Logo Umweltinstitut
Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Mittwoch, den 25. Januar 2012

Kein Gen-Impfstoff für Tiere!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Aktion: Kein Gen-Impfstoff für Tiere!im Frühjahr 2012 soll in Deutschland die Freisetzung eines genmanipulierten bakteriellen Lebend-Impfstoffes für Pferde stattfinden. 

Der zum US-amerikanischen Merck Konzern gehörende Pharmahersteller Intervet plant einen dreijährigen Großversuch mit insgesamt 240 Fohlen und 240 Stuten.

Der Impfstoff soll die Tiere gegen eine Erkrankung durch das Bakterium Rhodococcus equi immunisieren.

Tatsächlich wird damit die Ausweitung der Massentierhaltung durch Genmanipulation verschleiert. Eingesetzt würde der fertige Impfstoff später in Zuchtfabriken, in denen mehrere tausend Pferde auf engstem Raum gehalten werden.

Massentierhaltung ohne Ansteckungsgefahr, mit Genmanipulation soll es möglich werden. Denn bei artgerechter Tierhaltung stellt die Erkrankung nur eine sehr geringe Bedrohung dar.

Viele Tierhalter wissen nicht, dass ihre Lieblinge jetzt schon mit genmanipulierten Lebend-Impfstoffen behandelt werden. Es gibt weder eine Kennzeichnungspflicht der Medikamente noch eine Informationspflicht durch den Tierarzt.
Lesen Sie hierzu auch die Hintergrundinfos sowie unsere aktuelle Pressemitteilung.

Das lassen wir uns nicht gefallen und starten deshalb unsere neue
Onlineaktion: Kein Gen-Impfstoff für Tiere!

Senden Sie eine E-Mail an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Gesundheitsminister Daniel Bahr und fordern Sie:

  • ein Freisetzungsverbot des Gen-Lebend-Impfstoffs für Pferde,
  • die Kennzeichnungspflicht für bereits zugelassene genmanipulierte Lebend-Impfstoffe, sowie eine Informationspflicht des Tierarzts vor der Verabreichung,
  • das Verbot weiterer Zulassungen von Gen-Lebend-Impfstoffen.



"Wir haben es satt" - Demo in Berlin ein voller Erfolg
 
Infostand Umweltinstitut MünchenDie Wut über eine rein profitorientierte Agrarpolitik hat am Samstag 23.000 Menschen auf die Straße getrieben.

Auch das Umweltinstitut war mit einem Infostand auf der „Wir haben es satt“-Demo vertreten und forderte gemeinsam mit VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern einen Systemwechsel in der Landwirtschaft.

Agrarfabriken, Billig-Lebensmittel und Überproduktion in Europa verursachen Tierleid, Höfesterben und gesundheitliche Risiken. Außerdem befeuern sie den Welthunger und den Klimawandel. Die Bundesregierung muss den Willen der Zivilgesellschaft endlich berücksichtigen und sich für eine ökologische bäuerliche Landwirtschaft einsetzen, statt die Interessen der Agrarlobby zu unterstützen.

Einen Videorückblick finden Sie auf www.wir-haben-es-satt.de, Fotos in unserem "Wir haben es satt"-Fotoalbum auf Facebook.


Antrag auf Änderung der Biopatentrichtlinien 
 
Faltblatt PatentePatente auf Pflanzen und Tiere bedrohen die globale Lebensmittelsicherheit und die Vielfalt in der Landwirtschaft. Nur einige wenige Agrarkonzerne machen mit dem Patentgeschäft fette Gewinne und treiben Verbraucher, Landwirte und Züchter in ihre Abhängigkeit.

Jetzt endlich reagiert auch die Politik auf diesen „Ausverkauf des Lebens“. In einem gemeinsamen Antrag fordern CDU/CSU, Die Grünen, FDP und SPD die Bundesregierung auf, sich für eine Änderung der Biopatentrichtlinie auf EU-Ebene einzusetzen. Ziel ist das Verbot der Patentierung von konventionellen Züchtungsverfahren einschließlich der damit gezüchteten Tiere und Pflanzen sowie deren Nachkommen und Produkte.

Dem Antrag müssen nun Taten folgen! Frau Aigner muss in Brüssel ein klares Zeichen gegen Patente auf Leben setzen und eine Verschärfung der Patentrichtlinien erwirken. Darüber hinaus fordert das Umweltinstitut ein generelles und weltweites Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere – unabhängig davon, ob es sich um konventionelle oder gentechnische Verfahren handelt.

Möchten Sie mehr über das Geschäft mit dem Leben erfahren? Wir haben unsere Gen-Info-Kampagne um zwei neue Flyer ergänzt: „Wer hat's erfunden - Patente auf Pflanzen & Tiere“ und „Allestöter - Roundup und Glyphosat“.

Gen-Info-Kampagne


Helfen Sie mit!
 
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Wir freuen uns über Ihre Hilfe beim Kampf für erneuerbare Energien und gegen die Atomkraft. Zusammen können wir für eine nachhaltige und ökologische Stromerzeugung sorgen.
Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:




Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

+ + + Termine + + +

Podiumsdiskussion: Uranmunition – Risiko für Mensch und Umwelt
Plakat Podiumsdiskussion Uranmunition26. Jan. 2012, 19.30 Uhr, München, Gasteig (Black Box), Rosenheimer Str. 5
Seit den ersten Einsätzen von Uranmunition im Irak und in Südost-Europa warnen Wissenschaftler und Menschenrechtler davor, dass der beim Angriff entstehende Uranstaub betroffene Gebiete über Jahrzehnte verseucht und die Menschen bedroht.
Der bekannte Strahlenbiologe, Professor Edmund Lengfelder, erläutert die Risiken von Uranmunition. Experten aus Politik, Militär und Medien diskutieren über Erfahrungsberichte, Verbindungen zu Deutschland und ein Verbot dieser Waffen.
Veranstalter: Handicap International e. V. München, Umweltinstitut München, e.V., DFG-VK, Pax Christi, Münchner Friedensbündnis. Mehr Infos



Das Umweltinstitut bei Facebook
Das Umweltinstitut bei Twitter

Spenden
Nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere unabhängige Forschungs- und Aufklärungsarbeit fortsetzen. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende! Hier können Sie bequem online spenden.
 
Natürlich können Sie auch auf unser Spendenkonto überweisen:
Umweltinstitut München e.V.
Konto 8 831 100, BLZ 700 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden und Beiträge an das Umweltinstitut München e.V. sind steuerlich absetzbar und zwar bis zur Höhe von 20% Ihrer persönlichen Einkünfte.
Fördern
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie bequem online Förderer werden.
Weiterempfehlen
Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt: Empfehlen Sie uns weiter!
Einfach auf "Weiterleiten" drücken oder übermitteln Sie Ihren Freunden und Bekannten folgenden Link:
www.umweltinstitut.org/newsletter
Anregungen
Anregungen und Kritik sind immer willkommen!
newsletter@umweltinstitut.org
Umweltinstitut München e.V. | Landwehrstraße 64 a | 80336 München | umweltinstitut.org

Abmeldung von diesem Newsletter:

Anhang: