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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 2. März 2012

Schwarz-Gelb würgt Ausbau des Solarstroms ab

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Solaranlage, Foto: Umwe Steinbrich, Pixelio.deknapp ein Jahr nach Fukushima und der Ankündigung der Bundesregierung, die Energiewende schnell zu vollziehen, stoppen Rösler und Röttgen den erfolgreichen Ausbau der dezentralen, klimafreundlichen und nachhaltigen Solarenergie. Die plötzliche und drastische Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaik zusammen mit einer unsinnigen Deckelung des Ausbaus der Photovoltaik auf nahezu Null fällt hinter die eigenen Zielvorgaben weit zurück.

Einerseits wird beklagt, dass der Ausbau der Netze für den Stromtransport von Nord nach Süd viel zu schleppend vorangeht, andererseits verhindert man, dass der Süden eigene Solaranlagen zur Stromerzeugung aufbaut. Die Photovoltaikanlagen, die überwiegend in Süddeutschland installiert sind, tragen jetzt schon mit fünf Prozent zu Deutschlands Stromversorgung bei. Ein Abwürgen dieses Ausbaubooms ist nicht nur ein Schlag gegen die Solarbranche, sondern auch gegen die engagierten Bürgerinnen und Bürger, die in diese Technologie investieren und damit eine dezentrale Energieversorgung voranbringen. So wird die Energiewende nicht gelingen.

Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung


50.000 Teilnehmer bei Aktion „Atomprogramm in Polen verhindern!“
 
Aktion Atomprogramm in Polen verhindern!Am Montag ging die Frist für die Abgabe von Stellungnahmen zu den Änderungen des polnischen Atomenergieprogramms zu Ende. Allein an unserer Aktion haben sich fast 50.000 Menschen beteiligt und ihre Kritik am Atom-Programm bei den zuständigen polnischen Behörden eingereicht. Allen Teilnehmern danken wir herzlich für die Unterstützung!

Wir erwarten mit Spannung die Reaktion der polnischen Regierung auf die Stellungnahmen und behalten uns gegebenenfalls eine gerichtliche Überprüfung vor. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung


Lebensmittel Fisch: Umweltfreundlich aus dem Meer?
 
BR Abendschau, FischIndustrielle Fischereimethoden und Massentierhaltung in Aquakulturen haben den Fisch von einer teuren, aber hochwertigen Delikatesse zu einem minderwertigen Billig-Produkt degradiert – mit verheerenden Folgen für das gesamte Ökosystem Meer.

Verena Schmitt, Referentin für Ernährung und Ökolandbau im Umweltinstitut München, erklärt im Beitrag der BR-Abendschau, warum sich  Verbraucher beim Fischkauf nicht blind auf Siegel verlassen können, die Nachhaltigkeit und Artenschutz versprechen.


Atomlügen-FlyerUnsere Atom-Info-Kampagne
 
Am 11. März 2012 jährt sich die noch immer anhaltende Atomkatastrophe im AKW Fukushima. Zum Gedenken an die Opfer und um den weltweiten Atomausstieg voranzutreiben, finden am 11. März vielerorts Anti-Atom-Aktionen statt. (Infos siehe "Termine").

Das Umweltinstitut München unterstützt die Veranstaltungen und bietet im Rahmen der Atom-Info-Kampagne Infomaterial zum Verteilen und Auslegen:

Aufkleber/Anstecker "Jetzt Alle Abschalten"Mit dem Atomlügenflyer „In Wahrheit ist alles gelogen - Die Lügen der Atomlobby“ liefern wir Ihnen wichtige Argumente, um den Komplett-Ausstieg einzufordern. Kurz und knackig widerlegt das Faltblatt das Märchen von der billigen, sicheren und umweltfreundlichen Atomenergie. Mit unseren Themen-Flyern

haben wir daraus Atom-Aktions-Pakete geschnürt. Dazu gibt es Aufkleber und Anstecker mit dem Motiv "JETZT ALLE ABSCHALTEN" sowie eine Serie von vier Anti-Atom-Postern.

Sie haben drei Möglichkeiten, diese Aktion zu unterstützen:

1. Einen oder mehrere Kartons verteilen oder Poster aufhängen
Auf jeden Aktionskarton kommt es an. Verteilen Sie die Flyer und Plakate an Nachbarn und Kollegen, in den Bioläden, Kinos, Gaststätten, bei Veranstaltungen, im Verein, bei Stadtteilfesten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen oder aufhängen. (Sie können auch gern telefonisch bestellen: (089) 30 77 49-0)

2. Einen oder mehrere Kartons spenden
Diese standardisierten Pakete erleichtern uns den Vertrieb. Trotzdem kosten Druck und Versand der Faltblätter und Plakate viel Geld. Durch eine Spende von 40 € ermöglichen Sie den Druck und Versand eines Aktions-Pakets (Lügen-Paket 30 €, Atom-Poster-Paket 10 €).

