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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, 08. November 2013

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EU-Kommission ebnet den Weg für Genmais in Europa

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Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Smartstaxjetzt ist es amtlich: Die EU-Kommission hat den genmanipulierten Mais "Smartstax", der sechs Insektengifte produziert und gegen die Herbizide Glyphosat und Glufosinat resistent ist, als Lebens- und Futtermittel in der Europäischen Union zugelassen - und das, obwohl es keine ausreichenden Gesundheitsstudien dazu gibt.

Als ob dies nicht schon genügend schlechte Nachrichten wären, wurde diese Woche auch der Genmais 1507 von Pioneer, der ebenfalls gegen Glufosinat resistent ist und ein Insektengift produziert, von der EU-Kommission zum Anbau empfohlen. Im Dezember steht die Abstimmung durch die Mitgliedsstaaten an. Kommt keine qualifizierte Mehrheit gegen den Anbau zustande, wäre dieser ab 2014 möglich.

Auf unserer Webseite erfahren Sie mehr über die Risiken der Gentechnik und können unsere Broschüre zum Thema herunterladen oder bestellen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie außerdem in den Münchner Stadtgesprächen zum Thema "Genfood in unserem Essen".


Das Landwirtschafts-Reförmchen

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Agrarpolitik

In dieser Woche haben die Agrarminister der 16 Bundesländer über die künftige Verteilung der EU-Gelder an die hiesigen Landwirte entschieden. Es geht um eine Summe von etwa 6,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Zwar wird den kleinen und mittelgroßen Betrieben durch die Beschlüsse der Rücken gestärkt, in vielen Belangen bleibt der Kompromiss jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück: Zwar erhalten kleine Bauernhöfe für die ersten 46 Hektar als Ausgleich für die im Vergleich zu Großbetrieben höheren Produktionskosten eine gesteigerte Flächenprämie. Es wird allerdings nach wie vor keine Obergrenzen bei den Prämienzahlungen für Großbetriebe geben. Diese Prämie wird auch weiterhin nur an den Besitz von Flächen gekoppelt, der Mehraufwand bäuerlicher Arbeit für eine nachhaltige Landwirtschaft wird damit auch zukünftig nicht honoriert.

Die Ministerkonferenz einigte sich darüber hinaus auf die Ausgestaltung des Programms zur Förderung des ländlichen Raums. Dazu hätten 15 Prozent der Direktzahlungen in den Umweltschutz umgeschichtet werden können - beschlossen wurden allerdings nur 4,5 Prozent.

Dem Ziel der EU-Kommission, über das so genannte „Greening“ mehr Naturschutz in die Landwirtschaft zu integrieren, droht in der deutschen Umsetzung die völlige Verwässerung. Von den geforderten sieben Prozent Ökovorrangflächen, die für die Förderung der Artenvielfalt bereitgestellt werden sollten, sind nur mehr fünf Prozent übriggeblieben – der Bauernverband hatte entsprechenden Druck auf die Politik ausgeübt. Wie der genaue Maßnahmenkatalog des „Greenings“ aussehen soll, ist weiterhin unklar.

Informationen zu den Lügen der Agrar-Lobby finden Sie in unserer Agrar-Infokampagne.


TV-Tipp: "Das tägliche Gift"

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GifteinsatzIn Deutschland werden jährlich über 5000 Tonnen Glyphosat ausgebracht. Oftmals wird das giftige Pestizid noch kurz vor der Ernte ausgebracht, um das Abreifen von Getreide zu beschleunigen. Rückstände finden sich mittlerweile in Lebensmitteln, Gewässern und im Urin von Menschen und Tieren.

Wirksame Kontrollen finden allerdings kaum statt, die Grenzwerte werden immer weiter angehoben. Noch immer vertrauen die Behörden auf die Angaben der Hersteller, die ihren Produkten völlige Unbedenklichkeit bescheinigen. Unabhängige Studien sprechen eine andere Sprache: Sie belegen, dass das Unkrautvernichtungsmittel und seine Nebenprodukte das Erbgut schädigen sowie Krebs und weitere Krankheiten auslösen können.

"ZDFzoom"-Reporterin Renate Werner nimmt das angeblich so ungefährliche Pestizid kritisch unter die Lupe. Das Umweltinstitut München hat an der Erstellung des Beitrages mitgewirkt.

Er wird am Mittwoch, den 13.11.2013 um 22:45 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Sollten Sie den Sendetermin verpassen, können Sie ihn nach der Ausstrahlung in der Mediathek des ZDF online ansehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Sendung.
Zum Thema Glyphosat können Sie sich hier informieren.


Fördermitglied werden und Kurzurlaub im Bio-Hotel gewinnen

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Landhotel

Das Umweltinstitut München verlost einen Kurzurlaub für zwei Personen im Bio-Landhotel "Zur Scheune" an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.

