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Gen-Weizen - Nein Danke!

+++ A K T U E L L +++

Über 18.586 Einwendungen haben die Genehmigung der Freisetzung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 5.12.2012 zwar nicht verhindern können, jedoch bis auf Weiteres verzögert. Der Protest und die öffentliche Aufmerksamkeit haben bewirkt, dass die Freisetzung in der Anbausaison 2012/2013 nicht durchgeführt wird. Ein toller Erfolg. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützern!

Jetzt einwenden!
genweizen

Obwohl inzwischen die führenden deutschen Gen-Saatgutkonzerne eingesehen haben, dass Gentechnik in Europa keine Chance hat, sind einige Wissenschaftler weiterhin unbelehrbar. So will das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik (IPK) erneut ab Herbst 2012 genmanipulierten Weizen in Üplingen (Bördekreis, Sachsen-Anhalt) freisetzen.

Die Gen-Pflanzen, die in Üplingen freigesetzt werden sollen, wurden so manipuliert, dass sie einen erhöhten Korn- und Proteingehalt aufweisen. Der Gen-Weizen wurde dann durch herkömmliche Züchtung in Qualitäts- und Backweizen eingekreuzt. Daher ist wohl eine weitere Verarbeitung der Gen-Pflanzen im Lebensmittelbereich vorgesehen und damit findet der Gen-Weizen den direkten Weg auf unsere Teller.

Weizen ist das wichtigste Grundnahrungsmittel in Europa und eine der wichtigsten Nahrungspflanzen weltweit. Und Deutschland ist einer der wichtigsten Weizenproduzenten der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche knapp 67 Kilogramm Weizen pro Jahr in Form von Brot und Brötchen, Backwaren, wie Kuchen und Pizza, Nudeln und Fertiggerichten. Dabei ist Brot nach wie vor eine unentbehrliche Grundlage menschlicher Existenz, Kultur und Zivilisation.

Nach wie vor lehnen die deutschen und europäischen Verbraucher Gentechnik in Lebensmitteln ab. Ein enormer Imageschaden durch den Anbau von Gen-Weizen für die deutsche Landwirtschaft, Mühlenbetriebe, Bäcker und Verarbeitungsbetriebe ist absehbar und wird letztendlich viele Betriebe ihre Existenz kosten. Allein die zusätzlichen Kosten werden von Handwerk und Mittelstand kaum zu stemmen sein.

Jetzt einwenden!
Musterieinwendung genweizen

Gen-Weizen ist in Europa unverkäuflich und eine existenzielle Bedrohung für Landwirtschaft und Lebensmittelhersteller - Wenden Sie ein! Bitte füllen Sie die Mustereinwendung deutlich und in Druckschrift aus und senden sie bis spätestens 24. Oktober 2012 dort eingehend an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Mauerstraße 39-42, 10117 Berlin.

 

Bitte unbedingt beachten:

Einwendungen im Genehmigungsverfahren der Gen-Weizen-Freisetzung sind das zentrale Element, um Ihre persönliche Betroffenheit bzw. die Betroffenheit von Natur und Umwelt darzustellen. Einwenden kann jeder, Verbrauchrinnen und Verbraucher, Landwirte, Saatgutproduzenten, Lebensmittelhersteller aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Das Verfahren der Bürgerbeteiligung ist streng geregelt. Online-Aktionen und Emails sind nicht möglich. Eine gültige Einwendung muss fristgerecht in Papierform bei der Genehmigungsbehörde eingehen. Damit Ihre Stimme gültig ist, müssen weitere Punkte beachtet werden:

    • Ihr Name und Ihre Adresse muss vollständig und gut lesbar sein.

    • Ihre Einwände, Name, Adresse, Datum und persönliche Unterschrift müssen auf einem Blatt sein. Ihre Einwendung muss daher doppelseitig kopiert oder fest zusammen geklebt sein.

    • Am Stichtag 24. Oktober muss die Einwendung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingegangen sein.

Natürlich können Sie den Text unserer Mustereinwendung verändern oder ergänzen.

  • Deutschland ist einer der größten Weizenproduzenten der Welt. Eine Kontamination von Weizenbeständen durch den beantragten Versuch könnte daher gravierende ökonomische Folgen für die deutsche Land- und Lebensmittelwirtschaft haben.

  • Der Sicherheitsabstand zu den nächsten Weizenfeldern soll lediglich 50 Meter betragen, obwohl Auskreuzungsdistanzen bis zu 2,75 Kilometern nachgewiesen wurden. Gentechnische Verschmutzung benachbarter Weizenfelder ist dadurch vorprogrammiert.

  • Im Falle einer Auskreuzung in herkömmliche Weizenfelder steigt die Gefahr einer völlig unkontrollierbaren Verbreitung der Gen-Konstrukte. Denn Weizen gehört zu den Pflanzen, die noch nachgebaut werden.

  • Gesundheitliche Risiken als Nebeneffekte der Manipulation am Erbgut der Weizenpflanzen sind sehr wahrscheinlich. Auch kann sich durch den gentechnischen Einbau neuer Konstrukte und die Veränderung der Proteinzusammensetzung das bereits bestehende Unverträglichkeitsphänomen möglicherweise verstärken.

  • Das IPK, eine Stiftung des Bundes und der Bundesländer, entwickelt unter dem Deckmäntelchen der Forschung mit Millionenbeträgen aus den Taschen der Steuerzahler Gen-Pflanzen und forciert damit eine gesellschaftlich nicht akzeptierte Risikotechnologie. Die Industrie, wie hier die Nordsaat Saatzucht GmbH, kann erst einmal aus dem Hintergrund agieren und damit Kritik und finanzielle Risiken vermeiden.