3. Förderer werden
Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer.



Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand



+ + + Termine + + +

Zeitzeugenberichte: Fukushima – ein Jahr danach
7. März 2012, 19-21 Uhr, Bayerischer Landtag, Max-Planck-Str. 1, München
Am 11. März 2011 begann im Zusammenhang mit Erdbeben und Tsunami in Japan ein Atomunfall unbekannten Ausmaßes. Und auch nach einem Jahr ist die Katastrophe noch nicht beendet: Radioaktives Wasser läuft aus, in einem Reaktor steigt die Temperatur wieder an. Lebensmittel sind verseucht, Tausende Menschen haben ihre Heimat verloren. Zwei Gäste aus Japan, Keiko Sasaki und Rikiya Adachi, können uns aus erster Hand über die Entwicklung in Japan in den vergangenen zwölf Monaten berichten.
Neben einer zentralen Informationsveranstaltung am 7. März 2012 im Bayerischen Landtag gibt es auch regionale Termine:

8. Mär 2012, 19–21 Uhr, Evangelisches Forum Annahof, Im Annahof 4, Augsburg
6. Mär 2012, 19.30–21 Uhr, Pfarrstadl Weßling, Am Kreuzberg 3, Weßling
5. Mär 2012, 19.30–21 Uhr, Gasthof zur Insel, Badstraße 16, Landshut


Demo: Fukushima - Gundremmingen - Abschalten vor dem GAU!
Plakat Demo Gundremmingen11. März 2012, ab 13 Uhr, Rathaus Gundremmingen
Zum Gedenken an die noch immer anhaltende Atomkatastrophe in der japanischen Atomanlage Fukushima findet am ersten Jahrestag eine Demonstration zum AKW Gundremmingen statt. Das Umweltinstitut ist mit einem eigenen Infostand dabei.

Weitere Demos gibt es an folgenden Orten: Braunschweiger Land, Brokdorf, Gronau, Hannover und Neckarwestheim. 

Sagen auch Sie JA zur Energiewende und demonstrieren Sie mit! Infos zur Anreise mit Bussen und Sammelplätzen finden Sie auf anti-atom-demo.de


Plakat Menschenkette FrankreichMenschenkette für den Atomausstieg
11. März 2012, Route Nationale zwischen Lyon und Avignon, Frankreich
Mit 58 AKWs und zahlreichen Atomanlagen ist das atomare Risiko in Frankreich am höchsten in Europa. Anlässlich des Fukushima-Jahrestags organisiert eine Bürgerinitiative im Rhônetal mit Hilfe des Anti-Atom Netzwerks "Sortir du nucléaire" eine 235 km lange, französisch-europäische Menschenkette auf der Route Nationale 7 zwischen Lyon und Avignon.

Mit der Aktion wollen Veranstalter und Unterstützer, zu denen auch das Umweltinstitut München zählt, ein klares Zeichen für den Atomausstieg setzen, das die französische Politik kurz vor der Präsidentschaftswahl nicht ignorieren kann. Mehr Infos


Veranstaltung: 1 Jahr nach Fukushima, 26 Jahre nach Tschernobyl - Folgen nuklearer Katastrophen
12. März 2012, 19 Uhr, Rathaus, Ratstrinkstube, Marienplatz 8, München
Anlässlich des Jahrestages der Fukushima-Katastrophe informieren Beobachter und Wissenschaftler über die Kurz- und Langzeitfolgen der atomaren Katastrophen in Japan und in der Ukraine und diskutieren mit dem Publikum über die Zukunft der Energieversorgung. Die Veranstaltung informiert nicht nur über die aktuellen Beobachtungen aus Fukushima, sondern auch über die Langzeit-Erfahrungen aus der Ukraine und bietet ein Diskussionsforum zu Fragen wie "Was kann jeder Einzelne, was die Gesellschaft tun, um solche Katastrophen künftig zu verhindern? Wie kann der deutsche Atomausstieg zum Modell für die Welt werden?"
Eine Veranstaltung im Rahmen der Städtepartnerschaft München-Kiew, das Umweltinstitut München ist mit einer Ausstellung beteiligt. Mehr Infos


Vortrag: Gentechnik - Manipuliertes Leben
20. März 2012, 19 Uhr, Reformhaus Mayr, Bahnhofstraße 35, 82152 Planegg
Der Vortrag von Anja Sobczak, Referentin für Gentechnik im Umweltinstitut München, bietet Informationen zur Gentechnik bei Pflanzen - vom Anbau über Forschung und Freisetzungen bis zu geplanten Zulassungen. Darüber hinaus werden die Risiken für Menschen und Umwelt dargestellt. Zudem wird über Gentechnik in Lebensmitteln berichtet. Welche Produkte enthalten Gentechnik? Wie kann man Gentechnik in Lebensmitteln vermeiden? Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Um Anmeldung wird gebeten, da Teilnehmerzahl begrenzt: Tel: 089/85 99 559



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