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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, der 28. März 2013

Sauwetter dank Klimawandel

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

Klimawandelder Winter will einfach nicht enden.

Paradoxerweise hängt dies mit der globalen Erwärmung zusammen. Denn sie begünstigt kalte Winter in Europa, wie eine jüngst erschienene Studie des Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung belegt. Der Grund: Die großen Eisflächen in der Barentssee schmelzen. Dadurch bildet sich ein Hochdruckgebiet über dem Polarmeer, das Kaltluft nach Europa lenkt. Die derzeitige Wetterlage ist damit ein unangenehmer Vorbote künftiger Wetterextreme.

Wir hoffen dennoch, dass Sie Ihre Ostereier nicht unter einer meterhohen Schneedecke suchen müssen und wünschen Ihnen ein frohes und gesundes Osterfest.



Täuschung mit SiegelQS-Prüfsiegel

Am gestrigen Mittwoch, 21:00 Uhr, lief ein Beitrag über Lebensmittelskandale und Siegelbetrug im TV-Magazin "Kontrovers" im Bayerischen Fernsehen. Das Umweltinstitut München kritisiert in diesem Zusammenhang industriefinanzierte Gütezeichen wie das QS-Siegel.

In einem Schreiben, das dem Umweltinstitut vorliegt, übt QS unter Androhung rechtlicher Schritte Druck auf den Bayerischen Rundfunk aus, den Beitrag zu entschärfen.

Sie können den Beitrag in der BR-Mediathek ansehen.



PaksNeue AKWs in Ungarn

Ungarns AKW-Standort Paks soll erweitert werden. Zusätzlich zu den bestehenden vier maroden Meilern sollen zwei Neubauten errichtet werden, die durch eine Verdoppelung der Leistung das Risiko eines atomaren Unfalls enorm erhöhen.

Hintergrundinfos zum geplanten Ausbau finden Sie hier.

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens (UVP) läuft derzeit das Vorverfahren (Scoping), bei dem Stellungnahmen und Forderungen für das weitere UVP-Verfahren abgegeben werden können. Das Umweltinstitut München hat sich daran beteiligt und seine Forderungen an das ungarische Ministerium übermittelt.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich endlich für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen und ihren Einfluss bei der ungarischen Regierung geltend zu machen.
Ungarn soll von seinen AKW-Neubauplänen absehen und stattdessen den Ausbau der Erneuerbaren fördern. Falls Ungarn an den Plänen festhält, werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Bau zu verhindern. Im Rahmen der UVP werden wir unseren Widerstand starten. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf informieren und zur gegebenen Zeit auch Mustereinwendungen usw. organisieren.



Oettinger will Fracking statt Erneuerbarer EnergienKampagnenlogo_Fracking

Deutschland brauche weniger „Gutmenschentum“, erklärte EU-Energiekommissar Günther Oettinger kürzlich im Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing. Im gleichen Zug forderte er einen langsameren Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Einsatz von Fracking und CCS. Vorbild seien in diesem Zusammenhang die USA, die durch intensive Fracking-Aktivitäten unabhängiger von Energie-Importen wurden.

Was Oettinger nicht erwähnte: Auch in den Vereinigten Staaten kämpfen zahlreiche „Gutmenschen“ gegen Fracking, u.a. weil vergiftetes Grund- und Trinkwasser zu schweren Gesundheitsschäden der Menschen vor Ort und sogar zu Erdbeben führte, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Herrn Oettingers Vision ist nicht die Energie-Zukunft, die wir uns wünschen.
Wir wollen eine klare Entscheidung gegen Fracking und Fossile. Wir wollen hundert Prozent erneuerbare Energien. 20.000 Menschen haben bereits unseren Aufruf für ein komplettes Fracking-Verbot unterschrieben.

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Unterschrift Harald

Harald Nestler
Vorstand



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Das Friedensbündnis München lädt ein zum Ostermarsch 2013 in München - Militäreinsätze beenden! Politik für die Menschen statt für Banken und Konzerne!

30. März 2013, 9:45 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, St. Johannes, Preysingplatz; Auftaktkundgebung ab 11:00 Uhr an der Theresienwiese

Deutschland, den NATO- und EU-Staaten geht es um die Absicherung einer  Weltordnung, in der sich bei Wenigen immenser Reichtum anhäuft, während Millionen Menschen auf der Welt verhungern. Wir dagegen treten ein für Menschenwürde, globale Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit in den internationalen Beziehungen – gegen Ausbeutung und Krieg. Wir fordern den Austritt aus der NATO und die Abschaffung der Bundeswehr. Deshalb gehen wir auf die Straße: Ohne massiven Druck von unten werden die Regierenden ihre Rüstungs- und Kriegspolitik nicht ändern.

Das Umweltinstitut München beteiligt sich am Ostermarsch 2013 mit einem Redebeitrag zu den Konsequenzen von Fukushima, zum Atomausstieg und zur Energiewende.
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Gentechnik - manipuliertes Leben

09. April 2013, 20:00 Uhr, Kultur- und Tagungszentrum Murnau, Kohlgruber Str. 1

Vor mehr als zehn Jahren sind transgene Pflanzen in der Landwirtschaft eingeführt worden – und bis heute hat die Gentechnikindustrie kein einziges ihrer Versprechen eingelöst. Im Gegenteil: Die Agro-Gentechnik ist ein erhebliches Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier, für die Umwelt und die Welternährung.

Allen Bemühungen der Gentechnik-Industrie zum Trotz wollen Verbraucherinnen und Verbraucher keine Gentechnik im Essen – zu Recht! Der Vortrag bietet Informationen zu Gentechnik bei Pflanzen von Anbau über Forschung und Freisetzungen bis zu geplanten Zulassungen. Darüber hinaus werden die Risiken für Menschen und Umwelt dargestellt. Im Weiteren wird über Gentechnik in Lebensmitteln berichtet. Welche Produkte enthalten Gentechnik? Wie erkenne ich diese? Und wie kann ich Gentechnik in Lebensmitteln vermeiden? Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
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Tschernobyl–Jahrestag : Demozüge und große Anti-Atom-Demo
gegen das AKW Grafenrheinfeld

21. April 2013, ab 12:00 Uhr: Start der Demozüge an den Sammelplätzen
13.00 Uhr: Beginn der Kundgebung auf dem Platz am Adam-Tasch-Weg

Trotz der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wird weiter mit dem „Restrisiko“ gespielt. Die Bundesregierung hat zwar Mitte 2011 einen „Atom-Ausstieg“ beschlossen – doch stillgelegt wurden lediglich acht AKW, neun der hochgefährlichen Atommeiler sind weiterhin am Netz – die meisten bis 2022! - und bedrohen Gesundheit, Lebensgrundlagen und das Leben der Bevölkerung.

Wir müssen schneller sein als der nächste Super-Gau! Wir fordern die schnellere Stilllegung der Atomanlagen: Das Zocken muss ein Ende haben –  denn der Einsatz ist zu hoch!

Reden: Christina Hacker (Umweltinstitut, München)
Uwe Hicksch ( Naturfreunde Deutschlands, Bundesvorstand)
Richard Mergner (BUND-Naturschutz Bayern, Landesgeschäftsführer)
Paul Knoblach (Landwirt)
Weitere Angebote:Info – Stände, Kinderprogramm, Speisen und Getränke, kulturelles Programm
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