein Danke!
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