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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, den 31. Mai 2012

Fristverlängerung für Einwendungen gegen Temelín-Ausbau

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Aktion: Kein Ausbau von Temelin!gute Nachbarschaft sieht anders aus: Der tschechische Präsident hat eine Entscheidung zum Ausbau von Temelín offenbar schon vorgezogen: "Es wäre falsch zu glauben, dass Druck von außen bei uns etwas ändern würde! Das bewirkt das genaue Gegenteil!" So hat er laut Frankenpost die vielen Einwendungen, die im aktuellen UVP-Verfahren bereits bei der tschechischen Regierung eingegangen sind, kommentiert.

Jetzt erst recht!
Dank einer von Bayern erwirkten Fristverlängerung ist es noch bis zum
18. Juni möglich, gegen den Ausbau des Atomkomplexes Temelín einzuwenden. Wir wollen den Druck erhöhen und den Bau von zwei neuen Blöcken verhindern!

Tschechien ist wie Deutschland ein Strom-Exportland und hat keinen Versorgungsnotstand. Der Atomstrom, am besten noch von der EU subventioniert, soll nur dazu dienen, ihn z.B. nach Deutschland zu verkaufen in der Hoffnung, dass unsere Energiewende scheitert. Die Rechnung darf aber nicht aufgehen.

Machen Sie mit bei unserer Online Einwendungsaktion! Wir haben in Absprache mit den zuständigen tschechischen und bayerischen Behörden einen für Sie sehr einfachen Weg der Beteiligung vereinbart. Sie müssen nur Ihren Namen einsetzen und elektronisch absenden! Informieren Sie auch Ihre FreundInnen, KollegInnen und Bekannten!

Am 22. Juni wurde von der tschechischen Regierung ein Erörterungstermin im tschechischen Budweis festgesetzt. Dort wird allen Einwendern die Gelegenheit gegeben, ihre Einwände mündlich den Regierungs- und Projektvertretern nahezubringen. Der Vorstand des Umweltinstitut München wird an der Erörterung teilnehmen und die Gefahren des Atomprojekts aufzeigen.

Button: Hier können Sie aktiv werden

Sehen Sie hierzu auch den aktuellen Beitrag "Temelin: Bayern macht mobil!" im Bayerischen Fernsehen. 



Plakat: Keine Gebntechnik im Essen!, Foto: FotoliaBundesregierung forciert
Gentechnik in Europa

 
Mit der Weigerung nationale Anbauverbote zuzulassen, stellt die Bundesregierung die Weichen für einen breiten Einzug der Agrogentechnik in Europa. Wird im Juni dafür keine Zustimmung im EU-Umweltministerrat erzielt, stehen in Kürze zahlreiche Neuzulassungen zum Anbau von genmanipulierten Pflanzen bevor. Zum ersten Mal könnten auch herbizidresistente Pflanzen darunter sein.

Gleichzeitig will die EU-Kommission auf Drängen der Gentechniklobby Verunreinigungen mit nicht zugelassenen Gen-Pflanzen in Lebensmitteln erlauben. Das Umweltinstitut München protestiert gemeinsam mit anderen Verbänden gegen die geplanten Neuzulassungen und gegen illegale Genpflanzen in Lebensmitteln.

Das Umweltinstitut München und das Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft fordern die CSU Landesleitung und Ministerin Aigner mit einer Kurzdemonstration zum Tag der Umwelt am 5. Juni 2012 (siehe Termine unten) auf, sich für ein Veto in Brüssel einzusetzen. Die CSU muss sich eindeutig positionieren und den Weg für nationale Anbauverbote freimachen.



