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Terrorschutz von Atomanlagen

Nebel um Isar 1

Seit dem 11. September 2001 wird immer wieder diskutiert, wie Industrieanlagen mit erheblichem Gefahrenpotenzial, insbesondere Atomanlagen, gegen gezielte Terrorangriffe geschützt werden können. Ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten hat die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) bereits im Herbst 2002 vorgelegt. Als vertrauliche Studie wurde sie Ende Januar 2003 den Ländern mit AKW-Standorten überreicht mit der Maßgabe, die Sicherheit ihrer Atomanlagen beim Szenario „Absturz eines Passagierflugzeuges“ zu überprüfen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Diese Studie wurde bis vor kurzem geheim gehalten mit der Begründung, man würde mit Preisgabe der Schwachstellen den Terroristen in die Hände spielen. Nach Bekanntwerden von Teilen des Gutachtens Anfang dieses Jahres wurde die Forderung nach besserem Schutz wieder laut. Vor allem in Bayern, da das AKW Isar 1 in der Zusammenfassung der Studie besonders schlecht abgeschnitten hat. Als eine mögliche Taktik kam dabei die Vernebelung der Anlagen ins Spiel.

Reale Gefahr

Ohu im Nebel.
© Umweltinstitut München e.V.

Die Bundesregierung nimmt die Bedrohung eines Terroranschlages auf AKWs ernst. Nach Aussagen inzwischen inhaftierter Al-Qaida-Drahtzieher scheint sicher, dass Atomanlagen zu den potenziellen Zielen der Terroristen zählen. Die englische Zeitung Sunday Times berichtete Anfang des Jahres unter Berufung auf Geheimdienstquellen, dass Al-Qaida-Terroristen Angriffe auf US-Atomkraftwerke planten und planen.
Die Einschätzung von Risiken richtet sich nach ihrer Wahrscheinlichkeit, dem Ausmaß des drohenden Schadens und den Kosten, die zur Gefahrenabwehr aufzuwenden wären. Vor diesem Hintergrund und auf Basis der Ergebnisse einer Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (s.unten) sollen nach dem Willen von Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), fünf ältere, zwischen 1968 und 1979 in Betrieb genommene Atommeiler schneller vom Netz genommen werden, als es im Atomkonsens zwischen Bundesregierung und Betreibern ursprünglich vorgesehen ist: Biblis A, Brunsbüttel, Isar 1, Obrigheim und Philippsburg 1, da bei diesen Meilern der Einschlag eines Passagierflugzeugs zur großen Katastrophe führen kann. Bei der Ausstiegsvereinbarung war eine Klausel in das Atomgesetz aufgenommen worden, die eine Übertragung der noch erlaubten Reststrommengen von älteren auf jüngere Reaktoren zulässt. König halte dies für „wirtschaftlich vertretbar und rechtlich möglich“. Als problematisch bezeichnete er jüngst heftig diskutierte Überlegungen, die AKWs durch Einnebeln vor Angriffen zu schützen.

