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Ausflüge & Aktionstage 2011

Projektbericht "Ökolandbau erleben" 2011

Einem Großteil der Kinder und Jugendlichen fehlt die Beziehung zu den natürlichen Lebensabläufen, wie zum Beispiel die Herkunft des eigenen Essens. Lebensmittel erfahren keine Wertschätzung mehr, ein bewusstes Aufnehmen von Nahrung findet nicht statt. Dadurch werden die jungen Menschen anfälliger für Süchte und Essstörungen, viele Lebensmittel landen ungeachtet im Müll.

Im Rahmen des Projektes "Ökolandbau erleben" werden mit Münchner Schulen und Kindertageseinrichtungen Ausflüge auf Bio-Bauernhöfe durchgeführt und so der Naturentfremdung entgegengewirkt. Die jungen Menschen tauchen für einen Tag in die ökologische Lebensmittelproduktion ein und dürfen selber tatkräftig mit anpacken. Mit viel Bewegung und frischer Luft lernen die Kinder und Jugendlichen, worauf es bei einer ökologischen Bewirtschaftung ankommt und wie gesunde Bio-Lebensmittel produziert werden. Themen, wie die positiven Umweltwirkungen des Öko-Landbaus, die Bedeutung regionaler Lebensmittelerzeugung und artgerechter Tierhaltung werden dabei aufgegriffen und anschaulich vermittelt. Die Tagesausflüge finden in Kooperation mit biologisch bewirtschafteten Betrieben in der Region München statt. Alle Betriebe sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Auch 2011 konnte ein reges Interesse vieler Schulen und Kindertagesstätten am Themenkomplex Ökolandbau und Bio-Lebensmittel verzeichnet werden. Ein zunehmendes Problembewusstsein bezüglich der Ernährung von Kindern und Jugendlichen ist deutlich zu bemerken. Für 2012 liegen uns bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Die erfreuliche große Nachfrage bestätigt eine Weiterführung der Projekte in den kommenden Jahren.

Projektergebnisse 2011
  • Im Zeitraum von Juni bis Oktober 2011 wurden 37 Exkursionen mit rund 1000 Kindern, Jugendlichen, LehrerInnen, ErzieherInnen sowie Eltern zu den beteiligten Kooperationsbetrieben durchgeführt.

  • Für die große Mehrheit der Münchner Kinder und Jugendlichen war der Tag auf dem Öko-Bauernhof der erste Kontakt in ihrem Leben mit Ackerbau und Nutztieren. Mit dem Projekt "Ökolandbau erleben" wurde die Produktion von Lebensmitteln für sie nachvollziehbar.

  • Erneut bewiesen hat sich das Einbinden der Lehrkräfte in den Projektablauf. Auch sie sind Zielgruppe der Veranstaltungen und wurden dazu aufgefordert, die Ausflüge auf die Bauernhöfe im Unterricht vorzubereiten. Hierzu stellte das Umweltinstitut die Broschüre "Gesunde Umwelt, gesunde Menschen - Lebensmittel aus ökologischem Anbau" zur Verfügung.

  • Als besonders erfreuliches Ergebnis kann auch für 2011 festgehalten werden, dass gerade Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oft mit überdurchschnittlichen Kenntnissen von landwirtschaftlichen Produkten und Abläufen glänzen konnten.

  • Im Jahr 2011 wurden annähernd 120 Anfragen zu Ausflügen auf Bio-Bauernhöfe und nach Informationen zur Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung bearbeitet.
Projektbericht "Ökolandbau verstehen" 2011

Das Ernährungsverhalten wird schon von klein auf geprägt. Wer als Kind eine gesunde Lebensweise erlernt, kann davon ein ganzes Leben lang profitieren. Es gilt daher, im Sinne einer Gesundheitsvorsorge, präventiv zu arbeiten und Kinder frühzeitig für eine gesunde, schadstofffreie Ernährung zu sensibilisieren. Gesunde Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung sind dabei unerlässlich. Kinder und Jugendliche haben oft kaum noch Bezug zur Lebensmittelerzeugung. Sie wissen nicht mehr, wie frische Produkte tatsächlich aussehen, riechen, schmecken oder sich anfühlen.

Das Bildungsprojekt "Ökolandbau verstehen" bietet Projekttage an Schulen zur altersgerechten Vermittlung und Vertiefung von Aspekten des ökologischen Landbaus an. Hierbei werden - von der ersten bis zur 12. Klasse - unter Verwendung von praxisbezogenen und altersgerechten Unterrichtsmaterialien Hintergründe über ökologisch erzeugte Lebensmittel und gesunde Ernährung vermittelt. Im Rahmen der einzelnen Unterrichtseinheiten werden bei den Schülern die visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische und haptische Wahrnehmung angesprochen. Ziel ist das Verstehen des ökologischen Landbaus durch das Wahrnehmen mit allen Sinnen.

Projektergebnisse 2011
  • Insgesamt wurden 26 Aktionstage mit etwa 650 Kindern an Münchner Schulen durchgeführt.

  • Da viele Klassen im Vorfeld der Projekttage einen Bio-Bauernhof besucht hatten, verfügten die meisten SchülerInnen bereits über ein gutes Grundwissen über die ökologische Landwirtschaft. Auf dieses aufbauend, konnten je nach Altersstufe weiterführende Themen, wie gesunde Ernährung, Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Klima und Saisonalität der Lebensmittel, erarbeitet werden.

  • Im Anschluss an die theoretischen Unterrichtseinheiten bereiteten die Schüler ein gemeinsames gesundes Frühstück zu. Auf diese Weise lernten die Schüler, dass Lebensmittel nicht aus der Tüte kommen, dass es nicht schwer ist und Spaß macht, frische Lebensmittel zuzubereiten und dass ein gesundes Frühstück schmeckt und Kraft für den Tag bringt.

  • Obwohl das Frühstück ausschließlich aus frischen und vollwertigen Produkten ohne jeglichen Zusatz von Zucker zubereitet wurde, aßen alle Kinder mit großem Appetit.

  • 2011 wurde erstmals im Rahmen des Bildungsprojektes eine Lehrerfortbildung "Ökolandbau im Unterricht" durchgeführt. 21 LehrerInnen aus Münchner Schulen und eine Erzieherin nahmen an dem Angebot teil.