Logo Umweltinstitut
Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, den 26. April 2012

Atomkatastrophe würde Deutschland überfordern

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Unglücksreaktor im AKW Tschernobyl; Foto: Salmyginheute jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 26. Mal. Ein Leben in der Sperrzone im Umkreis von 30 Kilometern um den Atomkomplex ist nach wie vor nicht erlaubt, die Strahlung ist noch viel zu hoch. Wenn in Deutschland oder in grenznahen Gebieten unserer Nachbarländer ein Unfall wie Tschernobyl oder Fukushima geschieht, käme wohl jede Hilfe zu spät.

Laut Informationen des SPIEGEL belegt dies eine unveröffentlichte Studie des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die vom Bundesumweltministerium nach Fukushima in Auftrag gegeben wurde. Die Radioaktivität würde sich demnach deutlich weiter ausbreiten, als bisher angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden. Dies sei in der bisherigen Notfallplanung aber nicht vorgesehen.

Das Umweltinstitut München fordert, dass die neue Studie des BfS, die vom Bundesumweltministerium unter Verschluss gehalten wird, unverzüglich offengelegt wird. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, dass bei einer Atomkatastrophe im Ernstfall keine Hilfe möglich ist.

Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung



Endlich neue Hülle für Reaktor 4
 
Sarkophag Reaktor 4, Tschernobyl; Foto: Wiki Commons, Carl MontgomeryAls Reaktor 4 des Tschernobyl-Komplexes explodierte, wurden Unmengen an Radioaktivität in die Umwelt geschleudert - mit den bekannten Auswirkungen, die auch uns in Südbayern heute noch begleiten. Der damals eilig erbaute Sarkophag (siehe Bild rechts) ist inzwischen brüchig und über Risse kann sowohl Wasser eindringen als auch radioaktiver Staub nach außen gelangen.

Die geschätzten Kosten für einen seit Jahren geplanten Neubau in Höhe von einer Milliarde Euro werden zu zwei Dritteln von den G7-Staaten getragen. Jetzt im April sind die Baumaßnahmen für die neue Hülle angelaufen. Bis Herbst 2015 soll sie fertig sein und Schutz für die nächsten 100 Jahre bieten. Danach soll dann mit dem Rückbau des havarierten Blocks begonnen werden.

Die "Aufräumarbeiten" von Tschernobyl zeigen, in welchen Dimensionen Kostenrahmen und Zeitspannen sich bewegen. In Fukushima sind sogar vier Reaktoren havariert und einsturzgefährdet und noch weit von einem sicheren Einschluss entfernt. Die Folgen für Japan sind heute noch gar nicht absehbar.



Aktion: Kein Steuergeld für Atomkraft!Kein Steuergeld für AKWs!
Unsere europäischen Atom-Nachbarn wollen die Atomkraft nicht nur behalten, sondern sie wollen auch noch unser Steuergeld für ihre Risikotechnologie ausgeben!

Die Minister Röttgen und Rösler finden dies wie EU-Kommissar Oettinger durchaus  bedenkenswert.

Daran erkennen wir, dass zumindest diese drei weder die Gründe für den Atomausstieg verstanden haben, noch bereit sind, den fast einstimmigen Beschluss des deutschen Bundestags konsequent im Sinne der Bevölkerung umzusetzen.

Schreiben Sie an Bundeskanzlerin Merkel und EU-Energiekommissar Oettinger und fordern Sie, dass eine EU-weite Förderung von AKW-Neubauten und eine Begünstigung von Atomstrom abgelehnt wird.

Hier geht´s zur Aktion:



Münchner Stadtgespräche, Ausgabe 59/60Tschernobyl, Fukushima - Es bleibt viel zu tun!
 
Die Sonderausgabe der Münchner Stadtgespräche zu den Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima bietet interessante und umfassende Informationen rund um die Gefahren der Atomkraft und zeigt auf, wie jede/r Einzelne einen Beitrag zur Energiewende leisten kann.

Unter anderem erwarten Sie folgende Artikel:
25 Jahre Tschernobyl – die Folgen der Katastrophe;
Als die Wolke nach Bayern kam, Erinnerungen zweier Zeitzeugen an die Wochen nach dem GAU;
Im Ernstfall hilflos, wie der Katastrophenschutz im Falle eines Atomunglücks bei uns geregelt würde und
Fit für den Wechsel, worauf Sie bei der Wahl Ihres Ökostromanbieters achten sollten.