Agrosprit wird weiterhin grün gewaschen
 
Rapsfeld; Foto: pixelio.de, BgKan, privatDer Anbau von Agrosprit-Pflanzen zerstört Wälder und Moore, wobei riesige Mengen an CO2 frei werden. Daher soll die Europäische Kommission einen Regelungsvorschlag einbringen, ob und wie diese so genannten indirekten Landnutzungsänderungen (Indirect Land Use Change oder iLUC) in der Klimabilanz des Agrosprits berücksichtigt werden. Unsere Website zum Thema finden Sie hier

Diskutiert wird, einen „iLUC-Faktor“ einzuführen. Dieser Faktor würde die Klimabilanz von Agrartreibstoff verschlechtern, was zu einem Verbot der besonders klimaschädlichen Agrarkraftstoffe führen könnte. Dennoch spricht sich das Umweltinstitut München gegen den iLUC-Faktor aus: Wir meinen, die Beimischung von Agrarkraftstoffen muss komplett abgeschafft werden!

Der iLUC-Faktor würde Agrarkraftstoffe grün waschen und ihre negativen Auswirkungen verschleiern. Der Öffentlichkeit würde vorgegaukelt, der iLUC-Faktor garantiere Klima- und Umweltschutz. Dabei verursachen Agrarkraftstoffe weiterhin  Klimaschäden, Menschenrechtsverletzungen, Hunger, Wasserverbrauch, Bodendegradation und verhindern die Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrs.



Helfen Sie mit!
 
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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand




+ + + Termine + + +

Deutscher Aktionstag Nachhaltigkeit
4. Juni 2012, 16:15-19 Uhr, Obergrashof, Obergrashof 1, 85221 Dachau
Bei einer Führung über den Bio-Betrieb Obergrashof erleben Erwachsene und Kinder hautnah, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert. Organisiert wird die Veranstaltung vom Umweltinstitut München im Rahmen des bundesweiten Aktionstag Nachhaltigkeit.

Bei Interesse können Sie sich noch bis Freitag, 10 Uhr, telefonisch (089/ 30 77 49-0) oder per E-Mail (info@umweltinstitut.org) anmelden. Der Obergrashof ist vom S-Bahnhof Dachau bequem mit dem Bus Linie 291 zu erreichen. Führung und die anschließende Brotzeit sind kostenlos. Über Spenden freuen wir uns. Mehr Infos


Demo: Keine Verschmutzungsgrenzwerte für Gentechnik in  Lebensmitteln und keine neuen Anbaugenehmigungen für Gentechnikpflanzen in der EU!
5. Juni, 10.30-11 Uhr, Gebäude der CSU- Landesleitung, Franz Josef Strauß-Haus, Nymphenburger Str. 64, 80335 München
Die EU-Kommission will die Nulltoleranz für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Lebensmitteln abschaffen und Verunreinigungen bis 0,1 Prozent zu akzeptieren. Außerdem sind im Juli neue Anbauzulassungen für gentechnisch veränderte Maislinien zu befürchten.

Mit der Übergabe einer Resolution an den CSU Generalsekretär Alexander Dobrindt im Rahmen einer kleinen Demonstration vor der CSU Landesleitung in München möchte das Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft ein Zeichen setzen: Es fordert von der CSU und Ministerin Aigner gegen beide Vorhaben in Brüssel ein Veto einzulegen.


Öffentlicher Anhörungstermin zu Temelin 3 und 4 in Budweis
22. Juni, ab 10 Uhr, Sportovní hala (Sporthalle), Stromovka 695/12
37001 Budweis, Tschechische Republik

Das Umweltministerium der Tschechischen Republik hat den Termin für die formelle öffentliche Anhörung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur „neuen Kernkraftanlage am Standort Temelin einschließlich der Ableitung der Generatorleistung in das Umspannwerk mit Schaltanlage Kocin“ bekannt gegeben.

Der Anhörungstermin dient dazu, die Fragen und Bedenken der Öffentlichkeit zu dem geplanten Neubau der Kernkraftwerke Temelin 3 und 4 zu erörtern. Zu der Veranstaltung ist auch die interessierte deutsche Öffentlichkeit eingeladen. Für die Teilnehmer aus Deutschland steht eine Übersetzung ins Deutsche zur Verfügung.
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