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Offener Brief: Händler sollen Glyphosat auslisten

Mann spritzt Glyphosat

Bild: Fotolia

(18. Juni 2015) Trotz der Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ (WHO, März 2015) ist es immer noch problemlos möglich dieses Totalherbizid in vielen Baumärkten und auch im Internet zu erwerben.

Als erstes Positiv-Beispiel ist im Mai dieses Jahres toom mit der Ankündigung voran gegangen, Glyphosat auszulisten. Inzwischen haben folgende Anbieter nachgezogen: Bauhaus, Obi, Globus Baumarkt, Gartencenter Holland, Pflanzen-Kölle, Knauber und das Gartencenter Augsburg.

Doch viele andere Händler setzen weiter auf Glyphosat. Aus diesem Grund haben wir jetzt 26 Baumärkte und Internethändler angeschrieben und aufgefordert, Glyphosat aus dem Sortiment zu nehmen. Darunter befinden sich der Internetgigant Amazon, ebenso wie die großen Ketten BayWa, Hagebau und Hornbach.

Wir fordern die Baumärkte und Internethändler auf
  • mit sofortiger Wirkung alle glyphosathaltigen Mittel aus ihrem Sortiment zu verbannen.
  • die Restbestände nicht zu verkaufen, sondern als unbrauchbar an den Hersteller zurück zu senden, um zusätzlich Druck auf Monsanto und Co. aufzubauen.

Lesen Sie hier unseren offenen Brief:

Zum Download (pdf)

Der Protest geht weiter

Wir werden uns weiterhin für ein flächendeckendes Verbot glyphosathaltiger Mittel in der Landwirtschaft, auf öffentlichen Flächen sowie im Haus- und Kleingarten einsetzen. Denn dass ein vollständiges Verbot von Glyphosat möglich ist, zeigen die Beispiele El Salvador und Sri Lanka. In Bermuda herrscht momentan zumindest ein einstweiliges Verbot. Ein teilweises Verbot hat zudem Holland ausgesprochen. Auch Frankreich hat ein Verbot der Abgabe an Privatpersonen seit 2014 in Planung. Dort soll in mehreren Stufen der Kauf zunächst erschwert und schließlich gänzlich verboten werden.

Um ein vollständiges Verbot dieses Totalherbizids in Deutschland zu fordern, überreichten wir im Januar letzten Jahres über 200.000 Unterschriften gegen Glyphosat an das Bundeslandwirtschaftsministerium. Wir forderten zudem einen Importstopp für genmanipulierte Lebens- und Futtermittel, die routinemäßig mit hohen Mengen an glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden.

Update: Debatte im Bundestag

Am Freitag (19. Juni 2015) wurde im Bundestag über Glyphosat debattiert. Ein Antrag der Linken, den Einsatz glyphosathaltiger Mittel einzuschränken, wurden abgelehnt. Ein weiterer Antrag von den Grünen wurde zur Beratung an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft überwiesen. Die Koalition lehnt Forderungen nach einem vollständigen Verbot  und auch nach schärferen Anwendungsvorschriften ab.

Infomaterial
1 / n

Roundup und Glyphosat
Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

Download (PDF, 395 kB)

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Gift im Garten
Das Umweltinstitut fordert, den Einsatz glyphosathaltiger Mitteln im Haus- und Kleingartenbereich sofort zu stoppen. Lesen Sie hier, welche Argumente für ein solches Verbot sprechen.

Download (PDF, 476 kB)

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