Sie haben drei Möglichkeiten, an der Verlosung teilzunehmen:

  • Sie werden bis zum 31.12.2013 Fördermitglied
  • Sie sind bereits Fördermitglied und erhöhen Ihren Beitrag
  • Sie bewegen einen Mitmenschen dazu, ebenfalls Fördermitglied zu werden

Erleben Sie einige romantische Tage an der Müritz: Unternehmen Sie ausgedehnte Spaziergänge, Radfahren und Wanderungen (z.B. an der Müritz, im Müritz-Nationalpark oder im Land Fleesensee). Danach bleibt noch Zeit für einen Bummel durch die Scheune Bollewick mit den vielen Handwerksläden oder den einen oder anderen Saunagang und eine entspannende Massage im Biohotel...

Für die kostenlose Bereitstellung des Hauptgewinns bedanken wir uns herzlich beim Bio-Hotel „Zur Scheune“.

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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand


+ + + Termine + + +


Klimakatastrophe mit Musik - Ein Theaterstück der Berliner Compagnie

Freitag, 08. November 2013, 20:00 Uhr

Anton-Fingerle-Zentrum, Schlierseestr. 45, München

Eine kleiner Gasthof gegen einen schier übermächtigen Stromkonzern, sechs ziemlich schräge Figuren, schmissige Songs, heisse Rhythmen - so ernst das Problem, so unterhaltsam das Stück der Berliner Compagnie.

Die Veranstaltung vom Münchner Friedensbündnis wird u.a. vom Umweltinstitut München e.V. unterstützt.

Weitere Informationen


Blinde Kuh - Risiken und Nebenwirkungen der Gentechnik
Ein Vortrag aus der Seminarreihe "Genopoly - Gentechnik um jeden Preis?"

Donnerstag, 14. November 2013, 19:00 Uhr

münchner zukunftssalon des oekom e.V., Waltherstr. 29 Rgb., München, U-Bahn-Haltestelle Goetheplatz

Kaum einer will sie, ihr Nutzen ist nicht erkennbar, immer offensichtlicher treten die Risiken zutage - und dennoch scheint sie unaufhaltsam: Die Anwendung der Gentechnik bei Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Selten wurde eine neue Technologie so sehr gegen den Willen fast aller Betroffenen eingeführt, wie es bei der Agro-Gentechnik der Fall ist.

Im dritten Vortrag der Veranstaltungsreihe referiert Dr. Martha Mertens unter anderem zu folgenden Themen:

- Risiken für die Umwelt
- Gesundheitsrisiken
- Roundup und Glyphosat

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter Tel. 089/30 77 49-0 oder info@umweltinstitut.org an. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. in Kooperation mit oekom e.V.

Weitere Informationen


Fukushima und die Folgen: Ein Vortrag von Kazuhiko Kobayashi

Montag, 25. November 2013, 19:00 Uhr

TU München, Arcisstr. 21, Raum 1100 (zum Lageplan)

Kazuhiko Kobayashi ist einer der führenden Köpfe in der jungen japanischen Anti-Atomkraft-Bewegung. Der studierte Germanist wohnte fast 30 Jahre in Deutschland. Heute lebt er in Tokio, befasst sich u.a. mit den Folgen von Globalisierung, Neoliberalismus und derzeit vorrangig mit den Nachwirkungen des Fukushima-Unglücks im März 2011. In seinem Vortrag klärt er über die aktuelle Lage in Fukushima und die drohenden Konsequenzen der Atomkraftkatastrophe auf. Außerdem spricht Kobayashi über die japanische Atompolitik, die notfalls auch über Leichen geht, und erklärt, weshalb die internationalen Atommächte diese noch immer stützen.

Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. in Kooperation mit dem Umweltreferat der Studentischen Vertretung der TU München.


Schöne neue Welt? - Die Zukunft der Gentechnik
Ein Vortrag aus der Seminarreihe "Genopoly - Gentechnik um jeden Preis?"

Donnerstag, 28. November 2013, 19:00 Uhr

münchner zukunftssalon des oekom e.V., Waltherstr. 29 Rgb., München, U-Bahn-Haltestelle Goetheplatz

Kaum einer will sie, ihr Nutzen ist nicht erkennbar, immer offensichtlicher treten die Risiken zutage - und dennoch scheint sie unaufhaltsam: Die Anwendung der Gentechnik bei Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Selten wurde eine neue Technologie so sehr gegen den Willen fast aller Betroffenen eingeführt, wie es bei der Agro-Gentechnik der Fall ist.

Im letzten Vortrag der Veranstaltungsreihe referiert Dr. Christoph Then von Testbiotech e.V.unter anderem über folgende Fragen:

- Freisetzungen und Forschung - woran wird gearbeitet?
- Kann Agro-Gentechnik die Welt ernähren?

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter Tel. 089/30 77 49-0 oder info@umweltinstitut.org an. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. in Kooperation mit oekom e.V.

Weitere Informationen


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