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Gen-Futter in Bayern

Die Bayerische Staatsregierung lehnt den Anbau genmanipulierter Pflanzen klar ab. Beim Einsatz genmanipulierter Futtermittel ist man hingegen nicht so konsequent. Sehr begrüßenswert ist zwar das Aktionsprogramm „Heimische Eiweißfuttermittel“, mit dem der Eigenanbau gestärkt und so der Soja-Import reduziert werden soll. Benötigt werden aber jährlich etwa 800.000 Tonnen für die bayerische Landwirtschaft. Dabei handelt es sich überwiegend um Gen-Soja aus Argentinien und Brasilien.

Für faire Informationen über Fütterung und Gentechnik

Das Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft, zu dem auch das Umweltinstitut München gehört, ist empört über die völlig unkritische öffentliche Verlautbarung der Bayerischen Staatsregierung, eine Fütterung ohne Gentechnik sei nicht möglich. Deshalb fordert das Bündnis den bayerischen Landwirtschaftsminister, Helmut Brunner, in einem Brief auf, ab sofort fair über Gentechnik in Futtermitteln zu informieren und erläutert nochmals deren Risiken.
Hier finden Sie den Brief als PDF

Denn unabhängig von der Frage, ob überhaupt so viel Fleisch, Milch und Eier produziert werden müssen, gibt es Alternativen zu Gen-Soja: Der Anbau von garantiert gentechnikfreier Soja ist 2011 erneut gestiegen. Insgesamt – so wird geschätzt – sind 30 bis 40 Prozent aller Soja-Importe nach Europa gentechnikfrei. Das ist mehr als ausreichend für die bayerische Landwirtschaft. Doch auch die gesamteuropäische Versorgung mit gentechnikfreier Soja wäre nach kurzer Umstellungsfrist möglich. Mit steigender Nachfrage vergrößert sich in den Anbauländern die gentechnikfreie Anbaufläche.

Einsatz von Herbizid Roundup nimmt zu

© Umweltinstitut München e.V.

Gleichzeitig steigt der Pestizidverbrauch beim Anbau von Gen-Soja in Argentinien dramatisch an. 2008 wurden bereits 200 Millionen Liter des Pflanzengiftes Roundup von Monsanto gespritzt. Nach jüngsten Angaben sollen es 2011 bereits 300 Millionen Liter sein. Die Folgen für die Gesundheit und Umwelt sind verheerend.
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»Allestöter Roundup verbieten«

Umweltinstitut kritisiert Infos der LfL

Bereits im Oktober 2011 kritisierte das Umweltinstitut München öffentlich die Informationen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die Landwirte offenbar davon überzeugen will, genmanipuliertes Tierfutter einzusetzen.
Lesen Sie hierzu die Stellungnahme des Umweltinstitut München