GRS-Studie

Unmittelbar nach den Attacken des 11. September 2001 hatte Umweltminister Trittin die Sicherheit der Atomanlagen von seinen Fachleuten prüfen lassen. Die als „VS-Vertraulich“ eingestufte Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu „Flugzeugabsturzszenarien auf deutsche Kernkraftwerke“ kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Kein einziges der deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann.
Fünf Kernkraft-Typen wurden als Referenzanlagen genauer analysiert und die Ergebnisse dann auf die übrigen 14 Meiler übertragen. Im Prinzip gingen die Experten von zwei Unfallszenarien aus: Im ersten zerstört ein Passagierflugzeug die Reaktorhülle. Im zweiten Szenario werden durch den Aufprall die Rohrleitungen im Inneren des Reaktors abgerissen. Die Studie kommt zu folgendem Ergebnis: Zwar würden die Betonhüllen bei den sieben modernen Druckwasserreaktoren, die gegen den Absturz eines Phantom-Kampfjets ausgelegt sind, dem Aufprall einer Passagiermaschine standhalten. Ein Gau wie der in Tschernobyl ist aber möglich: Die Erschütterungen durch den Aufprall könnten zu schweren Zerstörungen im Inneren führen. Bei den drei neueren Siedewasserreaktoren (Krümmel sowie Gundremmingen B und C) würde ein größeres Verkehrsflugzeug sogar die Betonhülle durchschlagen. Noch verwundbarer sind die neun älteren Atomkraftwerke, bei denen schon durch den Absturz eines kleinen Verkehrsflugzeugs eine Katastrophe ausgelöst werden kann.
Die Ergebnisse der GRS-Studie seien vor mehr als einem Jahr den Länderatomaufsichten übergeben worden mit der Bitte, anlagenspezifische Untersuchungen der AKWs zu erstellen. „Diesen Verpflichtungen sind die Länder noch nicht nachgekommen“, so eine Ministeriumssprecherin.

Dilemma Atomkonsens

Seit die GRS-Studie den mangelhaften Schutz der deutschen AKWs vor einem gezielten, herbeigeführten Flugzeugabsturz festgestellt hat, befindet sich der Bundesumweltminister in der Zwickmühle. Einerseits hat Trittin für die Sicherheit der Meiler zu sorgen. Andererseits haben Trittin und die gesamte Bundesregierung den großen Energieversorgern im Atomkonsens faktisch einen Betrieb ihrer Anlagen ohne störende staatliche Kontrolle garantiert. Die einzig wirksame Drohung, mit der man den Betreibern früher zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen abringen konnte, existiert damit nicht mehr. Gleichzeitig herrscht aber in der deutschen Atomindustrie seit dem 11. September die große Sorge, dass es zu einer juristischen Neubewertung des Risikos aus dem Kernkraftbetrieb kommt, die den Weiterbetrieb der Nuklearanlagen gefährden könnte.
Die Betreiber wenden ein, dass die Abwehr von Flugzeugangriffen nie zum gesetzlichen Sicherheitsprogramm für Atomkraftwerke gehört habe und nun nicht nachträglich eingeführt werden könne. Es liege deshalb in der Verantwortung des Staates, die Meiler gegen Terrorangriffe aus der Luft zu schützen. Allenfalls zu „freiwilligen Maßnahmen“ wollten sich die Stromfirmen bereit finden.
Auch Länder wie Bayern scheuen die Risikodiskussion, weil ihre Regierungen langfristig auf Kernkraft setzen. Bund und Länder schieben sich gegenseitig die Verantwortung dafür zu, dass auf die Risiko-Studie der GRS noch keine Taten gefolgt sind.
Vier der fünf Bundesländer mit AKW-Standorten haben inzwischen einen Brief an Bundeskanzler Schröder verfasst, indem sie ihrerseits dem Bund Untätigkeit vorwerfen. Der Schutz der AKWs gegen gezielten Flugzeugabsturz werde „seit über einem Jahr erörtert, ohne dass der Bund seinen Aufgaben nachgekommen sei“, heißt in dem Brief aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen. Der Bundesumweltminister habe den atomrechtlichen Aufsichtsbehörden der Länder keinerlei Erkenntnisse über eine Verschärfung der Bedrohungslage vorgelegt. Sollte dies der Fall sein, müsse die Bundesregierung unverzüglich handeln. Bei einer unveränderten Bedrohungslage sei eine Klarstellung zu den Äußerungen des BfS-Präsidenten geboten, der die sofortige Stilllegung von fünf älteren Atomanlagen empfohlen hat.

