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Gentechnik-Verflechtungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern laufen die Fäden im Bereich der Agrogentechnik bei wenigen Personen zusammen, die jeweils eine Fülle von Funktionen auf verschiedensten Ebenen einnehmen. Zu nennen sind dabei insbesondere Kerstin Schmidt sowie Prof. Inge Broer von der Universität Rostock.
Wichtige Knotenpunkte in diesem Geflecht sind der Gentechnik-PR-Verein FINAB, sein kommerzieller Arm, das Unternehmen biovativ GmbH, der Projektverbund BioOK sowie das AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz.

Offenbar dienen in Mecklenburg-Vorpommern gentechnische Freisetzungsversuche und öffentliche Forschungsgelder dazu, entweder die eigene Firma mit Aufträgen zu bedienen oder ausgewiesene Gentechnik-Lobbyisten und deren Privatfirmen zu versorgen: Deutlich wird dies insbesondere an dem laufenden Freisetzungsversuch mit Pharma-Kartoffeln sowie dem geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen in Mecklenburg-Vorpommern.

Führende Wissenschaftler haben Einfluss auf alle Ebenen der Forschungsförderung, Forschung, Entwicklung bis hin zur Genehmigung von genmanipulierten Pflanzen. Dies wird insbesondere an der Person von Prof. Broer deutlich, die auf jeder denkbaren Ebene der Markteinführung von genmanipulierten Pflanzen anzutreffen ist, unter anderem:

  • im Europäischen Forschungsrat,

  • als Patenterfinderin für den Bayer-Konzern,

  • als Gentechnik-Lobbyistin beim Verein FINAB,

  • als Unternehmerin bei der Firma biovativ, dem kommerziellen Arm von FINAB,

  • als Projektbeteiligte an BioOK, einem Projektverbund, der maßgeschneiderte Zulassungsverfahren entwickeln will,

  • als öffentliche und vermeintlich unabhängige Forscherin an der Universität Rostock,

  • in nationalen Gremien, die über Freisetzungsversuche mit genmanipulierten Pflanzen entscheiden (Bundesinstitut für Risikobewertung),

  • sowie in der EU-Behörde (EFSA), die die Sicherheit von transgenen Pflanzen bewerten soll.

Eine unabhängige Forschung im Bereich der Agro-Gentechnik, deren Ergebnissen eine überwiegend kritische Öffentlichkeit vertrauen kann, ist in der beschriebenen Forschungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern schwer vorstellbar. Hier werden offenbar öffentliche Gelder in Hände geleitet, die nicht öffentlichen Interessen dienen.