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Monsanto verfälscht eigene Studien zu Glyphosat

Tierversuche, Tierstudien, Studien

Hat Monsanto Studien manipuliert?
Foto: Anyaivanova / Fotolia.de

(18.11.2015) Eine kürzlich bekannt gewordene Publikation erhebt äußerst schwere Vorwürfe gegen den Saatgut- und Agrochemie-Riesen Monsanto. Nach den Autoren – Anthony Samsel und Stephanie Seneff – wusste Monsanto seit Langem von der krebserzeugenden Wirkung von Glyphosat. Um diese Tatsachen zu verschleiern und eine Zulassung für seinen Wirkstoff zu erhalten, habe Monsanto bewusst Studien manipuliert.



Krebsrisiko seit den 80ern bekannt

Aus der Studie von Samsel und Seneff wird ersichtlich, dass Monsanto mindestens seit den anfänglichen 1980er Jahren weiß, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Die zugrundeliegenden Daten stammen von der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA. Einer der Autoren hatte bei der EPA nach dem Informationsfreiheitsgesetz detaillierte Informationen zu den ersten Studien über Glyphosat erhalten – Studien, die Monsanto selbst angefertigt hatte.

Unerwünschte Studieneffekte weggeschummelt

Die Autoren werfen Monsanto vor, absichtlich Studien verfälscht zu haben. Signifikante Hinweise auf Tumore wurden von Monsanto mit Daten vertuscht, die aus ganz anderen Studien stammen. Der Zweck: Die nicht zugehörigen Daten ließen die statistische Signifikanz verschwinden. Keine Signifikanz, kein Krebsrisiko.

Auf diese Weise wurden die Behörden nicht auf das Krebsrisiko von Glyphosat aufmerksam. Vermutlich hat Monsanto die ursprüngliche Zulassung für Glyphosat nur durch diese Schummeleien bekommen.


TV-Tipp

"Glyphosat krebserregend oder harmlos?": Zu diesem Thema brachte am 19. November im Bayerischen Rundfunk das Magazin quer einen Sendungsbeitrag.

An dieser Sendung hat das Umweltinstitut mitgewirkt. Unsere Referentin Sophia Guttenberger äußert sich darin unter anderem kritisch zur Risikobewertung des Pflanzengifts.

Hier geht's zum Video in der Mediathek.

Infomaterial
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Roundup und Glyphosat
Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

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Gift im Garten
Das Umweltinstitut fordert, den Einsatz glyphosathaltiger Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen. Lesen Sie hier, welche Argumente für ein solches Verbot sprechen.

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Umweltschutz und gesunde Lebensmittel
Broschüre Ökolandbau - Sie können die 24-seitige Broschüre im pdf-Format hier downloaden.

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Ackergifte? Nein Danke!
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