Vernebelungstaktik

Als eine Schutzmaßnahme gegen Terrorangriffe wird die Vernebelung der Atomanlagen diskutiert. Sie hat gegenüber weiteren Möglichkeiten vor allem finanzielle Vorteile, da die nötigen baulichen Maßnahmen erheblich günstiger wären als beispielsweise die Errichtung von massiven Stahlbetonpfeilern als „Jet-Abweiser“ rund um die Atomanlage.
Bereits im April 2003 gab es in der Lüneburger Heide eine geheime Demonstration des Vernebelungsverfahrens: Auf einem Schießgelände der Firma Rheinmetall wurde Vertretern der Atomindustrie, Landesaufsichtsbehörden sowie der GRS eine „Nebelabschussanlage“ vorgeführt. Das Schutzkonzept sieht folgendes Szenario vor: Wenn sich ein Flugzeug bis auf 15 Kilometer Entfernung einem Atomkraftwerk nähert, sollen die Meiler mit Hilfe der Nebelanlagen binnen drei Minuten verhüllt werden. Aus Kreisen der Industrie hieß es, dass das Verfahren vom Bundesinnenministerium sehr positiv bewertet wurde.
Der Bundesumweltminister steht der künstlichen Vernebelung aber noch kritisch gegenüber: Das Sicherungskonzept sei überhaupt noch nicht erprobt. „Es ist einer der Vorschläge, die die Betreiber gemacht haben. Diese nehmen an, dass er funktionieren könnte, aber sie sind sich nicht sicher. Deshalb ist man übereingekommen, dieses Konzept von der GRS prüfen zu lassen“, so Trittin.
Wie das Szenario funktionieren soll, schildert ein Fachbeamter des bayerischen Umweltministeriums: Rings um das Kraftwerk werden Batterien aus Nebelgranaten aufgestellt. Sie lassen sich bei einem Alarm elektronisch zünden, die Reihenfolge und Frequenz hängt von den Windverhältnissen ab. Vertreibt der Wind die Nebelwand zu schnell, könnte man „noch mal zünden“.

Pro Vernebelung

„Binnen Sekunden ist das ganze Ding verschwunden“ sagt ein Anhänger des Prinzips Nebelglocke. Statt der Kuppel des Reaktorgebäudes habe der Terrorpilot plötzlich nur noch eine wabernde Wolke vor Augen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der rasende Jet genau auf die empfindliche Betonhülle schlage, werde deutlich kleiner. Entweder stürze die Maschine unkontrolliert zu Boden, ohne die Reaktorkuppel zu durchschlagen. Oder der Pilot lasse von seinem Vorhaben ab und ziehe den Flieger wieder nach oben. Die Befürworter des Szenarios räumen zwar ein, dass ein entsprechend ausgebildeter Terrorist den Navigationscomputer mit den Kraftwerkskoordinaten füttern könnte. Am Ende müsste er aber das Reaktorgebäude trotzdem per Hand ansteuern, weil sonst das computergesteuerte Sicherheitssystem den Crash verhindern würde.
Außerdem besticht der finanzielle Vorteil: Von Fall zu Fall ein paar Nebelkerzen zu zünden, ist allemal billiger als die bestehenden Kernkraftwerke baulich so nachzurüsten, dass sie auch Terroranschlägen standhalten können. Zudem wären die Meiler dann für jedermann sofort als Hochrisikobauwerke zu erkennen.

Contra Vernebelung

Fachleute melden erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Schutzkonzepts an. Haupteinwand: Die Vernebelungstechnik biete kaum Sicherheit gegen derartige Terrorangriffe, da viele Flugzeuge heute über das globale Satellitennavigationssystem GPS gesteuert würden, dieses lasse sich nicht durch Nebel täuschen. Selbst wenn der Bordcomputer sich nicht verändern ließe, wäre dies kein Hindernis für Terroristen, da es bereits mobile GPS-Systeme, etwa für Laptops gibt. Ihre Genauigkeit wird laufend verbessert, sie liegt heute schon im Zentimeterbereich. Die Luftpiraten könnten ihr eigenes Ortungssystem einfach mit an Bord bringen.
Skeptisch äußern sich auch Reaktorexperten. Die Methode Nebelglocke sei eine mögliche Einzelmaßnahme, aber kein Allheilmittel. Der Kunstnebel erschwere vielleicht als präventive Maßnahme die Zielerreichung, schließe sie aber nicht aus.
So bleiben viele Fragen offen:

