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03.07.2020
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Wir fahnden nach Pestiziden in der Luft
Wir fahnden nach Pestiziden in der Luft

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

im April 2019 stellte ich mit der Biologin Dr. Maren Plaß in meinem Garten einen Passivsammler auf, der Pestizide in der Luft einfängt. Mit solchen Passivsammlern haben wir während der letzten Spritzsaison an dutzenden Standorten in ganz Deutschland nach Rückständen von Ackergiften gefahndet. Auch Bienenbrot, Baumrinde und Filtermatten aus Belüftungsanlagen ließen wir analysieren. Denn bisher behaupten die Behörden, dass bei den meisten Pestiziden keine Verbreitung durch die Luft stattfindet – und das selbst bei flüchtigen Stoffen wie Prosulfocarb, das schon oft die Ernte von Biobetrieben zerstört hat. Das wollten wir natürlich selbst überprüfen.

Anfang dieses Jahres kamen die Daten aus dem Labor. Wochenlang arbeiteten wir an der Auswertung der Messdaten und bereiteten uns auf die Veröffentlichung vor. Doch dann kam das neuartige Coronavirus und machte den geplanten Termin für unsere Pressekonferenz zunichte. Denn die Medien interessierten sich plötzlich nur noch für COVID-19. Mit unserer Publikation wollen wir aber möglichst viel Aufmerksamkeit erzielen, denn die Daten haben das Potenzial, die bisherige Zulassungspraxis bei Pestiziden infrage zu stellen.

Damit unsere Veröffentlichung in der Aufregung um Corona nicht untergeht, haben wir uns entschieden, die Messwerte nach der Sommerpause zu veröffentlichen und die gewonnene Zeit zu nutzen, um die Daten einer erweiterten statistischen Analyse zu unterziehen. Wie stark das Vorkommen eines Pestizids mit der Erosionsgefahr in der Umgebung korreliert, gibt uns zum Beispiel Aufschluss darüber, ob es sich auch an Bodenpartikel gebunden verbreitet.

Nun ist die Untersuchung ein zweites Mal in den letzten Zügen. Nach der Sommerpause werden wir sie auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentieren. Der Umfang und die Qualität der Untersuchung hat sich so nochmal deutlich erhöht – doch es sind auch zusätzliche Kosten entstanden. Damit wir das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss bringen können, möchte ich Sie heute um Ihre Unterstützung bitten. Helfen Sie uns mit einer Spende, unsere Erkenntnisse einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen?

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Vielen Dank und herzliche Grüße!

Karl Bär 

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