Mai, 2012
Aktuell:
Stellungnahmen der Minister zur Aktion
Im April 2011, kurz nach der Einführung der neuen Agrospritsorte E10,
starteten wir unsere Kampagne "Nein zur "Biosprit"-Lüge!".
Ein Jahr nach dem Start der Aktion baten wir Bundesverkehrsminister Dr. Peter
Ramsauer, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und EU-Energiekommissar
Günther Oettinger um eine Stellungnahme.
Die Antworten
des Bundesverkehrsministeriums und des Bundesumweltministeriums
zeigen:
Widerstand
gegen Agrarkraftstoffe ist weiterhin notwendig!
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Das Bundesumweltministerium behauptet, die Nachhaltigkeitszertifizierung
würde die Umweltverträglichkeit von Agrarkraftstoffen gewährleisten.
Doch die Zertifizierung führt nur dazu, dass Raps aus Deutschland in den Tank
wandert, im Lebensmittelbereich aber statt Rapsöl vermehrt Palmöl zum
Einsatz kommt. Zertifizierter, heimischer Agrosprit führt damit zu
katastrophalen Rodungen indonesischer Regenwälder.
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Wir brauchen Agrokraftstoffe nicht, um die Abhängigkeit von Erdöl
zu verringern. Mit anderen Maßnahmen könnten weit größere
Mengen an Erdöl eingespart werden. Zudem importieren wir nun statt
Erdöl immer mehr Soja- und Palmöl: Selbstversorgung sieht anders
aus.
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Die aktuelle Verkehrspolitik hat keine Lösungsansätze für
den immensen CO2-Ausstoß im Verkehr. Sie setzt vor allem auf eine
gesteigerte Effizienz der Motoren. Eine hilflose Strategie: Denn die Effizienzgewinne werden vom Wachstum
des Straßen- und Luftverkehrs sofort zunichte gemacht. Ein Reduktion
des Straßen-, Luft- und Schiffsverkehrs lehnt das Verkehrsministerium
jedoch ab.
Wir meinen: Jedwede Förderung von Agrarkraftstoffen muss beendet werden!
Agrarkraftstoffe sind energetisch ineffizient und klimaschädlich, sie verhindern
den Aufbau nachhaltiger Mobilitätskonzepte und die Ausweitung einer ökologischen
Landwirtschaft.
Unterstützen Sie unsere Kampagne!
Unterschreiben Sie unsere Forderung nach einer Aufhebung des Beimischungszwangs für Agrarkraftstoffe! Informieren Sie Freunde, Bekannte und Kollegen!
April 2011
Start der Aktion:
NEIN! zur "Biosprit"-Lüge
Die Einführung des Agrobenzins E10 empört Autofahrer, Menschenrechtler und Umweltschützer. Zu Recht! Denn der angebliche "Bio"-Sprit verbraucht Millionen Hektar zusätzlicher Ackerflächen.
So bleiben immer weniger Flächen für wertvolle Biotope und den Anbau von Nahrungsmitteln.
Die Preise für Lebensmittel steigen, viele Menschen müssen hungern. So beschert Agrosprit ausgerechnet den Ärmsten der Welt noch mehr Hunger und Elend.
Auch der industriellen Landwirtschaft leistet der Agrospritanbau Vorschub - inklusive giftiger Pestizide und gentechnisch veränderter Pflanzen.
Der Treibhauseffekt wird durch Agrokraftstoffe keineswegs gestoppt.
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Werden Sie aktiv: Agrosprit ist keine Lösung. Der Energiehunger in den Industrie- und Schwellenländern darf nicht zu Hunger und Armut in der Welt führen.
Fordern Sie das Ende des Beimischungszwangs von Agrosprit. Senden Sie eine Protestmail an EU-Energiekommissar Günther Oettinger, an Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer.
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