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Umweltbundesamt veröffentlicht Daten zur Glyphosat-Belastung der Deutschen

Bill Dickinson, Probenröhrchen, Labor

© Bill Dickinson / Flickr

(26.01.2016) Das Umweltbundesamt (UBA) hat die aktuelle Debatte um den Unkrautvernichter Glyphosat zum Anlass genommen, archivierte Urinproben auf Rückstände hin untersuchen zu lassen. Aus den Jahren 2001 bis 2015 wurden insgesamt 400 Proben getestet. Das Ergebnis: Das UBA konnte seit 2001 einen substantiellen Anstieg im Glyphosat-Gehalt feststellen.

Der Urin stammt aus der Umweltprobenbank des Bundes. Analysiert wurden archivierte Urinproben von StudentInnen zwischen 20 und 29 Jahren.

Es handelt sich dabei um eine Vorveröffentlichung der ersten Ergebnisse. Zusätzlich hat das UBA eine vollständige Studie zur Glyphosatbelastung in Deutschland über die Jahre hinweg angekündigt.

Gesteigerter Einsatz in der Landwirtschaft = gestiegene Belastung?

Diese erste Untersuchung zeigt jedoch, dass die Belastung der Bevölkerung mit dem Wirkstoff Glyphosat seit 2001 scheinbar angestiegen ist. Das deckt sich auch mit den jährlichen Absatzmengen, die von 1993 bis 2010 von 1093 t auf 5007 t in die Höhe geschnellt sind (Antwort der deutschen Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des grünen Bundestagsabgeordneten Harald Ebner).

Urinale

Innerhalb der nächsten Monate erwarten wir zudem die Veröffentlichung der Ergebnisse der großangelegten zivilgesellschaftlichen Studie "Urinale". Die Urinale hat den Urin von mindestens 1000 Freiwilligen aus Deutschland ebenfalls auf Glyphosat hin testen lassen, um die Belastung der deutschen Bevölkerung mit dem Totalherbizid zu ermitteln. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet, weil bis Ende Juni 2016 die Entscheidung über die Wiederzulassung von Glyphosat als aktiver Wirkstoff getroffen wird.

Wir fordern: Keine Neuzulassung von Glyphosat!

Wir fordern ein Verbot von Glyphosat – für Privathaushalte, auf öffentlichen Flächen und in der Landwirtschaft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit müssen endlich zum Schutze der europäischen Bevölkerung handeln! Sie müssen das Vorsorgeprinzip einhalten und den wahrscheinlich krebserregenden Stoff vom Markt nehmen.

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