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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 15. Juni 2012

Endspurt: Einwendung gegen Temelin bis 18. Juni

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Aktion: Kein Ausbau von Temelin!die "informelle" Diskussionsveranstaltung zum UVP-Verfahren am vergangenen Dienstag in Passau hat unsere Befürchtungen bestätigt: Die Regierungsvertreter samt tschechischen Experten haben sich redlich bemüht, die geplanten AKWs in Temelín schön zu reden.

Ein Vertreter verstieg sich schließlich dazu, die Gefährlichkeit von Atomkraftwerken gänzlich in Abrede zu stellen: Eine Schweizer Studie hätte aufgezeigt, dass wirklich gefährliche Stromproduzenten 1. Flüssiggas-Kraftwerke, 2. Kohlekraftwerke und 3. Wasserkraftwerke sind.

Wir sind gespannt, wie der Ablauf der formalen Anhörung in Budweis Ende nächster Woche sein wird. Eine sachliche Auseinandersetzung sieht jedenfalls anders aus. Auch den Kritikern unverhohlen zu drohen, ist kein angemessener Weg. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung. Interessierte Einwender können am Freitag den 22. Juni nach Budweis zur Anhörung kommen. Weitere Infos

Bis zum Montag, den 18. Juni ist noch Gelegenheit, gegen das riskante und überflüssige Projekt, Einwendung zu erheben. Informieren Sie Ihre Freunde, Bekannten und Kollegen, die noch nicht eingewendet haben, um unserem Protest noch mehr Nachdruck zu verleihen. Zur Online-Einwendungs-Aktion

Button: Hier können Sie aktiv werden



Aktion: Kein Steuergeld für Atomkraft!Keine Subventionen für Atomkraft!

Eine empfindliche Stelle der tschechischen Atomplaner haben wir getroffen, indem wir die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung des Projekts hinterfragt hatten.

Der Vertreter des tschechischen Außenministeriums wehrte sich heftig gegen die Aussage, dass Tschechien bei der EU um Subventionen für die Atomkraft vorgesprochen hat und bezichtigte die Süddeutsche Zeitung der Falschmeldung. Wir hätten das Anliegen Tschechiens falsch verstanden.

Damit sind wir aber nicht allein: Auch die SPD im Bundestag fordert die Bundesregierung auf dem nicht nachzukommen und auch in Österreich hat dieses Anliegen breite Empörung hervorgerufen.

Heute findet zu diesem Thema in Luxemburg ein Ratstreffen der europäischen Union statt. Dort wird der Energiefahrplan 2050 diskutiert, u.a. auch Fördermöglichkeiten von Atomstrom im Rahmen einer emissionsarmen Energieerzeugung. Hintergrundinfos zu unserer Aktion.



0,0 Prozent illegale Gentechnik im Essen
 
Schweineschnitzel; Foto: FotoliaEin erster Erfolg unseres Protestes: Bundeslandwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) lehnt die von EU-Kommissar John Dalli geplante Aufhebung der Nulltoleranz für Gentechnik in Lebensmitteln ab. Damit unterstützt sie ganz klar die Forderungen von Umweltverbänden und Verbrauchern. Das wiederum findet der Koalitionspartner FDP gar nicht gut und verlangt von Aigner einen industriefreundlichen Kurs einzuschlagen. (Lesen Sie hierzu auch die Presseberichte Aigner will Lockerung des Gen-Verbots verhindern  und "0,0 Prozent soll 0,0 Prozent bleiben")

Dabei ist es selbstverständlich möglich unsere Lebensmittel vor Verunreinigungen durch illegale genmanipulierte Organismen zu schützen. Wie die ersten Ergebnisse der Kontrolluntersuchungen 2011 zeigen, sind Gen-Verschmutzungen sehr selten. Von einer Aufweichung der Nulltoleranz würden einzig und allein die großen Agrarmultis wie Monsanto, Cargill, Bunge und Konsorten profitieren. Denn sie könnten ohne die strengen europäischen Richtlinien extrem viel Geld sparen. Auch wenn der Industrie-Lobbyverband uns das Gegenteil weismachen will, die Rechtslage in Europa ist ganz eindeutig und wurde vom Europäischen Gerichtshof im September 2011 bestätigt – Nulltoleranz für illegale Gentechnik!



