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Projektbericht "Lehrerfortbildungen 2011"

Melken, Füttern, Ernten

22 Lehrer und Lehrerinnen aus Münchner Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien und Berufsschulen trafen sich am Dienstag, den 05. Juli 2011, um 8:30 Uhr auf dem Demeter-Betrieb Obergrashof in Dachau, um an der Fortbildung "Ökolandbau im Unterricht" teilzunehmen. Doch bevor es um die Frage ging, wie der Ökolandbau in den täglichen Unterricht integriert werden kann, durften die Lehrer erst einmal selber anpacken:

Schafe melken, Kälber füttern, Rettich und Karotten ernten - auch bei Erwachsenen gilt: Nur wer selbst erlebt, kann auch wirklich begreifen.

Wieso, weshalb, warum: Über Blühstreifen und Dreifachnutzung bei Rindern

Neben den praktischen Tätigkeiten erfuhren die Lehrer auch viel Neues rund um den Ökolandbau. Warum ist ein geschlossener Betriebskreislauf in der Landwirtschaft so wichtig? Was versteht man unter der Dreifachnutzung bei Rindern? Welche Funktionen übernehmen die Blühstreifen und Hecken am Ackerrand? Was ist der Unterschied zwischen Hybrid-Saatgut und samenfestem Saatgut? Peter Stinshoff, Geschäftsführer und langjähriger Mitarbeiter auf dem Obergrashof, gab ausführlich Auskunft und stand für die vielen Fragen der Teilnehmer zu Verfügung.

Selbst aktiv werden: Materialien für den eigenen Unterricht

Nach einer leckeren Brotzeit mit hofeigenem Gemüse, Käse und Wurst, versammelten sich die Teilnehmer der Fortbildung im Umwelthaus auf dem Gelände des Obergrashofs. Hier erhielten die Lehrer vielfältige Informations- und Unterrichtsmaterialien, unter anderem zu folgenden Themen:


  • Starke Argumente für den Ökolandbau
  • Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf das Klima
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Folgen der Massentierhaltung auf die Umwelt
  • Gefahren der Gentechnik
  • Gentechnik in Lebensmitteln
  • Schadstoffbelastung von Lebensmitteln
  • Ökologisch einkaufen und essen in und um München
  • Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt
  • Biologisch-dynamische Gemüsezüchtung


Eine ausführliche Liste mit Informations- und Unterrichtsmaterialien rund um den Ökolandbau gibt es hier.

Ökolandbau mit allen Sinnen erleben

Anschließend wurde in Gruppen diskutiert, wie der Ökolandbau mit seinem breiten Lern- und Erfahrungsfeld in den Unterricht integriert werden kann und welche Fächer sich besonders gut dafür eignen. Zum Ende der Fortbildung lud ein aufgebauter Sinnesparcour abermals zum Mitmachen und Erfahren mit allen Sinnen ein. Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und Tasten: An fünf Stationen konnten die Teilnehmer selbst ausprobieren, wie Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Sinnesparcours für eine gesunde und umweltverträgliche Ernährung sensibilisiert werden können.

Um 15:00 Uhr endete die Fortbildung. Die Lehrer und Lehrerinnen machten sich mit einer Vielzahl von neuen Eindrücken und einer großen Tasche mit Infomaterial auf den Heimweg. Auf diese Weise hält das in der Fortbildung angeeignete Wissen rund um den Ökolandbau Einzug in die Münchner Klassenzimmer.