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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 16. März 2012

Fukushima-Jahrestag

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Demo Gundremmingen, FÖJler UIMtrotz des feucht-trüben Wetters haben sich am vergangenen Sonntag etwa 5000 Menschen im Dorf Gundremmingen versammelt, um den Opfern der Katastrophe in Fukushima zu gedenken. Das Umweltinstitut München war mit einem Infostand dabei. Allen Mitdemonstranten danken wir herzlich für die Unterstützung!

Die Botschaften der Demo waren klar: Atomkraft ist nicht beherrschbar und muss deshalb schleunigst beendet werden. Der Atomausstieg in Deutschland muss schneller umgesetzt werden als geplant. Der Atomkomplex Gundremmingen, die letzten zwei Siedewasserreaktoren in Deutschland, ähnlich den in Fukushima havarierten, muss deutlich früher als bisher vorgesehen geschlossen werden.

Insgesamt haben sich bundesweit 50.000 Menschen an den sechs großen Jahrestag-Aktionen beteiligt, außer in Gundremmingen auch in Neckarwestheim, Gronau, Hannover, Brokdorf und im Braunschweiger Land. Und bei vielen kleineren regionalen Aktionen und Mahnwachen waren noch einmal einige Tausend beteiligt.

Japanische Umweltaktivisten, Foto: Umweltinstitut MünchenAuch in Japan hat der Jahrestag viele Menschen auf die Straße gebracht, die sich die Lügen und Verharmlosungen von Regierung und Betreibern nicht länger gefallen lassen möchten. So auch unsere Gäste Sasaki Keiko und Rikiya Adachi, die sich letzte Woche im Umweltinstitut nach Möglichkeiten einer NGO-Gründung in Japan, unserer Erfahrung mit den Tschernobyl-Folgen und unseren Radioaktivitätsmessungen erkundigten.

Auf unserer Fukushima-Seite finden Sie Infos zum Atomunfall sowie die Ergebnisse unserer Radioaktivitätsuntersuchungen von japanischen Lebensmitteln und anderen Umweltproben.



Film Die Fukushima-Lüge, Screenshot: ZDFzoom Reportage: Die Fukushima-Lüge
 
Die Atom-Mafia heißt in Japan Atomdorf! Lügen, Täuschen, Drohen und dabei den Gewinn fest im Blick. Dieser Film zeigt die verbrecherischen Methoden der Atomwirtschaft und die unglaublichen Mängel bei Planung und Bau von Atomanlagen in einem Hightech-Land.

Hier finden Sie die unbedingt sehenswerte ZDFzoom-Reportage „Die Fukushima-Lüge“



Erneuerbare Energien: Sündenbock der Kohle- und Atomlobby
Windrad, Foto: Rainer Sturm, PixelioSind die erneuerbaren Energien tatsächlich an der kontinuierlichen Strompreiserhöhung schuld? Ist die EEG-Umlage nun Preistreiber oder Zukunftsinvestition? Darüber und über die Zusammensetzung der Strompreise können Sie sich auf unserer Internetseite informieren.

Unser aktualisierter Beitrag zeigt, dass die Erneuerbaren nur als Sündenbock der Kohle- und Atomlobby herhalten müssen.



Lebensmittelverschwendung: Der Verbraucher soll es richten
 
Lebensmittel im Abfall, Foto: FotoliaAm Dienstag hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis: Elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen jedes Jahr im Müll. Der Hauptbeschuldigte ist der Verbraucher. Er soll für 61 Prozent der Lebensmittelverschwendung verantwortlich sein. Industrie und Handel kommen mit 17 bzw. 5 Prozent erstaunlich gut weg. Die Verluste in der landwirtschaftlichen Produktion wurden in der Studie komplett ausgespart. Dabei wird ein großer Teil an Obst und Gemüse direkt auf dem Feld aussortiert. Bei Kartoffeln schaffen es in der Regel nur 60 Prozent in den Einzelhandel. Der Rest ist zu groß, zu klein oder zu buckelig.

Natürlich ist es wichtig die Verbraucher über Lebensmittelverschwendung im Haushalt aufzuklären und dieser entgegenzuwirken. Doch die Industrie und der Handel dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt produzieren und verkaufen sie Lebensmittel zu Dumping-Preisen, die dann später im Müll landen, weil sie vom Verbraucher keine Wertschätzung mehr erfahren. Zusätzlich animieren Werbung, Super-Spar-Preis-Angebote und XXL-Packungen die Verbraucher mehr zu kaufen, als sie tatsächlich brauchen.

Erst ein Systemwechsel weg von uniformer Billigware hin zu menschen- und umweltfreundlichen Produkten packt das Problem der Lebensmittelverschwendung an der Wurzel.



Faltblatt SelbstdarstellungUnsere neue Selbstdarstellung
 
Pünktlich zum Frühjahr haben wir unsere Selbstdarstellung aktualisiert und ihr ein neues, frisches Design verpasst.

Ebenso wie die Faltblätter und Broschüren zu unseren Arbeitsschwerpunkten Atomkraft, Gentechnik und Ökolandbau sowie Agrosprit können Sie die neue Selbstdarstellung ganz einfach im Internet bestellen.

Hier geht's zur Bestellseite
 



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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




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Vortrag: Gentechnik - Manipuliertes Leben
20. März 2012, 19 Uhr, Reformhaus Mayr, Bahnhofstraße 35, 82152 Planegg
Der Vortrag von Anja Sobczak, Referentin für Gentechnik im Umweltinstitut München, bietet Informationen zur Gentechnik bei Pflanzen - vom Anbau über Forschung und Freisetzungen bis zu geplanten Zulassungen. Darüber hinaus werden die Risiken für Menschen und Umwelt dargestellt. Zudem wird über Gentechnik in Lebensmitteln berichtet. Welche Produkte enthalten Gentechnik? Wie kann man Gentechnik in Lebensmitteln vermeiden? Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Um Anmeldung wird gebeten, da Teilnehmerzahl begrenzt: Tel: 089/85 99 559



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