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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, der 9. November 2012

Alles manipuliert: Gentech-Lobby siegt in den USA

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Gentechnik auf dem Tellerin den USA können Verbraucherinnen und Verbraucher genmanipulierte Nahrungsmittel im Supermarkt bisher nicht erkennen, obwohl Schätzungen zufolge rund 80 Prozent der Produkte genmanipulierte Zutaten enthalten.

Leider wird sich daran auch vorerst nichts ändern. Vergangenen Dienstag haben sich die Wählerinnen und Wähler in Kalifornien gegen eine Kennzeichnungspflicht für GVO entschieden. Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen stimmten 47 Prozent (4,3 Millionen) dafür und 53 Prozent (4,8 Millionen) dagegen.

Flyer "Die Lügen der Gen-Lobby"Dabei galt die von Umwelt- und Verbrauchergruppen sowie Bio-Unternehmen getragene kleine Initiative zur Einführung einer Pflichtkennzeichnung lange Zeit als klarer Favorit. In den Umfragen sprach sich eine deutliche Mehrheit für eine verbindliche Kennzeichnung aus. Kurz vor der Wahl änderte sich jedoch das Bild. Agrar- und Lebensmittelkonzerne wie Monsanto, Bayer, BASF, Coca-Cola und Nestlé starteten eine 45 Millionen Dollar schwere Werbekampagne gegen die verpflichtende Deklarierung. Die Gentech-Lobby argumentierte, eine Kennzeichnung würde die Kosten der Hersteller um Milliarden Dollar erhöhen und zudem für Unsicherheit bei den Konsumenten sorgen.

Die Industrie will um jeden Preis ähnliche Erfahrungen wie in Europa vermeiden. Obwohl genmanipulierte Produkte hier erlaubt wären, sind sie nicht in den Supermarktregalen zu finden, weil die Verbraucher sie schlicht nicht kaufen wollen.

Gentechnik um jeden Preis – die Lobbyisten haben die Politik übertölpelt. Auf Kosten der Verbraucher können die Konzerne nun weiter ihre Taschen füllen. Allein eine Kennzeichnung schafft Transparenz und ermöglicht es Verbraucherinnen und Verbrauchern selbst zu entscheiden, was sie Essen wollen.

Mehr Infos zum Thema Gentechnik  und  den „Lügen der Gen-Lobby“ liefert unsere Gen-Info-Kampagne.



EU-Gelder für Monsanto
 
MonsantoAgrogentech-Firmen wie Monsanto hatten sich wohl schon lange die Eroberung des europäischen Marktes erhofft. Doch in Deutschland und der EU müssen Nahrungsmittel, die Gen-Pflanzen enthalten, gekennzeichnet werden. Laut Umfragen lehnen drei Viertel aller EU-Bürger Gentechnik im Essen ab.

Auch das meistverkaufte Pflanzengift der Welt – Roundup von Monsanto – gerät immer öfter in die Schlagzeilen. Offenbar stehen die Geschäfte von Monsanto in Europa zunehmend unter Druck. Nun will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) dem US-Konzern Garantien über 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit Monsanto ohne finanzielles Risiko mehr Saatgut und Pestizide in Osteuropa verkaufen kann. Auf diese Weise bereiten EU-Gelder den Weg für Gift und Gentechnik.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Es ist Zeit zu protestieren:
Gemeinsam blasen wir der Gentechnik-Industrie den Marsch! Informieren Sie Freunde und Bekannte über die Demo am 30. November vor dem Europäischen Patentamt in München und kommen Sie zahlreich mit Pauken und Trompeten! Weitere Infos



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Harald Nestler
Vorstand



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Plakat More Than HoneyKinotipp: MORE THAN HONEY
Ab 8. November im Kino
Der sehenswerte Dokumentarfilm MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er
dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird. 

Weitere Infos und der Trailer zum Film




Demo in München: Wir blasen Euch den Marsch!
30. Nov., 11-13 Uhr, Europäisches Patentamt, Erhardtstr. 27, München
Demo gegen Gentechnik und PatenteAm 30. November läuft beim Europäischen Patentamt (EPA) in München die Frist für öffentliche Stellungnahmen gegen das Patent der so genannten "Schrumpeltomate" aus.

Aus diesem Anlass ruft ein breites Bündnis aus Verbänden und Organisationen, dem sich auch das Umweltinstitut München angeschlossen hat, zu einer Demonstration unter dem Motto „Wir blasen Euch den Marsch“ auf.

Es ist Zeit zu protestieren! Informieren Sie Freunde und Bekannte über die Demo und kommen Sie zahlreich mit Pauken und Trompeten! Weitere Infos



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