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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, der 01. März 2013

Fracking-Gesetz: Tarnen und Täuschen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Gewässerschutz PiktogrammBundesumweltminister Peter Altmaier hat einem Gesetzesentwurf zum Fracking zugestimmt, den er am vergangenen Mittwoch als „faktisches Moratorium“ für solche Vorhaben angepriesen hat. Doch dieser Entwurf täuscht die Bürger und wiegt sie in falscher Sicherheit. Minister Altmaier schlägt vor, dass Fracking in Trinkwasserschutzgebieten verboten sein soll und eine so genannte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss. Doch Trinkwasserschutz und UVP sind selbst bei weit weniger gefährlichen Projekten selbstverständlich. Eine UVP beschreibt zudem nur, welche Umweltschäden durch eine bestimmte Maßnahme entstehen können. Keineswegs aber verhindert sie automatisch ein umweltschädliches Projekt. Sollte zum Beispiel durch eine UVP festgestellt werden, dass ein Fracking-Vorhaben das Grund- und Oberflächenwasser gefährdet und Millionen Liter chemikalienverseuchter Abwässer produziert, muss dies nicht zwangsläufig heißen, dass dieses Projekt auch verboten wird.

Angeblich könnten die deutschen Schiefergasvorkommen den deutschen Gasbedarf für 13 Jahre decken. Wollen wir dafür das Risiko eingehen, unser Trinkwasser für Jahrzehnte, vielleicht sogar für Jahrhunderte zu vergiften? Wir sagen nein und fordern von Herrn Altmaier ein generelles Verbot unkonventioneller Gasförderung!

Zusätzliche Informationen zum Thema Fracking finden Sie auf unserer Homepage



Bio-Ei

Bio ist besser!

Der Skandal um falsch etikettierte Eier zieht immer größere Kreise. Ein wilkommener Anlass für die Medien, sich mal wieder auf die Bio-Branche zu stürzen. Längst ist der Eier-Skandal zum Bio-Skandal geworden. Dass die meisten verdächtigen Betriebe konventionelle Hühnerhalter sind, ist da nicht von Bedeutung – Bio-Bashing verkauft sich einfach gut.

Natürlich müssen die schwerwiegenden Vorwürfe auch gegen Bio-Hühnerhalter lückenlos aufgeklärt, die Täter bestraft und von der Bioproduktion ausgeschlossen werden. Doch Bio per se als nicht vertrauenswürdig abzustempeln ist falsch. Denn das eigentliche Problem beim Eier-Betrug sind die agrarindustriellen Strukturen der verdächtigen Betriebe und das gnadenlose Preisdiktat der Lebensmittelindustrie.

Nur eine regionale, bäuerlich-ökologische Landwirtschaft kann gesunde und hochwertige Lebensmittel für uns Verbraucher produzieren und uns wirksam vor Betrug schützen. Die Politik muss endlich aufhören, agrarindustrielle Strukturen zu subventionieren. Bäuerliche Öko-Betriebe sind die Zukunft unserer Landwirtschaft. Diese müssen konsequent gefördert werden.

Hier finden Sie Informationen zum Ökolandbau und zu Bio-Lebensmitteln.



Atommüll-FässerAtommüll-Abschiebung

Deutscher Atommüll nach Russland? Nein, beteuerten Kanzlerin Merkel und Umweltminister Altmaier Anfang des Jahres, als bekannt wurde, dass der Export von Atommüll künftig genehmigt und der Vorrang der Entsorgung im Inland wegfallen würde. Es würde lediglich eine EU-Richtlinie umgesetzt, so die Beschwichtigungen, Atommüll-Exporte kämen nicht infrage.

Dumm nur, dass jetzt durch einen Bericht der Süddeutschen Zeitung bekannt wurde, dass die Bundesregierung seit 2006 über entsprechende Pläne informiert war. Der skandalträchtige Energiekonzern EnBW hatte die Idee, um den Rückbau des 2005 stillgelegten AKWs Obrigheim zu "optimieren", den Müll nach Russland zu verbringen und damit lästige Genehmigungsverfahren zu vermeiden. Verhandlungen mit Russland wurden aufgenommen, auf dem Reißbrett existierte sogar schon eine deutsch-russische Holding.

Das Lügen und Vertuschen seitens der Bundesregierung muss endlich aufhören. Beteiligen Sie sich an den bundesweiten Demonstrationen zum Fukushima-Jahrestag und fordern Sie einen konsequenten Atomausstieg, ohne Atomstrom-Import durch die Hintertür und ohne Atommüll-Abschiebung in Drittländer.

Infos zu den Demos finden Sie hier, Materialien zum Verteilen können Sie hier bestellen.



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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald

Harald Nestler
Vorstand



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Demo: Fukushima ist überall


Demo: Fukushima ist überall
AKWs JETZT ABSCHALTEN!
9. März 2013, in ganz Deutschland und weltweit
Zum zweiten Jahrestag des Super-GAUs von Fukushima und sechs Monate vor der Bundestagswahl, wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen die Atomkraft setzen, an dem niemand vorbei kann. Bundesweit und in Nachbarländern wird es dazu viele große Aktionen geben. Das Umweltinstitut beteiligt sich an der Demo in Günzburg nahe des AKW Gundremmingen mit einem eigenen Infostand. Mehr Infos



Hunger im Überfluss – eine menschengemachte Katastrophe
12. März. 2013, 20 Uhr, Kultur- und Tagungszentrum Murnau, Kohlgruber Straße 1, 82418 Murnau am Staffelsee
Jeder siebte Mensch auf der Erde leidet an Hunger. Mindestens genauso viele Menschen sind krankhaft übergewichtig. Industrielle Nahrungsmittelproduktion, hoher Fleischkonsum, Lebensmittelspekulationen und Agrokraftstoffe sind Ursachen für das fatale Ungleichgewicht. Verena Schmitt, Referentin für Ökolandbau und Ernährung im Umweltinstitut München e. V., gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Welternährung und beschreibt die globalen Zusammenhänge von Hunger und Überfluss.
Veranstalter: BN-Ortsgruppe Murnau mit Umgebung, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


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