Hier geht's zur Bestellung



Die Ratten von Ohu; Bild: Petra JakobKinderbuch: Die Ratten von Ohu
 
Ein kleines Volk von Ratten, das am kalten Aichbach lebt, beschließt zum Atomkraftwerk Ohu umzusiedeln. Dort, so hat Vater-Ratte Rattompolix gehört, soll es herrlich warmes Wasser, riesige Rettiche und meterhohen Löwenzahn geben.
Doch bei Ohu angekommen, entpuppt sich das vermeintliche Schlaraffenland als ungesunder Lebensraum. Die Ratten beginnen nach und nach krank zu werden, Halsweh und Haarausfall plagen die ganze Sippe. Doch Rattompolix beschwichtigt die besorgten Ratten-Mütter, es bestehe keine Gefahr.

Als eines Tages eine durchsichtige Wolke dem Kamin des AKW entweicht und die Kinder sich nach einem Regenschauer schwere Verbrennungen in den Pfützen zuziehen, sieht auch der Ratten-Vater ein, dass die Gegend um Ohu kein gutes Zuhause ist. Das Völkchen flüchtet und sucht sein Glück schließlich am weit entfernten Schliersee, wo das Wasser zwar eisig, dafür aber ungefährlich ist.

Die Fabel, die bereits 1986/87 von Lutz Castell, Katja Schwalb und Karin Wurzbacher, Physikerin im Umweltinstitut München, geschrieben und von Petra Jakob illustriert wurde, ist seit Juni 2011 erhältlich.

Bestellung direkt an: Herausgeber Prof. Dr. Lutz Castell
Institut für Umweltuntersuchungen Starnberg e.V., Monatshausener Str. 7, 82396 Pähl
Tel: 08808 / 92 35 96, E-Mail: susanne.mundorf@freenet.de



Helfen Sie mit!
 
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:




Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




+ + + Termine + + +

Logo Mütter gegen Atomkraft, Foto: www.muettergegenatomkraft.deTschernobyl-Jahrestag
26. April 2012, 18-20 Uhr, Richard-Strauss-Brunnen, Neuhauserstr. 51, München
Zum 26-jährigen Gedenken an die Atomkatastrophe von Tschernobyl veranstalten die Mütter gegen Atomkraft einen Infostand in der Münchner Innenstadt. Interessierte erhalten neben ausführlichem Infomaterial auch die Gelegenheit zum Austausch mit den engagierten Zeitzeuginnen. 


Jubiläumsfeier: 25 Jahre Fritz MühlenbäckereiLogo Fritz, Foto: www.fritz-muehlenbaeckerei.de
5. und 6. Mai 2012, Fritz Mühlenbäcker GmbH, Münchener Str. 28, 85653 Aying
Die ökologische Fritz-Mühlenbäckerei veranstaltet zum 25-jährigen Jubiläum ein Fest für Kunden und alle, die sich für die biologische Bäckerei interessieren. Highlight der Veranstaltung ist die offene Backstube, bei der Besucher den Bäckern über die Schulter schauen können. Auch das Umweltinstitut München ist mit einem eigenen Infostand dabei. Zudem hält Gentechnik-Referentin Anja Sobczak am Sonntagnachmittag einen Vortrag zum Thema Gentechnik.



Das Umweltinstitut bei Facebook
Das Umweltinstitut bei Twitter

Spenden
Nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere unabhängige Forschungs- und Aufklärungsarbeit fortsetzen. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende! Hier können Sie bequem online spenden.
 
Natürlich können Sie auch auf unser Spendenkonto überweisen:
Umweltinstitut München e.V.
Konto 8 831 100, BLZ 700 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden und Beiträge an das Umweltinstitut München e.V. sind steuerlich absetzbar und zwar bis zur Höhe von 20% Ihrer persönlichen Einkünfte.
Fördern
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie bequem online Förderer werden.
Weiterempfehlen
Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt: Empfehlen Sie uns weiter!
Einfach auf "Weiterleiten" drücken oder übermitteln Sie Ihren Freunden und Bekannten folgenden Link:
www.umweltinstitut.org/newsletter
Anregungen
Anregungen und Kritik sind immer willkommen!
newsletter@umweltinstitut.org
Umweltinstitut München e.V. | Landwehrstraße 64 a | 80336 München | umweltinstitut.org

Abmeldung von diesem Newsletter: