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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, den 16. Februar 2012

Polnische Gemeinde kämpft gegen AKW

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Aktion Atomprogramm in Polen verhindern!Einwohner der westpommerschen Gemeinde Mielno haben sich am vergangenen Sonntag mit großer Mehrheit gegen den Bau eines Atomkraftwerks in Gaski, einem der drei potenziellen Standorte, ausgesprochen. 

Mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Abstimmung. Mit großem Erfolg: 94,5 Prozent stimmten gegen das Atomprojekt! 

Und das, obwohl die polnische Regierung zusammen mit dem Energieversorger PGE kräftig Propaganda pro Atomkraft machen. Selbst wenn, wie diese betonen, die Abstimmung keine rechtliche Relevanz habe, so ist es doch ein deutliches Zeichen an die Verantwortlichen, dass Atomenergie nicht gewollt ist. Dies sollte in ihre Entscheidung einfließen!

Auch die deutsche Bevölkerung hat noch bis zum 27. Februar 2012 Gelegenheit, eine Stellungnahme zum polnischen Atomenergieprogramm abzugeben. 40.000 Menschen haben sich bereits allein an unserer Aktion beteiligt.


Umweltinstitut reicht Einwendung gegen Freisetzungsversuch ein
 
Aktion: Kein Gen-Impfstoff für Tiere!Das Umweltinstitut hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Einwendung gegen den geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Lebend-Impfstoff für Pferde eingereicht. Darin wird Landwirtschaftsministerin Aigner aufgefordert, den Antrag des niederländischen Pharma-Herstellers abzulehnen. (Pressemitteilung zur Einwendung)

Der Pharmahersteller Intervet International B.V. will im Frühjahr im Gestüt Lewitz des bekannten ehemaligen Springreiters Paul Schockemöhle in Grabow (Mecklenburg-Vorpommern) einen genmanipulierten Lebend-Impfstoff für Pferde testen. Dieser soll die Tiere gegen das Bakterium Rhodococcus equi, das eine Lungenkrankheit auslösen kann, immunisieren. 

Die Freisetzung verfolgt das Ziel, eine Zulassung als Impfstoff zu erlangen und dient ausschließlich der Unterstützung eines Systems nicht artgerechter Massentierhaltung. Das manipulierte Bakterium des Gen-Impfstoffs könnte durch Staub, Nager und Insekten die Umwelt kontaminieren. (Hintergrundinfos)

Werden Sie aktiv und schicken Sie eine Protestmail an Verbraucherschutzministerin
Ilse Aigner und Gesundheitsminister Daniel Bahr. 



Bundesregierung ignoriert Risiken von Glyphosat
 
Ausbringung von Roundup, Quelle: FotoliaErneut hat die Bundesregierung ihre lobbyfreundliche Haltung gegenüber Monsanto und Co. zum Ausdruck gebracht. Am Montag wurde im Ernährungsausschuss über einen Anwendungsstopp des Pflanzengiftes Glyphosat beraten.

CDU/CSU und FDP ignorieren weiterhin wissenschaftliche Untersuchungen über die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung von Roundup und anderen glyphosathaltigen Pestiziden. Sie gehen sogar noch weiter und erklären, ohne Pflanzengifte sei eine Versorgung mit bezahlbaren und gesunden Lebensmitteln nicht möglich.
(Pressebericht auf www.agrarheute.com)

Auf Kosten von Verbraucherinnen und Verbrauchern sollen Gifthersteller abkassieren. Wir fordern ein Verbot von Roundup! Werden auch Sie aktiv und senden Sie eine Protestmail an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.



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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand



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Erzählcafé: Geschichten aus dem Leben - Aktiv gegen Atomkraft
18. Feb. 2012, 15 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b, München
Als es 1986 im Atomkraftwerk in Tschernobyl zur Explosion kam, war für Karin Wurzbacher, Physikerin im Umweltinstitut München, sofort klar: Das ist nicht nur eine Katastrophe für Mensch und Umwelt in der Ukraine, sondern wird auch Auswirkungen auf Süddeutschland haben. Wütend über die Ignoranz der offiziellen Stellen legte sie mit zahlreichen Frauen verstrahlte Muttertagssträuße auf den Münchner Marienplatz und informierte über praktische Verhaltensregeln. Kurz darauf gründeten die Frauen den Verein "Mütter gegen Atomkraft", veranlassten Messungen und klärten über die Gefahren der Atomenergie auf.
Im Erzählcafé berichtet Karin Wurzbacher über ihre Erinnerungen an die Zeit nach Tschernobyl und ihr Engagement in der Münchner Anti-AKW-Bewegung. Mehr Infos


Demo: Fukushima - Gundremmingen - Abschalten vor dem GAU!
Plakat Demo Gundremmingen11. März 2012, ab 13 Uhr, AKW Gundremmingen
Zum Gedenken an die noch immer anhaltende Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima findet am ersten Jahrestag eine Demonstration zum AKW Gundremmingen statt. Das Umweltinstitut unterstützt die Aktion und ist mit einem eigenen Infostand dabei.

RWE und EON arbeiten daran, das AKW Gundremmingen sogar über 2021 hinaus zu betreiben. Die Veranstalter fordern deshalb, Gundremmingen sowie alle AKW schnellstmöglich, bis spätestens Ende 2012 abzuschalten, eine transparente und demokratisch gestaltete Endlagersuche, eine risikogerechte Haftpflichtversicherung für AKW und die entschiedene Förderung von Energie-Effizienz und -Einsparung sowie 50 Prozent erneuerbare Energien in Deutschland.

Sagen auch Sie JA zur Energiewende und demonstrieren Sie mit! Infos zu Anfahrt und Sammelplätzen finden Sie auf www.atommuell-lager.de

 

Vortrag: Gentechnik - Manipuliertes Leben
20. März. 2012, 19 Uhr, Reformhaus Mayr, Bahnhofstraße 35, 82152 Planegg
Vor mehr als zehn Jahren sind transgene Pflanzen in der Landwirtschaft eingeführt worden – und bis heute hat die Gentechnikindustrie kein einziges Versprechen eingelöst. Im Gegenteil: Die Agro-Gentechnik ist ein erhebliches Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier, für die Umwelt und die Welternährung. 

Allen Bemühungen der Gentechnikindustrie zum Trotz wollen Verbraucherinnen und Verbraucher keine Gentechnik im Essen – zu Recht! Der Vortrag von Anja Sobczak, Referentin für Gentechnik im Umweltinstitut München e.V., bietet Informationen zur Gentechnik bei Pflanzen - vom Anbau über Forschung und Freisetzungen bis zu geplanten Zulassungen. Darüber hinaus werden die Risiken für Menschen und Umwelt dargestellt. Zudem wird über Gentechnik in Lebensmitteln berichtet. Welche Produkte enthalten Gentechnik? Wie kann ich Gentechnik in Lebensmitteln vermeiden? Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Um Anmeldung wird gebeten, da Teilnehmerzahl begrenzt: Tel: 089/85 99 559; Mehr Infos



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