Facebook .
Twitter .
Menü
Home  trenner  Archiv Landwirtschaft  trenner  Fachinformationen
Archiv Landwirtschaft

Fachinformationen

Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft
 
Endosulfan
Mit dem Verbot des systemisch wirksamen Insektizids "Endosulfan"im Mai 2011 sollen nun die Bestände, die noch in dem indischen Teilstaat Kerala in der Region der Cashewnuss-Plantagen lagern, vernichtet werden.
Irak: USA-Patente
Um 8500 v.Chr. begannen kleine Gruppen von Jägern und Sammlern im fruchtbaren Gebiet des heutigen Irak, Samen von Wildpflanzen aufzubewahren und die besten Körner wieder auszusäen. Allgemein wird dieser Schritt als Übergang zur Kultur der Ackerbauer und Viehzüchter angesehen. Der Irak wurde damit zur Wiege der Landwirtschaft, die unsere Kultur heute entscheidend prägt.
Inteview Percy Schmeiser
Im August 1998 verklagte der Gentechnik-Konzern Monsanto den kanadischen Bauer Percy Schmeiser, gentechnisch verändertes patentiertes Raps-Saatgut widerrechtlich angebaut zu haben.
Reispatent zurückgezogen
Syngentas Griff nach dem Leben: Multigenompatent auf Reis erst auf öffentlichen Druck hin zurückgezogen.
Interview Pat Mooney
Pat Mooney ist neben der indischen Physikerin Vandana Shiva einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Schutzes der biologischen Vielfalt.
Neem-Patent wiederrufen
In einer nur zweistündigen Verhandlung hat die Technische Beschwerdekammer, zweite Instanz des Europäischen Patentamts, den Widerruf auf ein Fungizidpatent aus dem Öl des indischen Neem-Baums bestätigt. Das Amt hatte bereits am 10. Mai 2000 das gemeinsame Patent der Firma W.R. Grace und des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums aus dem Jahre 1994 aufgehoben, nachdem 1995 drei Organisationen dagegen Beschwerde eingelegt hatten.
Biopiraterie: Weizen
Einspruch stattgegeben. Keine Lizenzgebühren an Monsanto heißt das für die Bauern in Europa, die Weizen mit den genetischen Eigenschaften der Weizensorte „Nap Hal“ anbauen. Und für die Bäcker, die daraus Brot und Gebäck zubereiten und auch für diejenigen, die das dann verkaufen. Alle diese hätten zahlen müssen an den Konzern, der die Backqualität indischer Weizensorten in der eigenen Sorte patentieren ließ. Diese aber haben indische Bauern in jahrhundertelanger Arbeit und Kooperation herausgezüchtet.
Biopiraterie: Neem
Vor dem barocken Hintergrund von Schloss Nymphenburg fand am 8. Mai 2000 in München in den Räumen der Schweisfurth-Stiftung eine international besetzte Pressekonferenz statt. Neun Experten aus Indien, Sri Lanka, der Schweiz, Frankreich und den USA berichteten über Hintergrund, Geschichte und Tradition des indischen Neem-Baums und über die Neem-Baum-Kampagne und Neem-Baum-Patente.
Kartoffeln und Nitrat
Die Kartoffel, auch Erdapfel genannt oder Solanum Tuberosum, wurde im 16. Jahrhundert aus Peru und Chile nach Europa importiert. Nachdem dieses Nachtschattengewächs zuerst als Rarität betrachtet wurde, erwachte erst Mitte des 18. Jahrhunderts das Bewusstsein, dass die Kartoffelknolle ein ausgezeichnetes Volksnahrungsmittel ist.
Viel Nitrat in Ruccola
Rucola oder Rauke gehört zu den Kreuzblütlern (schotenfrüchtige) und ist auf der Nordhalbkugel und in Südamerika vorzufinden. Rucola ist ein Kraut mit mehr oder weniger gefiederten Blättern und gelben Blüten. Mittlerweile hat Rauke oder Rucola eine Karriere vom Wildkraut zu einem feinen Küchenkraut gemacht. Wegen seines ausgeprägt kräftigen Geschmacks wird Rucola gerne für Mischsalate oder als Gewürz zu Salaten verwendet. Manche mögen Rucola pur als Salat.
Gesundheitsgefährdung
Nitrat selbst ist in natürlichen Mengen nicht gesundheitsschädigend. Durch bakterielle Tätigkeiten im Magen-Darm-Trakt oder während des Aufbewahrens der Lebensmittel, kann Nitrat (NO3-) in Nitrit (NO2-) umgewandelt werden. Nitrit ist der eigentliche Problemstoff. Nitrit kann auch direkt aus Gemüse und gepökelten Fleischwaren aufgenommen werden. Der überwiegende Anteil an Nitrit im Körper entsteht aber durch die in der Mundhöhle ablaufende bakterielle Wirkung (Reduktion) von Nitrat.
Saison und Anbauverfahren
Im Heft 07/1997 hat das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) Untersuchungen im Jahr 1995 über "Einflussfaktoren auf die Belastung von Lebensmitteln mit Rückständen und Verunreinigungen" veröffentlicht. In dieser Veröffentlichung wurde der Versuch gemacht, saisonale und regionale Auswirkungen auf verschiedene Parameter in verschiedenen Lebensmitteln zu erfassen.
Bunte Tomaten
Ludwig Watschong ist Demeter-Gärtner. Auf 3000 Quadratmeter Land baut er Bio-Saatgut für die Dreschflegel GbRmbH an – ein Zusammenschluss von Biobetrieben in ganz Deutschland, der Saatgut vermehrt, züchtet und vertreibt. Watschong ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er lebt und arbeitet im hessischen Oberweser-Arenborn.
Zumutungen aus Brüssel
Am Anfang aller Vielfalt steht das Saatgut – bei der EU-Bürokratie in Brüssel steht es ganz am Ende und fristet ein Schattendasein im Würgegriff der agrochemischen Platzhirsche BASF, Bayer, Monsanto, Syngenta & Co. Innovativ erscheint es an den Schreibtischen in Brüssel nur, wenn es gentechnisch verändert oder zu Agro-Sprit verarbeitet werden kann. Ansonsten schwanken die diversen zuständigen Dienststellen zwischen Überregulierung, Deregulierung und Ignoranz.
"Essen, was man retten will"
Die Münchner Stadtgespräche unterhielten sich mit Johannes B. Bucej, dem Leiter von Slow Food München.
Interview mit Prof. Jaradat
Das Umweltinstitut München hatte die Gelegenheit, sich am Rande der europäischen Saatgut-Tagung "Kulturpflanzenvielfalt als Gemeingut erhalten", die vom 18. bis zum 20. Mai 2007 in Halle stattfand, mit Prof. Jaradat zu unterhalten. Auf seine ausdrückliche Bitte hin kamen Details der US-Politik im Irak, insbesondere die umstrittene Order 81, nicht zur Sprache (s. hierzu den Artikel "Patente statt Bomben")