 Förderer werden und gewinnen!
 
Mitgliederwereaktion Sommer 2012Mit Hilfe unserer regelmäßigen Förderer können wir Projekte und Aktionen gegen Atomkraft, Gentechnik, Agrosprit und für ökologischen Landbau finanzieren. Durch die Mitgliederwerbeaktion wollen wir unsere Basis verbreitern und bekamen dafür wieder eine Reihe attraktiver Preise gestiftet.

Werden Sie bis zum 31. August 2012 Förderer des Umweltinstitut München e.V. und gewinnen Sie einen Kurzurlaub auf dem Schallhammer-Bio-Archehof im Pfaffenwinkel, sowie viele weitere wertvolle Preise! Alle neuen Förderer bekommen als Begrüßungsgeschenk eine Einkaufstasche mit unserem Logo – natürlich aus fair gehandelter Biobaumwolle.

Hier können Sie schnell und unkompliziert Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:

Button Fördermitglied werden

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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




+ + + Termine + + +

Lernfest, www.lernfest2012.deLernfest 2012
Samstag 16. Juni 2012, 9-18 Uhr, Kloster Benediktbeuern, 83671 Benediktbeuern
Das Lernfest 2012 im Kloster Benediktbeuern bietet eine Mischung aus Information und Unterhaltung, von Lernangeboten mit Spiel, Sport und Spaß, Orientierungshilfen für Ausbildung und Beruf sowie spannende Testmöglichkeiten für Jung und Alt. Da Klimaschutz ein Schwerpunktthema auf dem Lernfest ist, wird auch das Umweltinstitut München mit einem Infostand und spannenden Rätselspielen rund um die Themen ökologische Landwirtschaft und Gentechnik vertreten sein. Der Eintritt zum Lernfest ist frei.
Mehr Infos


Bürgerentscheid zur 3. Startbahn
Sonntag, 17. Juni 2012, bis 18 Uhr, in Ihrem Wahllokal
Am Sonntag, den 17. Juni, können die Münchner Bürgerinnen und Bürger über den Bau einer 3. Startbahn am Flughafen München abstimmen. Jede Stimme zählt! Mehr Infos


CO2-LONIZACIÓN - Was die Grüne Ökonomie für Indigene bedeutet
18. Juni 2012, 19.30 Uhr, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Mit „Grüner Ökonomie“ soll das Klima geschützt und nebenbei viel Geld verdient werden. Doch für Indigene bedeutet internationaler Klimaschutz oft Vertreibung, Repression und Verlust ihrer Lebensgrundlage. Antje Wagner, Referentin für Energie und Klima am Umweltinstitut München, erklärt die Instrumente des Klimaschutzes und Bertha Cáceres, Direktorin der Indigenen-Organisation COPINH und Trägerin des Eichstätter Shalom-Preises, berichtet, warum die "Grüne Ökonomie" von indigenen Völkern als Neo-Kolonialisierung der Länder des Südens empfunden wird.
Veranstalter: Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit, Lateinamerika Arbeitskreis des Nord Süd Forum München, Umweltinstitut München e.V. Mehr Infos


Öffentlicher Anhörungstermin zu Temelin 3 und 4 in Budweis
22. Juni, ab 10 Uhr, Sportovní hala (Sporthalle), Stromovka 695/12
37001 Budweis, Tschechische Republik

Das Umweltministerium der Tschechischen Republik hat den Termin für die formelle öffentliche Anhörung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur „neuen Kernkraftanlage am Standort Temelin einschließlich der Ableitung der Generatorleistung in das Umspannwerk mit Schaltanlage Kocin“ bekannt gegeben.

Der Anhörungstermin dient dazu, die Fragen und Bedenken der Öffentlichkeit zu dem geplanten Neubau der Kernkraftwerke Temelin 3 und 4 zu erörtern. Zu der Veranstaltung ist auch die interessierte deutsche Öffentlichkeit eingeladen. Für die Teilnehmer aus Deutschland steht eine Übersetzung ins Deutsche zur Verfügung.
Mehr Infos



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