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Gute Nachrichten: Maui beschließt Gentechnik-Moratorium

Logo der Kampagne GMO free Maui

Maui County, das vier Inseln im Bundesstaat Hawaii umfasst, hat sich in einer Volksabstimmung knapp für ein Gentechnik-Moratorium entschieden. Es ist das strikteste, das es in den USA je gab und neuer Höhepunkt der immer kritischeren Einstellung der US-BürgerInnen zur Gentechnik.  

Im Mai dieses Jahres hatten über 9.000 BürgerInnen in Maui eine Initiative unterzeichnet, die den Anbau von genmanipulierten Pflanzen solange verbietet, bis Studien zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken abgeschlossen sind. Diese Studien soll der Kreis Maui auf Kosten derer, die Gentechnik nutzen wollen, durchführen und dabei die Öffentlichkeit beteiligen. Dabei soll auch das Risiko des Pestizideinsatzes untersucht werden, der mit den genmanipulierten Pflanzen einhergeht.  

Diese strikte Regelung ist den Konzernen natürlich ein Dorn im Auge. Besonders brisant: In Maui vermehrt Monsanto selbst genmanipuliertes Saatgut. Innerhalb der letzten Monate wurden im Rahmen einer großangelegten Kampagne gegen die Initiative 8 Millionen Dollar ausgegeben - finanziert von den Gentech-Konzernen Monsanto und DowAgroscience. Für jede Nein-Stimme wurden damit fast 350$ ausgegeben - allerdings ohne Erfolg: Bei der Abstimmung am 4. November sprachen sich 23.082 WählerInnen für und nur 22.005 gegen die Initiative aus.  

Wenn das Gesetz umgesetzt wird, werden damit vier Inseln in den USA vorerst gentechnikfrei und folgen bei der Zulassung in Zukunft dem Vorsorgeprinzip. Doch Monsanto und Dow lassen nicht locker und klagen nun mit formalen Argumenten gegen das Gesetz. Bis sicher ist, ob es Bestand hat, werden noch ein paar Monate vergehen.

US-Bevölkerung immer kritischer gegenüber Gentechnik
Kampagne für Gentechnikkennzeichnung in Californien

Für die Gentech-Konzerne ist die Entwicklung der letzten Jahre in den USA eine Katastrophe. Eine Bürgerinitiative im bevölkerungsstarken Bundesstaat Kalifornien zur Gentechnik-Kennzeichnung ("Proposition 37") ging 2012 mit 48,6 Prozent Zustimmung noch knapp verloren. Damals gaben die Konzerne 46 Millionen Dollar für ihre Pro-Genkampagne aus - wovon je zwei Millionen von den deutschen Unternehmen BASF, Bayer und dem schweizer Konzern Syngenta kamen. Auch in mehreren anderen Bundesstaaten konnten die Konzerne die öffentliche Meinung noch gegen eine Kennzeichnungspflicht von Gentechnik in Lebensmitteln drehen.  

Doch die GentechnikgegnerInnen ließen nicht locker und konnten dieses Jahr mit Vermont den ersten kompletten Bundesstaat für eine Kennzeichnungspflicht gewinnen. Maine und Connecticut haben zudem beschlossen, sich anzuschließen, sobald mehr als 20 Millionen US-BürgerInnen in Staaten mit der Kennzeichnungspflicht leben. Vor dem Hintergrund der ausufernden Pestizideinsätze gegen immer resistentere Unkräuter nimmt der Kampf gegen Gentechnik nun auch in ihrem bisher treusten Markt Fahrt auf. Die Abstimmung in Maui ist ein neuer Höhepunkt dieser Entwicklung.  

Wenn die deutsche Bundesregierung sagt, dass es mit Gentechnik in den USA keine Probleme gibt und die Menschen dort die Technologie längst akzeptiert haben, so ist das eine glatte Lüge. Gentechnik ist nicht auf dem Vormarsch. Die Gentechnikfreiheit Europas ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern ein Zukunftsmodell. Allerdings müssen wir wachsam bleiben: Die Konzerne werden weiterhin versuchen, den europäischen Markt zu öffnen. Und sie haben dafür sehr viel Geld zur Verfügung.

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