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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, der 19. Oktober 2012

Litauens Bevölkerung entscheidet:
Atomkraft – Nein danke!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Zeppelin über Litauen: Atomkraft - Nein danke! Foto: Greenpeace, Dirizablisauf Einladung der litauischen Anti-Atom-NGO Atgaja, unterstützt von Greenpeace International, beteiligte sich das Umweltinstitut München an einer "Ask-the-Expert-Tour" über Atomkraft in vier Städten Litauens vom 9. bis 12. Oktober 2012. (Foto: Greenpeace/ Dirizablis)

Anlass der Tour war das Referendum am 14. Oktober 2012, bei dem sich die litauische Bevölkerung für oder gegen den Bau eines Atomkraftwerks und damit den Wiedereinstieg Litauens in die Atomenergie aussprechen konnte.

Die Experten, die aus Finnland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland sowie Osteuropa kamen, referierten jeweils über ihre landesspezifische Erfahrung mit der Atomkraft und standen den Zuhörern für Fragen zur Verfügung. Von der litauischen Atomlobby war die Expertengruppe als russische Agenten angekündigt worden, die für die Hetze gegen die Atomkraft bezahlt werden.

Um die Akzeptanz der Atomenergie im Land zu steigern, versprach man der Bevölkerung billigen Strom, viele neue Arbeitsplätze, ein stabiles, sicheres Energiesystem und das Wichtigste: Unabhängigkeit von Russland. Solche Versprechungen sind uns wohl bekannt. Daher war es unser Ziel, die Märchen und Lügen der Atomlobby zu widerlegen – keine leichte Aufgabe bei diesem einseitigen Informationsstand.

Um so überraschender fiel das Ergebnis des Referendums aus: Die Bevölkerung hat sich eindeutig gegen die Atomkraft ausgesprochen, ein schöner Erfolg! Das Referendum ist zwar nicht bindend für die Regierung, aber es ist ein gewichtiger Hinweis, dass die Menschen in Litauen keine Atomenergie möchten. Hoffentlich setzt die neue Regierung den Willen des Volkes um!

Einen ausführlichen Bericht über die Litauen-Tour finden Sie hier



Endspurt: Gegen Gen-Weizen einwenden!
 
Aktion: Gen-Weizen - Nein danke!Kommenden Mittwoch, den 24. Oktober, endet die Einwendungsfrist gegen die Freisetzung von genmanipuliertem Weizen. Kurzentschlossene haben die Möglichkeit, ihre persönliche Einwendung per Fax an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu schicken: Fax-Nummer: 030/ 18 444-89 999. Wichtig ist, dass Sie einen Nachweis der erfolgreichen Fax-Übertragung, zum Beispiel das Sendeprotokoll, ausdrucken und aufheben.

Helfen Sie mit, Gentechnik von unseren Feldern und Tellern fernzuhalten:
Unterstützen Sie unsere Aktion „Gen-Weizen – Nein danke!“ und verschicken Sie die Mustereinwendung!

Button: Hier können Sie aktiv werden





Agrosprit: Zweite Generation ist auch keine Lösung
 
Verkehrsstau; Foto: Th. Reinhardt, PixelioDie EU-Kommission will den Einsatz von Agrarkraftstoffen nicht weiter ausbauen. Endlich wird auch in Brüssel verstanden, dass Agrosprit negative Auswirkungen auf Klima und die Ernährungssituation armer Menschen hat. Ganz will Energiekommissar Oettinger aber dennoch nicht vom Agrarkraftstoff lassen. Er setzt auf Kraftstoffe aus Stroh und anderen „Abfällen“ – da diese eine bessere Klimabilanz hätten.

Ob dies wirklich stimmt, ist umstritten. Klar ist jedoch: Auch Algenreaktoren oder Holzplantagen brauchen große Flächen, die Verfahren sind extrem energieintensiv und der Ertrag ist nicht unbedingt höher als bei anderen Agrartreibstoffen. Und auch Reststoffe sind nur begrenzt vorhanden: Schon heute streiten sich Biogas-, Hackschnitzel- und Pelletsanlagen sowie die holzverarbeitende Industrie um organische „Abfälle“. 

Wir kommen nicht darum herum: Energiesparen ist die wichtigste Aufgabe im Verkehrssektor. Die Politik muss sich endlich von den Agrarkraftstoffen verabschieden und sich stattdessen um die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätssysteme kümmern.

Unterstützen Sie auch unsere Aktion „NEIN! zur "Biosprit"-Lüge“!


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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand



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Münchner Klimaherbst 2012 vom 10.10. bis 26.10.

Ökolandbau erleben und verstehen
20.10., 10.30-15 Uhr, Obergrashof, Obergrashof 1, 85221 Dachau
Der Ökolandbau steht als Sinnbild für nachhaltiges Wirtschaften. Schnelle Gewinne auf Kosten von Tieren, Umwelt und nachfolgenden Generationen sind hier tabu. Auf einer Führung über den Obergrashof bei Dachau erleben Erwachsene und Kinder, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert. Nach einer Brotzeit mit hofeigenen Produkten erfahren die Besucher bei dem Vortrag „Von grünen Wiesen und glücklichen Kühen“ mehr über die Nebenwirkungen unseres extremen Fleischkonsums. Durch den Tag führen Peter Stinshoff, Geschäftsführer und Gärtner auf dem Obergrashof, Verena Schmitt, Referentin für Ökolandbau und Ernährung im Umweltinstitut München e.V., und Annette Wächter vom NORD SÜD FORUM München e.V.

Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. und NORD SÜD FORUM München e. V.  Achtung: Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht!

Alle Veranstaltungen im Rahmen des Münchner Klimaherbst 2012 finden Sie auf www.klimaherbst.de



Fairena  Messe für gehandelte trade Produkte und Nachhaltigkeit
20.-21.10., Sa. 12-18, So. 11-18 Uhr, Reithalle, Heßstr. 132, München
Kontrolliert biologisch, fair gehandelt, umweltfreundlich, nachhaltig und ethisch korrekt: Immer mehr Menschen achten auf nachhaltigen Konsum. Die Nachhaltigkeitsmesse fairena gibt der Zielgruppe nun schon im dritten Jahr die Möglichkeit, sich zu informieren und auszutauschen. Neben der Ausstellung gibt es auch wieder ein umfangreiches Programm an Vorträgen. Zu den ReferentInnen zählt auch Christina Hacker vom Umweltinstitut München, die das Institut vorstellt und Einblicke in ihre Erfahrungen aus 25 Jahren NGO-Arbeit gibt. Mehr Infos



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