  • ob die Vorwarnzeiten im engen deutschen Luftraum ausreichen, um die automatische Einnebelung der Kraftwerke im Ernstfall rechtzeitig auszulösen
  • ob der Qualmausstoß auch bei Wetterlagen wie Kälte oder Sturm funktioniert
  • ob ein gut ausgebildeter Terrorpilot nicht einfach beidrehen und erneut angreifen kann, wenn sich die künstliche Wolke verzogen hat
  • ob der Brandschutz der Anlage gesichert bleibt, wenn Hunderte Nebelgranaten gezündet werden.

Binnen 40 Sekunden könne und müsse die Wolke stehen. Zu diesem Zeitpunkt soll der Flieger noch 15 Kilometer – das entspricht rund zwei Minuten – von seinem Ziel entfernt sein. Das ist wenig Zeit für die Mitarbeiter des Kraftwerks, um die verbunkerte „Notsteuerstelle“ zu besetzen und die „Reaktorschnellabschaltung“ auszulösen – für den Fall, dass der Pilot auch im Nebel trifft.
Ben Eden, Vertreter eines Unternehmens, das Nebel und Nebel erzeugende Maschinen herstellt, trifft den Kern: Der größte Feind bei einem solchen Unterfangen sei das Wetter. „Wenn es nämlich richtig windig ist, hat man bereits verloren“. Er weist darauf hin, dass zum Einnebeln eines größeren Gebäudes eine Vielzahl von Nebelmaschinen benötigt werde, die zudem bis zu zehn Minuten zum Starten bräuchten.
Die Batterien mit den Nebelgranaten müssten wahrscheinlich in mehreren Radien um das Kraftwerk aufgestellt werden, um auf alle Windstärken eingestellt zu sein. Zudem müssten die Granaten gleichzeitig am Boden und auf Masten gezündet werden, denn der Nebel muss auch Zeit haben, sich nach oben und unten zu verbreiten.
Wie realistisch diese Art der Verteidigung gegen einen Terrorangriff ist, hängt aber nicht nur vom Wetter ab. Entscheidend ist auch die Vorwarnzeit, und diese wäre bei Isar 1 womöglich sehr kurz. Die nächste Luftstraße verläuft drei Kilometer südlich des Meilers. Bis auffällt, dass eine Maschine auf Isar 1 gelenkt wird, ist diese womöglich schon auf wenige Minuten an das Kraftwerk herangekommen.
Anfang März hat das Bundesumweltministerium nun die Begutachtung des Vernebelungkonzepts durch die GRS vorgestellt und damit die Hoffnung der Anhänger der Taktik zerstört: Das Konzept der Betreiber, AKWs durch künstlichen Nebel vor drohenden terroristischen Flugzeugabstürzen zu schützen, ist in seiner derzeitigen Form nicht geeignet, den Schutz der Anlagen deutlich zu verbessern. Die Defizite des Konzepts beruhen im Wesentlichen darauf, dass das Verhalten möglicher Täter nicht hinreichend berücksichtigt wird. Deshalb wird die Wahrscheinlichkeit eines gezielten Auftreffens auf das Reaktorgebäude und dessen katastrophalen Folgen nicht ausreichend verringert. Die Betreiber sind aufgefordert, das Konzept nachzubessern. Das BMU wies damit die Absicht von Landesministerien zurück, eine Vernebelung ohne Prüfung der Wirksamkeit zu genehmigen. Damit muss auch der bayerische Umweltminister Schnappauf den Traum der Einnebelung von Isar 1 aufgeben.
Dass die AKW Betreiber mit „Vernebelung der AKW“ gegen die Gefahren angehen wollen nützt zwar wenig, ist aber nachvollziehbar, denn auf Vernebelungstaktik versteht sich die Atomlobby seit Jahrzehnten.

