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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, 7. Juni 2013

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Fracking-Gesetz gescheitert

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Frackingdie schwarz-gelbe Regierung ist am Dienstag mit dem letzten Versuch gescheitert, das geplante Gesetz zur Regelung von Fracking und unkonventioneller Gasförderung noch vor der Bundestagswahl zur Abstimmung zu bringen.

In den letzten Monaten war die Einbringung des extrem industriefreundlichen Entwurfs von Bundesumweltminister Altmaier aufgrund von internen Streitigkeiten in der Koalition immer wieder verschoben worden. Der Entwurf sah vor, Fracking auf 86% des Bundesgebiets zu ermöglichen, unter anderem auch in wichtigen Trinkwassereinzugsgebieten wie der Ruhr, die vier Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt. Das war nicht einmal innerhalb der Union konsensfähig.

Nun muss dringend ein Moratorium für die Anwendung von Fracking beschlossen werden, das solche Fördervorhaben bis auf Weiteres untersagt. Denn momentan sind Erkundungsbohrungen und Fracking weiterhin genehmigungsfähig und zudem nach dem stark überholungsbedürftigen Bergrecht geregelt, das noch nicht einmal zwingend eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorschreibt.

Setzen Sie auch weiterhin ein klares Zeichen und beteiligen Sie sich an unserer Onlineaktion „Fracking verbieten!“, um in der nächsten Legislaturperiode ein vollständiges Verbot zu erreichen.

Button: Hier geht`s zur Onlineaktion






Täuschungsmanöver: Monsantos „Rückzug“ aus Europa

MonsantoDiese Nachricht war fast zu schön, um wahr zu sein: Vergangene Woche berichteten zahlreiche Medien von taz bis FAZ, der Agrarkonzern Monsanto wolle den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa nicht weiterverfolgen und sich stattdessen auf die florierenden Geschäfte mit konventionellem Saatgut und dem Pflanzengift ‚Roundup’ konzentrieren. Monsanto widerspricht den Medienberichten, die diese Nachricht als vollständigen Rückzug des Konzerns aus der Gentechnik in Europa interpretierten.

Monsanto hat bisher keinen einzigen seiner laufenden Zulassungsanträge für Gentech-Pflanzen zurückgezogen. Schon in der nächsten Woche könnte deshalb wieder ein Gen-Mais von Monsanto und Dow als Futter- und Lebensmittel in der EU zugelassen werden. Die Bundesregierung muss hier endlich im Sinne ihrer Wähler handeln und sich für ein Verbot stark machen.

Schluss mit Gift und Gentechnik, Schluss mit Agrarindustrie! „Mir-hams-satt“ - kommen auch Sie zur großen Demo am 13. Juli in München. Protestieren Sie gegen die Agrarkonzerne wie Monsanto, BASF, KWS und die gesamte Gentechlobby und setzen Sie sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein!



Genopoly - Gentechnik um jeden Preis?

Seminarreihe GenopolyKaum einer will sie, ihr Nutzen ist nicht erkennbar, immer offensichtlicher treten die Risiken zutage - und dennoch scheint sie unaufhaltsam: Die Anwendung der Gentechnik bei Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Die falschen Versprechungen der Gentech-Lobby hören sich meist gut an und sind oft nicht sofort als solche zu erkennen. Deshalb wollen wir in unserer Vortragsreihe “Genopoly” Basisinformationen für eine
kritische Auseinandersetzung mit der Agro-Gentechnik liefern.

Im ersten Vortrag der Veranstaltungsreihe am Donnerstag, 13. Juni 2013 referiert Dr. Christoph Then von Testbiotech e.V. unter anderem über folgende Themen:
• Was ist überhaupt Gentechnik?
• Kommerzieller Anbau heute - weltweit, in der EU und in Deutschland
• Zulassungspraxis in der EU und in Deutschland
• Gentechnikrecht - Gesetze und Verordnungen

Die Veranstaltung in Kooperation mit oekom e.V. findet im münchner zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rgb. in München statt. Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung unter Tel. 089/30 77 49-0 oder info@umweltinstitut.org.

Und noch eine Leseempfehlung für alle, die nicht zur Veranstaltung nach München kommen können: In der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift Münchner Stadtgespräche geben namhafte ExpertInnen einen Überblick zum aktuellen und zukünftigen Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft, weisen auf Risiken und Nebenwirkungen hin und zeigen Alternativen auf.


Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand



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Mir hams satt! - Große Demonstration in München

Mir hams satt Banner

Sa, 13. Juli 2013, 11:00 Uhr Odeonsplatz, 12:15 Uhr Demonstrationszug zur Staatskanzlei und Abschlusskundgebung

Das Umweltinstitut München organisiert gemeinsam mit einem großen Trägerkreis aus Umwelt-, Vebraucherschutz- und kritischen Bauernverbänden sowie verkehrspolitischen Initiativen eine Großdemonstration in München.

Wir fordern eine Wende in Bayern: Für eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft, Bienen- und Verbraucherschutz und einen ressourcenschonenden Umgang mit unserer Natur! Mit der Demo wollen wir unsere gemeinsamen Forderungen in Richtung Landes- und Bundespolitik laut und deutlich machen.

Damit auch in München Tausende von Menschen aus ganz Bayern auf die Straße gehen, brauchen wir Ihre Unterstützung:

•  Kommen Sie am 13. Juli auf den Odeonsplatz!
•  Bestellen Sie Demo-Mobilisierungsmaterialien!
•  Verteilen Sie Demo-Flyer und Plakate im Bioladen oder Supermarkt, in Banken, Büchereien, bei Nachbarn - einfach überall, wo es möglich ist!

Weitere Infos zum Ablauf der Demonstration finden Sie hier.


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