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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, der 7. Dezember 2012

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!seit dem Rückzug der BASF Plant Science aus Europa Anfang 2012 und dem Ende der umstrittenen Gen-Kartoffel Amflora wird in Deutschland keine genmanipulierte Pflanze mehr kommerziell angebaut. Wenn da nicht noch die Freisetzungen zur Erforschung neuer Gen-Pflanzen wären.

Alle Jahre wieder – pünktlich zur Weihnachtszeit – bescheren uns das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und einer der Agrogentech-Konzerne ein besonderes Geschenk: eine neue Gentech-Freisetzung.

Der Zeitraum kurz vor den Weihnachtsfeiertagen scheint absichtlich gewählt zu sein. Auf diese Weise wird nicht nur die Information der Öffentlichkeit, sondern auch eine umfassende Antragsprüfung und die Möglichkeit zur Einwendung behindert. Na, vielen Dank...

Diesmal hat die BASF Plant Science eine neue Freisetzung von genmanipulierten Kartoffeln beantragt. Darunter ist auch die Gen-Kartoffel Fortuna, die speziell für die Verarbeitung zu Pommes Frites und Chips vorgesehen ist. Doch nach wie vor gibt es in Deutschland und Europa keinen Bedarf für die genmanipulierte Stärke- oder gar Speisekartoffeln. Weder die Stärkeindustrie noch Lebensmittelhersteller wollen Gen-Kartoffeln verarbeiten. Vor allem die VerbraucherInnen sind nicht bereit, gentechnisch manipulierte Produkte in ihrem Essen zu akzeptieren. Lesen Sie hierzu auch die Hintergrundinfos.

Das Umweltinstitut ruft zu breitem Protest gegen den Anbau von Gen-Kartoffeln auf und startet deshalb die Aktion „Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!“. Eine Mustereinwendung zum Unterschreiben haben wir vorbereitet. Einwenden kann jeder und jede, ein Wohnsitz in Limburgerhof ist keine Voraussetzung.

Senden Sie eine Einwendung eingehend bis spätestens 11. Februar 2013 an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL):
Button: Hier können Sie aktiv werden



Die Strompreis-LügenDie Klimakrieger
 
Industrie- und Schwellenländer emittieren immer mehr Treibhausgase, die Erderwärmung schreitet immer schneller voran. Langsam wird auch der breiten Öffentlichkeit klar: Die Folgen des Klimawandels werden apokalyptische Ausmaße annehmen.

Doch immer noch behaupten von der Industrie bezahlte PR-Manager, die Erderwärmung und das Verbrennen fossiler Energien hätten nichts miteinander zu tun. Wie die „Klimakrieger“ die Politik beeinflussen und Klimaschutz verhindern, beschreibt ein hervorragender Artikel in der ZEIT.

Auch in Deutschland agitiert die fossile Lobby gegen den Aufbau erneuerbarer Energien. Mit Erfolg: Die Bundesregierung kommt bei der Energiewende überhaupt nicht voran und verbreitet weiterhin die Lüge von den angeblich „explodierenden Strompreisen“, an denen nur die Erneuerbaren schuld seien.

Doch wir lassen uns nicht veräppeln! Wir wollen den Umstieg auf hundert Prozent Erneuerbare! Helfen Sie uns, spenden Sie für unsere Strompreis-Lügen-Kampagne und verteilen Sie unsere Flyer.



Broschüre "Tschernobyl noch nicht gegessen"Tschernobyl – noch immer nicht „gegessen“
 
Die diesjährigen Spitzenwerte der von uns gemessenen Pilze liegen wie schon im letzten Jahr über 2000 Bq/kg Cäsium-137: Maronenröhrlinge aus Fischach im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wiesen 2300 Bq/kg auf und Maronenröhrlinge aus Buchach im Ostallgäu immerhin 2000 Bq/kg. Werte im vierstelligen Becquerel-Bereich sind bei uns leider noch längst keine Seltenheit. Vor allem bei Maronenröhrlingen, die das Cäsium besonders gut aufnehmen können.

Alle Messwerte dieser Pilzsaison finden Sie hier

Warum dies so ist, wie sich die Radioaktivität in Pilzen auswirkt und was wir empfehlen, können Sie in unserer Broschüre „Pilze und Wild“ nachlesen.


Aktion bis 31. Dezember: Dokumentarfilm für neue Fördermitglieder
Die regelmäßigen Beiträge unserer Fördermitglieder ermöglichen die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. Mit Ihrer Hilfe finanzieren wir Projekte und Aktionen für die Energiewende und den ökologischen Landbau, gegen Atomkraft, Gentechnik und Agrosprit.

Wer bis 31. Dezember 2012 Fördermitglied wird, darf sich eine der spannenden Dokumentationen von Bertram Verhaag aussuchen, zum Beispiel:

DVD: Leben außer Kontrolle

Leben außer Kontrolle (Film 3)
Die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen führt zu katastrophalen Ernten und treibt Bauern in den Ruin. Weltweit bietet nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler der Industrie die Stirn und untersucht die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf unsere Umwelt und Gesundheit.

Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:

Button Fördermitglied werden

Button Online spenden



Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand



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Demo: Wir haben die Agrarindustrie satt!Demo: „Wir haben die Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“
19. Jan. 2013, Berlin; Auftakt 11 Uhr: Washingtonplatz, 12 Uhr: Demozug zum Kanzleramt
Die Bilanz der Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte ist düster: In immer mehr Tierfabriken wird der Tierschutz verletzt und gefährliche Antibiotikaresistenzen entstehen. Bauernhöfe sterben und Landschaften „vermaisen“. Mehr Pestizide lassen weltweit die Bienen sterben und die Artenvielfalt nimmt rapide ab. Die Spekulation mit Lebensmitteln und Land verschärft den Hunger in der Welt. Dafür landet immer mehr Getreide im Tank statt auf dem Teller. Es ist Zeit für eine Wende!

Die Landwirtschaft befindet sich in Deutschland, Europa und weltweit in einem tiefen Umbruch. Im Jahr 2013 stehen wichtige Weichenstellungen bevor. Vor dem Kanzleramt in Berlin fordern wir:

  • Tierfabriken und Antibiotika-Missbrauch stoppen
  • Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
  • weltweit faire Regeln für eine bäuerliche Landwirtschaft durchsetzen statt die Agrarmärkte weiter zu liberalisieren
  • Heimisches Futter fördern statt Futtermittelimporte mit Gentechnik-Soja
  • Spekulation mit Lebensmitteln und Land, sowie die EU-Exportförderung beenden
  • Bienen- und klimafreundliche Landwirtschaft anstelle von Monokulturen fördern

Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum von Reformen stehen! Kommen Sie zur Demo! Mehr Infos



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