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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Dienstag, 01. Oktober 2013

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Nutztiere massiv mit Glyphosat belastet

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Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Milchküheim Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchte die Professorin und Fachärztin für Mikrobiologie Dr. Monika Krüger von der Uni Leipzig 240 dänische Kühe auf Rückstände des gefährlichen Spritzmittels Glyphosat. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Urinproben der konventionell gehaltenen Kühe waren allesamt belastet. Darüber hinaus wurden erhöhte Konzentrationen verschiedener Enzyme in den Blutproben der Tiere gefunden, die auf geschädigte Organe und Muskeln hinweisen.

Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass lebenswichtige Spurenelemente wie Mangan und Kobalt weit unter den Referenzwerten lagen, was mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die importierten, stark glyphosathaltigen Futtermittel wie Soja zurückzuführen sei.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sieht trotz dieser neuen Ergebnisse weiterhin keinen Handlungsbedarf. Schon auf eine vom BUND initiierte Studie, die in 18 europäischen Ländern den Urin von Großstädtern untersuchen ließ, reagierte das BfR mit der Behauptung, dass „die im Urin gefundenen Werte nicht auf eine gesundheitlich bedenkliche Belastung der Verbraucher mit Glyphosat hinweisen“. Die Tatsache, dass immerhin 70 Prozent dieser Proben belastet waren, sieht das BfR dabei wohl eher als nebensächlich an.

Einmal mehr stellt sich die Frage, wie viele Studien die deutschen Behörden noch benötigen, um endlich entsprechend zu handeln und den Glyphosateinsatz zu verbieten. Das mittelamerikanische Land El Salvador macht es vor und hat letzte Woche den Wirkstoff Glyphosat zusammen mit 52 anderen gefährlichen Agrargiften verboten.

Beteiligen Sie sich an unserer Unterschriftenaktion und setzen Sie damit ein Zeichen gegen Glyphosat in unserem Essen!

 Onlineaktion



Gentechnikkonzerne vs. Verbraucherschutz

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KonzernmitarbeiterTransparenz und Verbraucherschutz zählen offensichtlich nicht zu den großen Stärken der Agrarkonzerne: Mit millionenschweren Spenden finanzieren diese eine PR-Kampagne gegen die Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Nahrung in den USA. Weil die Verbraucher keine Gentechnik in ihrem Essen wollen, stemmen die Konzerne sich mit aller Macht gegen eine Wahlmöglichkeit.

Im November stimmt der US-Bundesstaat Washington nun über eine verpflichtende Kennzeichnung von genmanipulierten Zutaten in Lebensmitteln ab. Weil sie einen Dominoeffekt befürchten, der zu einer flächendeckenden Kennzeichnungspflicht führen könnte, versuchen die Agrarkonzerne, das Abstimmungsergebnis in ihrem Sinne zu beeinflussen. Monsanto lässt sich das laut einem Medienbericht 4,6 Millionen Dollar kosten. Auch Bayer und BASF sind mit 600.000 bzw. 500.000 US-Dollar dabei und unterstützen die Kampagne gegen die Kennzeichnungspflicht.




12. Oktober: March against Monsanto

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March against MonsantoAm Samstag, 12. Oktober findet der zweite "March Against Monsanto" statt, ein weltweiter Aktionstag gegen die Machenschaften des Agrarriesen. Am "World Food Day" versammeln sich weltweit in bisher 517 Städten Aktivistinnen und Aktivisten, um gemeinsam für gesunde Nahrung und Lebensbedingungen zu demonstrieren. Auch das Umweltinstitut wird mit einem Infostand und Redebeiträgen bei der Veranstaltung in München präsent sein.

Der amerikanische Chemie- und Saatgutkonzern Monsanto vermarktet weltweit gentechnisch veränderte Organismen, patentiertes Saatgut und das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel "Roundup". Glyphosat ist das meist eingesetzte Pflanzengift weltweit und Rückstände werden nunmehr nicht nur in Lebensmitteln, Futtermitteln und Gewässern gefunden, sondern laut aktuellen Studien auch im Urin von Menschen und Kühen (siehe oben).

Kommen Sie und demonstrieren Sie mit gegen die Machenschaften von Monsanto, gegen Gentechnik, gegen die Patentierung von Saatgut und gegen die Monopolisierung unserer Nahrung! Demonstrationen finden bundesweit bisher in folgenden Städten statt: Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt, Krefeld, Leer und Saarbrücken.


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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand


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March against Monsanto

Samstag, 12. Oktober 2013
Karlsplatz/Stachus, München, ab 12.00 Uhr

Am 12. Oktober findet der zweite "March Against Monsanto" statt, ein weltweiter Aktionstag gegen die Machenschaften des Agrarriesen. Am "World Food Day" versammeln sich weltweit in bisher 517 Städten Aktivistinnen und Aktivisten, um gemeinsam für gesunde Nahrung und Lebensbedingungen zu demonstrieren.

Auch das Umweltinstitut München e.V. wird mit einem Infostand und Redebeiträgen bei der Veranstaltung präsent sein.

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