Keine Patentlösung in Sicht

Selbst die am stärksten bedrohten Amerikaner haben keine Patentlösung. Sie haben im Wesentlichen die Bewachung am Boden verstärkt. Die französische und tschechische Strategie, in Krisenzeiten Atomanlagen mit Luftabwehrraketen aufzurüsten, gilt in der dicht besiedelten und von unzähligen Luftverkehrsrouten durchzogenen Bundesrepublik als undurchführbar.

Isar 1

Die Sicherheitshülle von Isar 1, das schon seit 24 Jahren in Betrieb ist und noch eine Restlaufzeit von 16 Jahren hat, berücksichtigt lediglich die Aufschlagpressung eines Starfighters, wie bei allen in den 70er Jahren gebauten AKWs.
Der Atomwissenschaftler Klaus Traube befürchtet, dass eine Reaktor-Katastrophe in Isar 1 wesentlich schlimmere Folgen als das Unglück von Tschernobyl haben könnte.

Beinahe-Gau durch Flugzeugabsturz

Isar 1 ist bereits 1988 nur knapp an einem Gau vorbeigekommen: Vor ziemlich genau 16 Jahren, am 30. März 1988, probte eine in Straßburg gestartete französische Mirage F1-CR mit zwei anderen Düsenjägern über der Gemeinde Niederaichbach bei Landshut den Luftkampf. Nach einer Kollision mit einem anderen Jagdbomber scherte die Mirage aus und raste in ein hügeliges Waldstück in Sichtweite der damals noch drei Landshuter Atomanlagen. Die Distanz zu Isar 1 betrug etwa zwei Kilometer bzw. fünf Flugsekunden. In Landshut war bekannt, dass Tiefflieger im Gegensatz zu den offiziellen Verlautbarungen den Kühlturm als Orientierungspunkt und Wendemarke nutzen.
Überflüge weit unter der zulässigen Höhe von 150 Meter waren in Ohu an der Tagesordnung. Am 16. September 1979 ließ eine Phantom beim Simulieren eines Angriffs die Scheiben im Werkstattgebäude des AKW bersten.

Abwehrpolitik in Bayern

Ende Januar wurden nun durch den österreichischen Abgeordneten Peter Pilz Teile des bis dahin geheim gehaltenen GRS-Gutachtens öffentlich. Trotz eines Verbots hat er Teile der vertraulichen Studie auf dem Münchner Marienplatz verteilt. Der Aufschrei besonders in Bayern war groß, da u.a. auch das Atomkraftwerk Isar 1 zu den am schlechtesten geschützten AKWs gezählt wurde. Selbst wenn Isar 1, wie sich später herausstellte, nicht zu den allerschlechtesten gehört – es widersteht zumindest dem Aufprall eines Starfighters – ist dies nicht sehr zufrieden stellend, da Starfighter nurmehr im Museum zu finden sind und mit heutigen Militärmaschinen nicht zu vergleichen sind.
Bayerns Umweltminister Schnappauf: „Bayern hat sich zum Motor eines Vollschutzkonzeptes gemacht. Das reicht von Schutzmaßnahmen an Flughäfen und bei den Flügen selbst bis hin zu Abwehrmaßnahmen gegen Terroristen an der Atomanlage.“
Dumm nur, dass fast zeitgleich in der Fernsehsendung „Report München“ eklatante Sicherheitsmängel am Münchner Flughafen aufgezeigt wurden. Hunderte von ankommenden Nicht-EU-Bürgern würden demnach entgegen strenger Vorschriften oberflächlich oder gar nicht kontrolliert. „Zum Teil gebe es bis zu fünf Stunden am Tag überhaupt keine Kontrollen“ so das ARD-Magazin.

Umweltnachrichten, Ausgabe 99 / April 2004