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Gentechnik-Verflechtungen in Sachsen-Anhalt

Die Gentechnik-Landschaft in Sachsen-Anhalt ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Lobbyorgansiationen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Das Herz der Agro- Gentechnikszene ist das Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben.

Unternehmen und Lobbyvereine wurden und werden in Sachsen-Anhalt vor allem mit Landesmitteln, aber auch aus den Töpfen von Bundesministerien und der EU seit Jahren massiv gefördert. Es existieren enge Verbindungen zwischen Politik, Gentechnikfirmen und Lobbyisten. So sitzen oder saßen zentrale Akteure teils in verantwortlicher Position im Landtag. Ein Spezialfall in Deutschland ist das Engagement der katholischen Kirche bei der Förderung der Agro-Gentechnik in Sachsen-Anhalt. Das Bistum Magdeburg unterstützte mit rund drei Millionen Euro die Errichtung eines neuen Gentechnik-Zentrums, des Bioparks Gatersleben. Eine weitere Besonderheit ist das wirkungsmächtige und finanziell gut aufgestellte Lobbynetzwerk InnoPlanta, in dem Fäden zwischen Industrie, Organisationen, PR und Forschung zusammenlaufen. Doch offenbar nutzen auch beste Verbindungen nichts, um die Agro-Gentechnik in Sachsen-Anhalt auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen. Die Gentechnik- Firma Novoplant in Gatersleben musste 2008 seine Pforten schließen. Und auch um die Zukunft des Renommierprojektes Biopark Gatersleben ist es nicht gut bestellt. Die Investoren sitzen praktisch allein in dem riesigen Gebäudekomplex: Eine weitere bittere Pleite für die Gentechnik-Lobbyisten in Ostdeutschland ist absehbar.